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Postboje

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Datei:Postboje Steinhuder Meer.jpg
Postboje im Steinhuder Meer<ref>Die Meerregion im Netz. In: Steinhude-am Meer.de. Abgerufen am 14. Dezember 2019.</ref>

Die Postboje (auch Posttonne) ist eine besondere Form des Briefkastens. Ähnlich wie dieser kann die Postboje zwei Funktionen haben: zum einen zum Empfang von Sendungen und zum anderen die eines zur Einlieferung bestimmten Postbriefkastens, der auf einer Boje angebracht ist. Das Besondere an der Postboje ist, dass sie nur per Wasserweg erreichbar ist. Sie dient hauptsächlich der touristischen Attraktion. Durch diese Seltenheit ist die Postboje auch gerne Gegenstand von Aprilscherzen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ein Aprilscherzartikel mit der Postboje (Memento des Vorlage:IconExternal vom 14. Juli 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moosblogger.de</ref> oder Seemannsgarn.<ref>Seemanswelt, Vor Anker: Die Postboje</ref>

Geschichte

Empfang

Seit 1882 gibt es auf dem Inselstaat Tonga die Tin Can Mail (= Blechdosenpost). Zwischen 1909 und 1955 gab es mit der Barrel Mail genannten Fasspost einen Vertrag, die Kokosinseln mit Post zu beliefern. Die Auslieferung übernahm die Orient Steam Navigation Company und ab 1917 die P&O Line.<ref>Seemotive – Schwimmende Postbehälter!</ref>

Versand

Seit 1991 betreibt der Segelclub Garbsen<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Geschichte der Posttonne seit 1964 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 28. Januar 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.segelclub-garbsen.de auf den Seiten des Segelclub Garbsen</ref> im Steinhuder Meer auf der Position<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Postboje Steinhuder Meer (Memento des Vorlage:IconExternal vom 17. Januar 2020 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.segelclub-garbsen.de. Segelclub Garbsen e. V. Abgerufen am 23. Januar 2020.</ref> 52° 29′ 34,9″ N, 9° 21′ 43,5″ O

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  }} während der Segelsaison, von Anfang Mai bis Mitte September, eine private Postboje.<ref>Die Postboje bei Steinhude am Meer</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Postboje (Memento des Vorlage:IconExternal vom 24. Mai 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.steinhuder-meer.de bei Steinhude am Meer (Steinhuder Meer Tourismus GmbH)</ref> Die eingelegten Sendungen werden mindestens zweimal wöchentlich – nach Zeitungsangaben jedoch seltener, in Wahrheit recht unregelmäßig – von Vereinsmitgliedern eingesammelt und der Post in Wunstorf zur Weiterbeförderung übergeben. Pro Jahr fallen ungefähr 2000 – nach Angaben des Segelclubs jedoch nur 1200 – Postsendungen an. Diese Postboje geht auf eine Idee zurück, die Gottfried Luchmann, der damalige Leiter der Segelschule des DHH am Steinhuder Meer, in der Saison 1964 entwickelt hat; diese Segelschule wurde jedoch 1987 aufgegeben.

Die erste amtliche Postboje der Deutschen Bundespost wurde am 24. Juni 1984 in der Kieler Förde ausgelegt. Grund war der Besuch der Delegierten des XIX. Weltpostkongresses, der in Hamburg tagte.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Kieler Woche 1984 Postboje Dampfer Otto Treplin (Memento vom 29. November 2015 im Internet Archive)</ref> Eine weitere amtliche Postboje gab es im Rahmen des 500. Geburtstags der Post 1990. Sie wurde aus Anlass des 801. Hafengeburtstags in Hamburg zwischen der Überseebrücke und Landungsbrücken enthüllt. Post, die von Seglern oder Barkassenfahrern eingeworfen wurde, bekam einen Sonderstempel.

Eine halbamtliche Postboje bietet die Feldpost der Bundeswehr bzw. der Deutschen Marine bei Veranstaltungen an, bei der diese ein Feldpostamt betreibt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Postboje der Feldpost (Memento des Vorlage:IconExternal vom 3. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bw-feldpost-portal.de (private Homepage)</ref> Diese gab es beispielsweise auf der Hanse Sail 2008 bis 2011 (Marinestützpunkt Warnemünde) sowie auf der Kieler Woche 2010 (Marinestützpunkt Kiel).

Datei:Arrival Polar.jpg
Posttonne von Törehamn

Die nördlichste Tonne der Ostsee ist die Posttonne von Törehamn.<ref>RCC Pilotage Foundation: Baltic Sea and Approaches. Imray, Laurie, Norie and Wilson Ltd, 2019, S. 241, ISBN 978-1-84623-892-5.</ref>

Namenspatenschaft

Die »Postboje für Seemannsfrauen« ist eine seit 1985 vom Verband der Seemannsfrauen erscheinende Zeitschrift.<ref>Verband der Seemannsfrauen (direkter Weblink auf die Zeitschrift ist leider nicht mehr möglich, daher auf die Hauptseite verlinkt)</ref>

Literatur

  • Bernd Steinert, Bonn: Bojenpost – Feldpost von der Hanse Sail 2008. In: philatelie – Das Magazin des Bundes Deutscher Philatelisten, Ausgabe 377, November 2008, 60. Jahrgang, S. 38–41
  • B. Braun, M. Burzan: Schwimmende Briefkästen. In: Deutsche Briefmarken-Zeitung Ausgabe Nr. 9/2007, S. 10–13
  • Elke Schneider: Schwimmende Briefkästen. In: Das Archiv Ausgabe Nr. 4/2007, S. 50 f
  • Bernd Steinert: Erneut Bojen-Feldpost aus Warnemünde. In: Deutsche Briefmarken-Revue Ausgabe 9/2009, S. 13 f

Weblinks

Wiktionary: Postboje – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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