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Fendlera

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Fendlera
Datei:Fendlera rupicola flower1.jpg

Fendlera rupicola

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Ordnung: Hartriegelartige (Cornales)
Familie: Hortensiengewächse (Hydrangeaceae)
Unterfamilie: Jamesioideae
Gattung: Fendlera
Wissenschaftlicher Name
Fendlera
Engelm. & Gray

Fendlera ist eine Pflanzengattung in der Familie der Hortensiengewächse (Hydrangeaceae). Die nur zwei Arten kommen von den südwestlichen USA bis ins nördliche Mexiko vor.<ref name="FoNA2016" />

Beschreibung

Datei:Fendlera rupicola kz01.jpg
Habitus im Habitat von Fendlera rupicola
Datei:Fendlera rupicola 1721 - Flickr - andrey zharkikh.jpg
Zweig mit Laubblätter und Blüten von Fendlera rupicola

Vegetative Merkmale

Fendlera-Arten wachsen als laubabwerfende Sträucher mit aufsteigenden bis ausgebreiteten Hauptästen.<ref name="FoNA2016" /> Falls sich die Borke der Hauptäste ablöst, dann in gräulichen oder rötlichen Fäden oder Streifen.<ref name="FoNA2016" /> Die Seitenäste sind aufrecht oder wölben sich über.<ref name="FoNA2016" /> Die Rinde ihrer längsgefurchten<ref name="Hufford2004" /> Zweige ist mit einfachen oder winzig verzweigten Trichomen behaart.<ref name="FoNA2016" />

Die gegenständig an den Zweigen oder manchmal gehäuft an Kurztrieben angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattstiele sind relativ kurz.<ref name="FoNA2016" /> Die einfachen, krautigen oder ledrigen Blattspreiten sind linealisch, elliptisch, lanzettlich, länglich, eiförmig oder sichelförmig. Der glatte Blattrand ist flach oder stark nach unten gekrümmt.<ref name="FoNA2016" />

Generative Merkmale

Die gestielten Blüten stehen endständig einzeln auf den Zweigen.<ref name="FoNA2016" />

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist vollständig mit dem Fruchtknoten verwachsen, kreiselförmig, breit-glockenförmig oder halbkugelig und schwach bis stark vier oder achtrippig zur Fruchtzeit.<ref name="FoNA2016" /> Die vier Kelchblätter berühren sich klappig (valvat).<ref name="Hufford2004" /> Die haltbaren, während der Anthese aufrechten oder meist stark zurückgekrümmten Kelchblätter sind meist dreieckig, manchmal eiförmig und kahl oder behaart.<ref name="FoNA2016" /> Die vier dachziegelartig angeordneten, ausgebreiteten Kronblätter sind breit-spatelförmig und genagelt sowie flaumig behaart. Die Farbe der Kronblätter ist weiß, manchmal rosafarben oder rot getönt.<ref name="FoNA2016" />

Es sind acht Staubblätter vorhanden. Die freien Staubfäden sind verbreitert, breit-linealisch, sie verschmälern sich kontinuierlich nach oben und besitzen ein zweilappiges oberes Ende.<ref name="FoNA2016" /> Das Konnektiv ragt am oberen Ende hervor.<ref name="Hufford2004" /> Die Staubbeutel sind länglich.<ref name="FoNA2016" /> Die vier, oder selten fünf, Fruchtblätter bilden einen mittelständigen, vierkammerigen Fruchtknoten in dem sich in zentralwinkelständiger (axiler) Plazentation hängende, anatrope Samenanlage befinden.<ref name="FoNA2016" /><ref name="Hufford2004" /> Die vier, oder selten fünf haltbaren Griffel sind frei.<ref name="FoNA2016" />

Die eiförmig-ellipsoide, mehr oder weniger knorpelige Kapselfrucht öffnet sich bei Reife scheidewandspaltig bis etwa zur halben Höhe, um die 15 bis 25 (je Fach 1 bis maximal sechs, meist zwei bis vier) Samen freizugeben.<ref name="FoNA2016" /><ref name="Hufford2004" /> Die bei einer Länge von 4 bis 5,5 Millimetern ellipsoiden Samen sind rötlich-braun und nicht geflügelt.<ref name="FoNA2016" /><ref name="Hufford2004" />

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 11.<ref name="FoNA2016" />

Standorte

Fendlera-Arten finden sich zwischen Sträuchern oder Pinyon Wacholder-Kiefer-Pflanzengesellschaften auf steilen Hängen oder an Canyon-Wänden in Wüsten.

