Zum Inhalt springen

Weltnichtrauchertag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. Mai 2025 um 05:46 Uhr durch imported>Invisigoth67 (form).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:World-no-tobacco-day-2018.jpg
Logo der Kampagne
Datei:Bluete in Aschenbecher.jpg
Blüte im Aschenbecher, Zeichen für den Weltnichtrauchertag

Der Weltnichtrauchertag ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) wurde 1987 von der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufen und findet alljährlich am 31. Mai statt.

Aktivitäten

Ähnlich wie der Internationale Tag gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr gibt der Weltnichtrauchertag jedes Jahr Anlass für Aktionen und Pressemitteilungen der Gesundheitsorganisationen und -initiativen.

In Deutschland koordinieren das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) und die Stiftung Deutsche Krebshilfe seit über 20 Jahren die Aktivitäten, um über die Gefahren von Tabakkonsum aufzuklären. Die Organisationen appellierten zum Weltnichtrauchertag 2019 an den Gesetzgeber, ein umfassendes Tabakwerbeverbot in Deutschland einzuführen und die Gesundheitsprävention verstärkt zu fördern.<ref>https://www.krebshilfe.de/informieren/presse/pressemitteilungen/aktuelle-meldungen/weltnichtrauchertag-deine-lunge-vergisst-nicht/ Abruf am 28. Mai 2019</ref>

Neben den Forderungen nach einer gesetzlichen Basis steht vor allem die Beteiligung von Personen und Institutionen an Aktionen zum Nichtraucherschutz auf der Tagesordnung. So sollen Plakate aufgehängt werden, die dafür werben, Einrichtungen, Institutionen oder Vereinsgelände zu rauchfreien Zonen zu erklären. Ferner gibt es unterschiedliche Informationsveranstaltungen, die durch die Aufklärungsaktivitäten der Deutschen Krebshilfe zu eigenen Initiativen ermutigt wurden. Viele Nichtrauchervereine informieren über die Gefahren des Tabakrauchens und versuchen, Raucher zum Aufhören zu animieren. Deutschland leistet auch internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Rauchen und Krebs.

Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai 2016 riefen die Weltgesundheitsorganisation und das Sekretariat des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) die Länder dazu auf, sich auf die Einführung von Einheitsverpackungen für Tabakprodukte vorzubereiten.<ref>World No Tobacco Day, 31 May 2016: Get ready for plain packaging.</ref> Seit 2017 werden aktuelle Materialien dafür in Zusammenarbeit der Stiftung Deutsche Krebshilfe mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) kostenlos zur Verfügung gestellt.<ref>https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/ihr-krebsrisiko-senken/rauchen-und-krebs/ Abruf am 14. Mai 2017</ref>

Motto

Der Weltnichtrauchertag steht jedes Jahr unter einem anderen Motto, das von der WHO festgelegt wird. Das ABNR und die Deutsche Krebshilfe legen das Motto für Deutschland fest und stellen aktuelles Informationsmaterial (Plakat, Faltblatt und Broschüren) kostenfrei für Aktionen zur Verfügung. Das Motto lautete etwa 2017: „Rauchen kostet. Nichtrauchen kostet nichts!“ Es verdeutlichte die Bandbreite der Kosten des Rauchens – von den individuellen Belastungen durch Ausgaben für Tabakprodukte über den Preis für die Allgemeinheit durch Gesundheitskosten bis hin zu den ökologischen Folgen durch Tabakanbau, Tabakherstellung und Entsorgung von Tabakprodukten.

Kritik und Forderungen

Zum Weltnichtrauchertag 2014 hatte das ABNR bereits kritisiert, dass die Politik in Bund und Ländern zu geringe Ergebnisse bei der Bekämpfung des Rauchens vorweise. Zugleich bekräftigten die über zehn im Aktionsbündnis zusammengeschlossenen großen Organisationen, den Kampf gegen Tabakkonsum zu intensivieren. Sie forderten die Bundesregierung und die Parlamente auf, die Tabaksteuer drastisch zu erhöhen, um dadurch den die Gesundheit schädigenden Zigarettenkonsum zu reduzieren. In Deutschland raucht fast ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung (30,1 Prozent). Das entspricht etwa 24 Millionen Erwachsenen. Zigarettenrauchen führe in Deutschland jährlich zu mehr Todesfällen als AIDS, Alkoholkonsum, der Konsum illegaler Drogen, Verkehrsunfälle, Morde und Suizide zusammen. Jedes Jahr sterben über 100.000 Menschen vorzeitig an den Folgen des aktiven Rauchens sowie mindestens 3300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens.<ref>ABNR-Pressekonferenz in Berlin, 28. Mai 2014</ref>

Den Weltnichtrauchertag 2015 widmete die WHO mit dem Motto „Stop illicit trade of tobacco products“ der Bekämpfung des Tabakschwarzhandels.<ref>WHO: World No Tobacco Day 2015.</ref> Das Aktionsbündnis Nichtrauchen und die Deutsche Krebshilfe entschieden sich dagegen, dieses Motto für Deutschland zu übernehmen. Stattdessen wiesen sie mit der Behauptung „E-Zigaretten und E-Shishas: Chemie für die Lunge“ auf mögliche Gefahren der E-Zigarette hin.<ref>Deutsche Krebshilfe: Welt-Nichtrauchertag 2015.</ref> Dieser nationale Alleingang wurde insbesondere aus der „Dampferszene“<ref>Offener Brief auf Liquid-News.de.</ref><ref>Dampfer-Magazin über den WNRT 2015.</ref> stark kritisiert, da in plakativer und polemischer Weise ein tabakfreies Genussmittel in den Fokus des Weltnichtrauchertages gestellt werde, das weder geraucht werde noch Passivrauch produziere, sondern im Gegenteil für Raucher eine weniger schädliche Alternative sein könne.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />