Diemerode
Diemerode Stadt Sontra
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(172)&title=Diemerode 51° 5′ N, 9° 51′ O
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dim=10000 | globe= | name=Diemerode | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
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| Höhe: | 300 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 5,75 km²<ref name="DF">Diemerode In: Webauftritt der Stadt Sontra. Abgerufen im Januar 2022.</ref> | |||||
| Einwohner: | 172 (6. Jan. 2022) HW<ref name="DF" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 30 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1971 | |||||
| Postleitzahl: | 36205 | |||||
| Vorwahl: | 05653 | |||||
Diemerode ist ein Stadtteil von Sontra im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis. Es liegt westlich des Kernortes Sontra. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3249.
Geschichte
Ortsgeschichte
Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Diemerode erfolgte unter dem Namen Dimenrodt im Jahr 1363, als halb Diemerode durch Heinrich von Hundelshausen gekauft wurde.<ref name="lagis" />
Im Ort lebten zeitweise etwa zehn jüdische Familien.
Hessische Gebietsreform (1970–1977)
Die bis dahin selbständige Gemeinde Diemerode wurde zum 31. Dezember 1971 im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis als Stadtteil nach Sontra eingegliedert.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 14. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref> Für Diemerode, wie für alle bei der Gebietsreform nach Sontra eingegliederten Gemeinden, wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.<ref>Hauptsatzung. (PDF; 26 kB) § 8. In: Webauftritt. Stadt Sontra, abgerufen im Oktober 2020.</ref> Mit Sontra kam der Ort 1972 zum Landkreis Eschwege und 1974 in den neugebildeten Werra-Meißner-Kreis.<ref name="lagis" />
Verwaltungsgeschichte im Überblick
Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Diemerode angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>
- vor 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen, Amt Spangenberg
- ab 1567: Heiliges Römisches Reich, Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Spangenberg
- ab 1806: Landgrafschaft Hessen-Kassel, Amt Spangenberg
- 1807–1813: Königreich Westphalen, Departement der Werra, Distrikt Eschwege, Kanton Bischhausen
- ab 1815: Kurfürstentum Hessen, Amt Spangenberg (zuletzt Amt Bischhausen)<ref name="KHK1818" />
- ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Eschwege<ref>Verordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August, S. 72 f. (kurhess GS 1821)</ref><ref group="Anm.">Trennung von Justiz (Justizamt Bischhausen) und Verwaltung</ref>
- ab 1836: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
- ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hersfeld
- ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Niederhessen, Kreis Rotenburg
- ab 1867: Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
- ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
- ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Rotenburg
- ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Rotenburg
- ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg
- ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg
- ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Rotenburg
- ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Eschwege, Stadt Sontra
- ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Werra-Meißner-Kreis, Stadt Sontra
Bevölkerung
Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Breitau 342 Einwohner. Darunter waren keine Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 51 Einwohner unter 18 Jahren, 114 zwischen 18 und 49, 90 zwischen 50 und 64 und 87 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 150 Haushalten. Davon waren 45 Singlehaushalte, 48 Paare ohne Kinder und 45 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 39 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 87 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />
Einwohnerentwicklung
| • 1585: | 40 Haushaltungen, davon 7 hessisch<ref name="lagis" /> |
| • 1747: | 50 Haushaltungen<ref name="lagis" /> |
| Diemerode: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1834 | 399 | |||
| 1840 | 383 | |||
| 1846 | 408 | |||
| 1852 | 370 | |||
| 1858 | 399 | |||
| 1864 | 412 | |||
| 1871 | 377 | |||
| 1875 | 386 | |||
| 1885 | 320 | |||
| 1895 | 337 | |||
| 1905 | 325 | |||
| 1910 | 312 | |||
| 1925 | 302 | |||
| 1939 | 294 | |||
| 1946 | 475 | |||
| 1950 | 414 | |||
| 1956 | 292 | |||
| 1961 | 287 | |||
| 1967 | 279 | |||
| 1970 | 264 | |||
| 1980 | ? | |||
| 1987 | 212 | |||
| 2000 | ? | |||
| 2011 | 183 | |||
| 2015 | 183 | |||
| 2020 | 171 | |||
| Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt, 1968. Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Sontra:<ref name="DF-WA" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" /> | ||||
Historische Religionszugehörigkeit
| • 1885: | 283 evangelische (= 88,44 %), 37 jüdische (= 11,15 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
| • 1961: | 269 evangelische (= 93,72 %), 14 katholische (= 4,88 %) Einwohner<ref name="lagis" /> |
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die alte Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. 1757 wurde ein Saalbau angebaut. Die Orgel stammt aus dem Jahre 1784. An der Nordseite ist noch eine Wehrmauer zu sehen. Zahlreiche Grabsteine des 18. und 19. Jahrhunderts zeugen von Frömmigkeit und Geschichte der evangelischen Gemeinde in Diemerode.
- Der jüdische Friedhof im Ort wird von der Freiwilligen Feuerwehr gepflegt.
Infrastruktur
- In Diemerode steht ein Dorfgemeinschaftshaus mit einem Raum für die Jugend.
Literatur
- Pfeiffer, Götz J.: Beredte Zeugnisse der Vergangenheit. Grabsteine an der Kirche in Diemerode, in: Festausschuss „700 Jahre Diemerode“ (Hg.): Chronik. Erinnerungen an die 700-jährige Geschichte eines Dorfes und seiner Bewohner, Diemerode, 2009, S. 149–156
Weblinks
- Stadtteil Diemerode. In: Webauftritt der Stadt Sontra.
- Diemerode, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Anmerkungen und Einzelnachweise
Anmerkungen <references group="Anm." />
Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Diemerode, Werra-Meißner-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 17. Mai 2019). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="DF-WA">Diemerode. In: Webauftritt. Stadt Sontra, archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen im Oktober 2020. </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 53 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 56 und 112, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020. </ref> </references>
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