Systematik und Verbreitung

Die Erstbeschreibung der Gattung Fendlera erfolgte 1852 durch George Engelmann und Samuel Frederick Gray in Smithsonian Contributions to Knowledge, Volume 3, Issue 5, S. 77–78, Tafel 5<ref name="biodiversitylibrary" />.<ref name="Tropicos" /> Der Gattungsname Fendlera ehrt den deutsch-amerikanischen Botaniker August Fendler (1813–1883).<ref name="Burkhardt2018" />

Die Gattung Fendlera gehört zur Unterfamilie Jamesioideae innerhalb der Familie der Hydrangeaceae.<ref name="Hufford2004" /><ref name="GRIN" /> Die Revision der Gattung Fendlera erfolgt 2016 in Volume 12 der Flora of North America, dabei werden aus den vier bis fünf Arten, nur noch zwei.<ref name="FoNA2016" />

Das Verbreitungsgebiet der Gattung Fendlera reicht von den südwestlichen USA bis ins nördliche Mexiko.<ref name="FoNA2016" />

Es gibt seit 2016 nur noch zwei Fendlera-Arten:<ref name="FoNA2016" />

  • Fendlera linearis <templatestyles src="Person/styles.css" />Rehder (Syn.: Fendlera rigida <templatestyles src="Person/styles.css" />I.M.Johnston, Fendlera tamaulipana <templatestyles src="Person/styles.css" />B.L.Turner): Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Coahuila, Nuevo León sowie Tamaulipas vor und gedeiht in Höhenlagen von 1100 bis 1900 Metern in Texas nur in den Counties Brewster and Presidio.<ref name="FoNA2016" />
  • Fendlera rupicola <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray (Syn.: Fendlera falcata <templatestyles src="Person/styles.css" />Thornber, Fendlera wrightii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Engelm. & A.Gray) A.Heller, Fendlera tomentella <templatestyles src="Person/styles.css" />Thornber ex Wooton & Standl., Fendlera rupicola var. falcata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thornber) Rehder, Fendlera rupicola var. lindheimeri <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray, Fendlera rupicola var. tomentella <templatestyles src="Person/styles.css" />(Thornber ex Wooton & Standl.) Kearney & Peebles, Fendlera rupicola var. wrightii <templatestyles src="Person/styles.css" />Engelm. & A.Gray): Sie kommt in den nördlichen mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Coahuila, Sonora und gedeiht in Höhenlagen von 700 bis 2800 Metern in südwestlichen US-Bundesstaaten Arizona, Colorado, Nevada, New Mexico, Utah sowie Texas.<ref name="FoNA2016" />

Nachweise

Literatur

  • Craig C. Freeman: Hydrangeaceae Dumortier. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 12 – Magnoliophyta: Vitaceae to Garryaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 22. Dezember 2016, ISBN 978-0-19-064372-0. Fendlera Engelmann & A. Gray - textgleich online wie gedrucktes Werk. (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • L. Hufford: Hydrangeaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants – Volume VI – Flowering Plants – Dicotyledons – Celastrales, Oxalidales, Rosales, Cornales, Ericales, 2004, ISBN 978-3-540-06512-8. Fendlera Engelm. & Gray auf S. 209 Volltext-PDF.

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tropicos"> Fendlera bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="biodiversitylibrary"> Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org. </ref> <ref name="Hufford2004">L. Hufford: Hydrangeaceae. In: Klaus Kubitzki (Hrsg.): The Families and Genera of Vascular Plants – Volume VI – Flowering Plants – Dicotyledons – Celastrales, Oxalidales, Rosales, Cornales, Ericales, 2004, ISBN 978-3-540-06512-8. Fendlera Engelm. & Gray auf S. 209. <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Volltext-PDF (Memento vom 16. Januar 2022 im Internet Archive).</ref> <ref name="FoNA2016"> Craig C. Freeman: Hydrangeaceae Dumortier. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 12 – Magnoliophyta: Vitaceae to Garryaceae, Oxford University Press, New York und Oxford, 22. Dezember 2016, ISBN 978-0-19-064372-0. Fendlera Engelmann & A. Gray - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Fendlera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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