Aglossa (Gattung)
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| Aglossa | ||||||||||||
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| Datei:Aglossa pinguinalis entomart.jpg
Fettzünsler (Aglossa pinguinalis) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Aglossa | ||||||||||||
| Latreille, 1796 |
Die Gattung Aglossa ist eine Schmetterlings-Gattung aus der Familie der Zünsler (Pyralidae). In Europa kommen bis zu acht Arten vor, im deutschsprachigen Raum sind es zwei.
Merkmale
Die Arten der Gattung Aglossa erreichen eine Flügelspannweite bis zu 42 Millimetern. Die Vorderflügel sind meist mehr als doppelt so lang wie breit. Bei den meisten Arten sind zwei Querlinien vorhanden, die geschwungen und gezackt sind. Bei vielen Arten heben sich eine oder auch beide Querlinien wenig farblich aus der Grundfärbung ab. Die Adern M2 und M3 sind voneinander getrennt. Die Hinterflügel sind meist deutlich heller. Die äußere Querlinie ist auf den Hinterflügel nur schwach ausgebildet oder völlig erloschen. Die Zunge ist stark reduziert, daher auch der Name Aglossa. Die Labialpalpen sind kurz und dick, die Maxillarpalpen kurz und dünn. Die Fühler der Männchen sind mehr oder weniger lang und doppelt bewimpert, selten pektinat, Die Fühler der Weibchen sind dagegen einfach und fadenförmig.
Verbreitung und Vorkommen
Der Schwerpunkt der Verbreitung der Gattung liegt in Südeuropa, Asien und Nordafrika. Einige Arten sind heute nahezu weltweit verschleppt worden. Sie bevorzugen trockene und warme Standorte, häufig in der Nähe der Menschen (synanthrop).
Lebensweise
Die Falter sind meist nachtaktiv. Die Raupen leben in Gespinströhren und ernähren sich von pflanzlichen und tierischen Resten, Abfällen, Nahrungsmitteln und auch Exkrementen. Eine Art lebt als Raupe in den Nestern von Ameisen (myrmecophil). Bei vielen Arten ist der Entwicklungszyklus nur unzureichend bekannt.
Systematik
Die Gattung wird in den neueren Arbeiten von Patrice Leraut und František Slamka in zwei Untergattungen: die Nominatuntergattung Aglossa (Aglossa) und Aglossa (Agriope) Ragonot, 1894 unterteilt. Die Fauna Europaea<ref name="Fauna Europaea"/> listet diese Untergattungsgliederung jedoch nicht. Jüngere Synonyme sind Euclita Hübner, 1825, Oryctocera Ragonot, 1891 und Crocalia Ragonot, 1892. In Europa sind 8 Arten nachgewiesen, weltweit sind es 25 Arten:<ref name="GlobIZ"/>
- Aglossa aglossalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Ragonot, 1892
- Aglossa asiatica <templatestyles src="Person/styles.css" />Erschoff, 1872 (mit zwei Unterarten)
- Aglossa aurocupralis <templatestyles src="Person/styles.css" />Ragonot, 1891
- Aglossa exsucealis <templatestyles src="Person/styles.css" />Lederer, 1863
- Aglossa gracilalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Rebel, 1914
- Aglossa oculalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hampson, 1906
- Aglossa phaealis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hampson, 1906
- Fettzünsler (Aglossa pinguinalis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Linnaeus, 1758))
- Aglossa rhodalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hampson, 1906
- Aglossa rubralis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hampson, 1900
- Aglossa steralis <templatestyles src="Person/styles.css" />C. Felder, R. Felder & Rogenhofer in C. Felder, R. Felder & Rogenhofer, 1875
- Aglossa suppunctalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Joannis, 1927
- Aglossa tanya <templatestyles src="Person/styles.css" />Corbet & Tams, 1943
- Aglossa tinealis <templatestyles src="Person/styles.css" />Leraut, 2007
In die Untergattung Agriope werden gestellt:
- Aglossa brabantii <templatestyles src="Person/styles.css" />Ragonot, 1884
- Aglossa caprealis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Hübner, 1809)
- Aglossa capsalis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Chrétien, 1911)
- Aglossa dimidiata (<templatestyles src="Person/styles.css" />Haworth, 1801)
- Aglossa obliteralis <templatestyles src="Person/styles.css" />Turati, 1930
- Aglossa ocellalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Lederer, 1863
- Aglossa pulverealis <templatestyles src="Person/styles.css" />Hampson, 1900
- Aglossa rabatalis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Joannis, 1923)
- Aglossa signicostalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Staudinger, 1870 (mit zwei Unterarten)
- Aglossa subpurpuralis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Chrétien, 1915)
- Aglossa thamii <templatestyles src="Person/styles.css" />Leraut, 2003
Die Fauna Europaea führt noch zwei weitere Arten der Gattung auf (Aglossa fuliginosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Zerny, 1914 und Aglossa oranalis <templatestyles src="Person/styles.css" />Zerny, 1914), die von GlobIZ und von Patrice Leraut als jüngere Synonyme gewertet werden.
Quellen
Einzelnachweise
<references> <ref name="Fauna Europaea">Aglossa bei Fauna Europaea. Archiviert vom Original im Internet Archive. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple</ref> <ref name="GlobIZ"> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />nach GlobiZ ( vom 23. Mai 2009 im Internet Archive)</ref> </references>
Literatur
- Patrice Leraut: Contribution à l´étude des Pyraloidea (Lepidoptera, Pyralidae, Crambidae). Revue française d´entomologie, Nouvelle Serie., 25(3): 123–142, Paris 2003 ISSN 0375-0868
- František Slamka: Pyraloidea of Europe/Pyraloidea Europas (Lepidoptera) Volume 1 Pyralinae, Galleriinae, Epipaschiinae, Cathariinae & Odontiinae. 138 S., Bratislava 2006, ISBN 80-969052-3-6