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Christoph Stiefel

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Christoph Stiefel (* 29. Juli 1961 in Zürich; † 21. Januar 2026<ref>Todesdatum gemäss eigener Website, unter «News», abgerufen am 31. Januar 2026.</ref>) war ein Schweizer Jazz-Pianist, Keyboarder, Komponist, Arrangeur, Produzent und Bandleader.

Datei:Christoph Stiefel 02 (fcm).jpg
Christoph Stiefel 2017 bei Jazz im Palmengarten in Frankfurt

Leben und Wirken

Stiefel konzentrierte sich ab 1980 auf seine Arbeit als Pianist und Komponist. Als Sideman bei verschiedenen Bands führte ihn die Formation Andreas Vollenweider & Friends ab 1984 während fünf Jahren zu grossen Konzerttourneen in die USA, nach Kanada, Europa, Brasilien, Japan und Australien.<ref name="hslu">Christoph Stiefel. In: Hochschule Luzern (Archiv).</ref> Nach früheren eigenen Projekten formierte er 1990 sein eigenes Jazz Trio/Quartet, mit dem er sieben Alben produzierte und viele Konzerte in Europa in verschiedenen Besetzungen gab (u. a. mit Peter Erskine, Charlie Mariano, Michel Benita, Heiri Känzig, Jeff Hirshfield, Dieter Ilg, Roberto Gatto, Joël Allouche, Matthieu Michel, Nat Su, Marcel Papaux, Thomas Lähns oder Lisette Spinnler). Ab 1995 verfolgte er vor allem die Weiterentwicklung seines Konzepts der Isorhythmen.<ref name="hslu" /> Ab 2005 erweiterte er dieses mit einem Soloprojekt: „Isorhythms for Solo Piano“ (piano & electronics).

1997 erhielt Stiefel von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia einen Kompositionsauftrag zugesprochen, für das Zürcher Kammerorchester ein Konzert für Klavier, zwei Schlagzeuge und Streichorchester zu schreiben. Die Uraufführung fand am 10. Juli 1998 statt. Daneben komponierte, arrangierte und produzierte er Musik für Werbung, Hörspiele und Filme, wie Vollenweider – Die Geschichte eines Mörders. Stiefel war Teilnehmer am Jazz Piano Festival 2011 in Prag, das vom tschechischen Rundfunk aufgezeichnet und europaweit den Rundfunkanstalten zugänglich gemacht wurde.<ref>Piano Festival Prag 2011 (1/2) Jazz Live: 21.05 Uhr: Christoph Stiefel & David Helbock, Deutschlandfunk 5. November 2012</ref>

Stiefel war als Professor an der Hochschule Luzern, Abteilung Jazz, tätig.<ref name="hslu"/>

Stiefel war verheiratet und Vater von zwei Töchtern.<ref>Zürcher Jazzpianist Christoph Stiefel gestorben. In: Nau.ch, 25. Januar 2026.</ref><ref>Tobi Müller: Christoph Stiefel (1961–2016): Innerlich ohne Räucherstäbchen. In: Die Wochenzeitung, 29. Januar 2026.</ref> Er verstarb im Januar 2026 im Alter von 64 Jahren nach kurzer Krankheit.<ref>Jodok Hess: Eine wichtige Stimme des Europäischen Jazz ist verstummt. In: srf.ch. 24. Januar 2026, abgerufen am 30. Januar 2026.</ref>

Datei:Christoph Stiefel Inner Language Trio Unterfahrt 2011-04-14-001.jpg
Christoph Stiefel Inner Language Trio (München 2011)

Diskographische Hinweise

  • A Silent Perspective – Christoph Stiefel Solo Piano (Biber Records, 1991)
  • Christoph Stiefel Ancient Longings (Jazzline Records, 1995), mit Charlie Mariano, Peter Erskine und Dieter Ilg
  • Christoph Stiefel & Fabio Freire Limmazonas (RecRec, 2000)
  • Christoph Stiefel Trio Dream of the Camel (Enja Records, 2001)
  • Isorhythms for Solo Piano – Christoph Stiefel (Pangani Records-RecRec, 2005)
  • Christoph Stiefel Inner Language Trio Fortuna’s Smile (Neuklang Records, 2010)
  • Christoph Stiefel Inner Language Trio Big Ship (Basho, 2014), mit Arne Huber, Kevin Chesham
  • Christoph Stiefel Septett Rhythm-a-tized (Challenge, 2016), mit Sarah Buechi, Bastian Stein, Domenic Landolf, Adrian Mears, Arne Huber, Kevin Chesham
  • Karl Seglem & Christoph Stiefel Group Hopp (and Smile!)/Monsterjazz (Challenge, 2018), mit Julie Hjetland Jensen, Trygve Waldemar Fiske und Kåre Opheim
  • Christoph Stiefel Inner Language Trio Chutes and Ladders (nWog, 2021), mit Lukas Traxel, Tobias Backhaus<ref>Reinhard Köchl: Christoph Stiefel Inner Language Trio: Chutes And Ladders. In: Jazz thing. 11. Oktober 2021, abgerufen am 11. Oktober 2021.</ref>
  • Lisette Spinnler, Christoph Stiefel: The heartbeat of a bird, 2022
  • Christoph Stiefel: Full Tree, 2023
  • Christoph Stiefel: To The Source, 2025

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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