Zum Inhalt springen

Medifoxamin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 24. Januar 2026 um 05:49 Uhr durch imported>ChemoBot (Entferne Parameter „Suchfunktion“ aus {{Infobox Chemikalie}} und bereinige Leerzeilen).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Strukturformel
Strukturformel von Medifoxamin
Allgemeines
Freiname Medifoxamin
Andere Namen
  • N,N-Dimethyl-2,2-diphenoxyethylamin (IUPAC)
  • Medifoxaminum (Latein)
Summenformel C16H19NO2
Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 251-011-4
ECHA-InfoCard 100.046.359
PubChem 36109
ChemSpider 33212
DrugBank DB13219
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Arzneistoffangaben
ATC-Code

N06AX13

Wirkstoffklasse

Antidepressiva

Eigenschaften
Molare Masse 257,33 g·mol−1
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar<ref name="NV">Dieser Stoff wurde in Bezug auf seine Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.</ref>
Toxikologische Daten

750 mg·kg−1 (LD50Mausoral)<ref name="ChemIDplus">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Medifoxamin ist ein Arzneistoff, der vor seiner Marktrücknahme zur Behandlung von Depressionen eingesetzt wurde. Es wirkt als Dopaminwiederaufnahmehemmer<ref>S. Saleh, P. Turner: Ocular hypotensive effects of medifoxamine. In: British Journal of Clinical Pharmacology. 34, 1992, S. 269–271. PMID 1389953.</ref> und als Agonist am 5HT2A und 5HT2C-Rezeptor.<ref>P. Martin, F. Lemonnier: Intérêt des récepteurs sérotoninergiques de type 2, 5-HT2A et 5-HT2C, dans les troubles dépressifs : action de la médifoxamine. In: Encephale. 20, 1994, S. 427–435. PMID 7988407.</ref> Die Merck-Tochter Lipha vertrieb Medifoxamin als Bestandteil eines Arzneimittels unter dem Handelsnamen Cledial.

Medifoxamin wurde hauptsächlich in Frankreich eingesetzt.<ref>P. B. Mitchell: Novel French antidepressants not available in the United States. In: Psychopharmacol Bull. 31, 1995, S. 509–519. PMID 8668756.</ref> 1999 wurde es vom Markt genommen, da seltene, aber schwere Fälle von Leberschädigungen bekannt wurden.<ref>Anonym. Atteintes hépatiques sous médifoxamine. In: Prescrire. 19, 1999, S. 591–592.</ref><ref>G. Dumortier, W. Cabaret, L. Stamatiadis u. a.: Tolérance hépatique des antipsychotiques atypiques. In: Encephale. 28, 2002, S. 542–551. PMID 12506267.</ref>

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein