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Thalkleinich

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Thalkleinich
Ortsgemeinde Kleinich
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(42)&title=Thalkleinich 49° 54′ N, 7° 11′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(42) 49° 53′ 50″ N, 7° 11′ 15″ O
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Höhe: 415–430 m ü. NHN
Fläche: 2,33 km²<ref name="Gemeindelexikon">Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. XII. Provinz Rheinland. Berlin 1888, S. 20–21 (online).</ref>
Einwohner: 42 (1. Jan. 2008)<ref name="Zimmermann">Zimmermann, Das Kirchspiel Kleinich, S. 217–223.</ref>
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner/km²
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Postleitzahl: 54483 (ehemals: 5551)
Vorwahl: 06536
Lage von Thalkleinich in Rheinland-Pfalz
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Thalkleinich ist ein Ortsteil der im rheinland-pfälzischen Landkreis Bernkastel-Wittlich gelegenen Ortsgemeinde Kleinich. Bis 1969 war Thalkleinich eine selbstständige Gemeinde, ehe sie im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform der neu gebildeten Gemeinde zugeschlagen wurde. Der Ort hat etwa 30 Einwohner bei einer Gesamtfläche von 2,33 km².

Geographie

Lage

Thalkleinich liegt im Hunsrück zwischen dem Tal der Mittelmosel in westlicher und der Hunsrückhöhenstraße in östlicher Richtung. Politisch gehört der Ortsteil der Gemeinde Kleinich in der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues an, die einen Teil des Landkreises Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz bildet. Nächstgelegene Mittelzentren sind Traben-Trarbach (acht Kilometer nordnordwestlich) und Bernkastel-Kues (acht Kilometer westnordwestlich), die Kreisstadt Wittlich liegt 22 Kilometer nordwestlich. Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist acht Kilometer nordöstlich gelegen. Die Gesamtfläche der Gemarkung Thalkleinich beträgt 2,33 km²,<ref name="Gemeindelexikon" /> Nachbargemarkungen sind – im Uhrzeigersinn und im Norden beginnend – Beuren (Gemeinde Irmenach), Hirschfeld (Hunsrück), Oberkleinich, Kleinich und Fronhofen (jeweils Gemeinde Kleinich).

Klima

Zwischen Januar 1931 und November 2007 betrieb der Deutsche Wetterdienst im Hauptort Kleinich auf 437,5 m ü. NHN eine Station zur Niederschlagsmessung (Lage

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   |name=Wetterstation Kleinich
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  }}).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Komplette Liste aller DWD-Stationen. (Memento vom 26. Oktober 2015 im Internet Archive) In: imkhp2.physik.uni-karlsruhe.de, abgerufen am 1. September 2016.</ref> Seit Februar 2008 befindet sich in der Kleinicher Ortslage auf einer Höhe von 447 m ü. NHN eine hydrometeorologische Station des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (Lage
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   |name=Hydrometeorologische Station Kleinich
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  }}).<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Hydrometeorologische Station Kleinich (Memento vom 13. September 2016 im Internet Archive). In: am.rlp.de, abgerufen am 1. März 2015.</ref>


Langjähriger Mittelwert (1981–2010) der Niederschläge für Kleinich
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Niederschlag (mm) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Σ Vorlage:Klimatabelle/Format
Quelle: Deutscher Wetterdienst, abgerufen am 1. September 2016.

Die nächstgelegene Wetterstation zur Messung von Temperatur und Sonnenstunden befindet sich in Hahn etwa neun Kilometer nordnordöstlich von Thalkleinich auf einer Höhe von 497 m ü. NHN.


Langjähriger Mittelwert (1981–2010) der Durchschnittstemperaturen und Sonnenscheindauer für Hahn
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format 8,2
Sonnenstunden (h/d) Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format Vorlage:Klimatabelle/Format
Quelle: Deutscher Wetterdienst (Temperatur, Sonnenstunden), abgerufen am 1. September 2016.

Geschichte

Datei:KleinichKircheCa1913.jpg
Blick von Thalkleinich aus (Vordergrund) auf die Kleinicher Pfarrkirche (um 1913)

Vermutlich gab es in Thalkleinich bereits zu römischer Zeit eine Hofstelle. Das heutige Dorf wird 1390 erstmals als „in dem dale zu Kleinche“ erwähnt, 1399 als „ym dale zu Cleyniche“ und 1421 als „Cleynche ymme dale“ bezeichnet. 1790 nannte sich die Siedlung „Kleinicher Tal“.<ref name="Zimmermann" /> Der Name „Thalkleinich“ wurde vermutlich erst nach 1800 gebräuchlich. Das Dorf wurde zu jener Zeit von Kleinich aus besiedelt, als das Hochgericht noch nicht als abgegrenzter Rechtsbezirk bestand.

Über Jahrhunderte hatte Thalkleinich eine enge Beziehung zu Irmenach und Beuren. Diese drei Orte bildeten eine Einheit, die sog. „Großgemeinde Irmenach“, die erst 1828 endgültig aufgelöst wurde.

In der Zeit der Weimarer Republik gehörte die Landwirtschaftsgemeinde Thalkleinich der niedrigsten Ortsklasse D an, die Gemeindevertretung umfasste sechs Sitze.<ref name="Handbuch">Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen. Berlin 1931.</ref>

Am 15. Mai 1936 wurde der Ortsname von Thal-Cleinich in Thalkleinich umgewandelt, der Ort gehörte dem Landkreis Zell (Mosel) an. Durch die Eingemeindung in die bestehende Gemeinde Kleinich am 7. Juni 1969 wechselte die Zuständigkeit zur Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues im neugegründeten Landkreis Bernkastel-Kues.<ref>Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Gemeindeverzeichnis 2016. In: statistik.rlp.de (Statistische Bände, Band 407), S. 184 (PDF; 2,9 MB).</ref> Durch die Umgliederung bedingt wechselte der Ort gleichzeitig vom Regierungsbezirk Koblenz in den Regierungsbezirk Trier.

Die SWR-Sendereihe Hierzuland drehte im August 2016 in Thalkleinich, nach Fronhofen (Oktober 2009)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Fronhofen (Memento vom 13. September 2016 im Internet Archive) auf der Webseite der SWR-Sendereihe Hierzuland, abgerufen am 1. September 2016.</ref> und der Kleinicher Ortsstraße (November 2013)<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Ortsstraße in Kleinich (Memento vom 27. Oktober 2016 im Internet Archive) auf der Webseite der SWR-Sendereihe Hierzuland, abgerufen am 1. September 2016.</ref> die dritte Episode über einen Teil der Gemeinde Kleinich, die Ausstrahlung erfolgte am 9. September 2016.

Gerichtszuständigkeit

Nach Gründung des Département de Rhin-et-Moselle im Jahr 1798 gehörte Thalkleinich zum Justice de paix (ab 1821 Friedensgericht) Trarbach, im Jahr 1879 wurde das Amtsgericht Trarbach (ab 1904 Traben-Trarbach) eingerichtet.<ref>Dieter Strauch: Rheinische Gerichte in zwei Jahrhunderten. Droste Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-7629-1, S. 424.</ref> Im Juni 1923 kam Thalkleinich zum Amtsgerichtsbezirk Kirchberg, der 1967 aufgelöst wurde und dem Amtsgericht Simmern/Hunsrück zukam.<ref>Dieter Strauch: Rheinische Gerichte in zwei Jahrhunderten. Droste Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-7629-1, S. 337–338.</ref> Zum 1. April 1971 wurde der Ort dem Amtsgericht Bernkastel-Kues (LG Trier, OLG Koblenz) zugelegt.<ref>Dieter Strauch: Rheinische Gerichte in zwei Jahrhunderten. Droste Verlag, Düsseldorf 2007, ISBN 978-3-7700-7629-1, S. 273, 417.</ref> Die Neuordnung der Gerichtsbezirke im Jahr 1971 war Gegenstand einer Entscheidung des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 12. November 1979; die Umgliederung Thalkleinichs war dabei entscheidungserheblich.<ref>BGH, Beschluss vom 12. November 1979, Az. AnwZ (B) 15/79, MDR 1980, 397 (Rn. 6).</ref>

Religion

Früher war der Ort wegen des protestantischen Grafen von Sponheim evangelisch geprägt, 2008 waren 65,9 Prozent der Einwohner evangelischen Glaubens.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1835<ref name="Mützell">Vorlage:Wörterbuch Preußischer Staat</ref> 90
1858<ref>Statistische Nachrichten über den Regierungs-Bezirk Coblenz. Coblenz 1861, S. 102 (online).</ref> 95
1885<ref name="Gemeindelexikon" /> 99
1908<ref name="Zimmermann" /> 102
1910<ref>Landkreis Zell. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. Januar 2025; abgerufen am 28. Februar 2026.</ref> 89
1913<ref>Meyers Orts- und Verkehrs-Lexikon des Deutschen Reichs. Zweiter Band. Leipzig 1913, S. 942.</ref> 89
1918<ref>Führer durch die Verwaltung der Rheinlande von einst und jetzt. Düsseldorf 1918, S. 82 (online).</ref> 90
Jahr Einwohner
1926<ref>Adressbuch für den Bezirk der Industrie- und Handelskammer zu Coblenz. Düsseldorf 1926, S. XXXVI (online).</ref> 99
1931<ref name="Handbuch" /> 95
1933<ref name="Verwaltungsgeschichte">Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref> 94
1939<ref name="Verwaltungsgeschichte" /> 96
um 1980 etwa 65
2008<ref name="Zimmermann" /> 42
2016<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Thalkleinich (Memento vom 13. September 2016 im Internet Archive) auf der Webseite der SWR-Sendereihe Hierzuland, abgerufen am 5. September 2016.</ref> etwa 30

Politik

Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister bis zur Eingemeindung 1969, seither als Ortsvorsteher.<ref name="Zimmermann" /> Während der Weimarer Republik wurde der Ortsbürgermeister auch als „Gemeindevorsteher“ bezeichnet.<ref name="Handbuch" />

Zeit Ortsbürgermeister
1900–1910 Wilhelm Kirst
1910–1914 Hermann Neusius
1914–1919 Adolf Schmidt (stellvertretend)
191900000 Hermann Neusius
1919–1923 Oskar Neu
1923–1924 Wilhelm Weirich
Zeit Ortsbürgermeister
1924–1945 Ernst Bohr
1945–1946 Hermann Kirst
1946–1951 August Schug
1951–1956 Albert Klei
1956–1960 Fritz Gerhardt
1960–1969 Otto Schug
Zeit Ortsvorsteher
1969–1999 Günter Schell
1999–2015 Edgar Kleinmann
2015–2019 Dietmar Kirst<ref>Ortsvorsteherwahl 2015. In: wahlen.rlp.de, abgerufen am 1. September 2016.</ref>
2019–0000 Wilfried Kirst

Der amtierende Ortsvorsteher Wilfried Kirst wurde in der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates von Kleinich am 17. Juni 2019 erstmals gewählt<ref>Information über die konstituierende Sitzung des Gemeinderates der Ortsgemeinde Kleinich am Montag, dem 17. Juni 2019. In: Mittelmosel-Nachrichten, Ausgabe 26/2019. Linus Wittich Medien GmbH, abgerufen am 22. Dezember 2020.</ref> und in der folgenden Wahlperiode am 9. Juli 2024 vom Gemeinderat für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.<ref>Aus der konstituierenden Sitzung vom 09.07.2024. In: Mittelmosel-Nachrichten, Ausgabe 33/2024. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 31. Dezember 2024.</ref>

Wappen

Aufgrund der Zugehörigkeit des Ortes zum Landkreis Zell vor der kommunalen Gebietsreform 1969, liegt für Thalkleinich als einziger Kleinicher Ortsbezirk kein amtliches Wappen vor. Das nebenstehende Wappen findet seit dem Jahr 2000 Verwendung auf der Gemeindefahne<ref>Kleinich municipality (Germany). In: crwflags.com, abgerufen am 1. September 2016.</ref> sowie auf der Webseite der Grundschule Kleinich<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Das Kirchspiel Kleinich. (Memento vom 20. Februar 2001 im Internet Archive) In: gskleinich.bildung-rp.de.</ref> und in der Gemeindechronik.<ref name="Zimmermann" />

Datei:Wappen Thalkleinich.svg
Blasonierung: „Über grünem Schildfuß, darin eine silberne Wassermühle, dreireihig geschacht von Silber und Rot.“
Wappenbegründung: Das Schachbrettmuster im oberen Teil weist auf die Zugehörigkeit zur Hinteren Grafschaft Sponheim hin. Der untere Teil zeigt in eine Mühle am Kleinicher Bach, die grüne Farbe verweist auf die Landwirtschaft.

Kulturdenkmäler

Datei:Thalkleinich 20160902 182528.jpg
Denkmalgeschützter Ortskern von Thalkleinich mit den unter Schutz stehenden Nummern 8, 16 und 18 und dem Dorfplatz im Ortsmittelpunkt (2016)

Der Thalkleinicher Ortskern bildet wegen seiner ungewöhnliche Dichte an historischen Hofanlagen, die überwiegend aus dem 19. Jahrhundert stammen, eine sogenannte Denkmalzone. Neben dieser gemeinsamen Unterschutzstellung von sieben Anlagen sind die Gebäude mit den Hausnummern 8, 9, 16, 18 und 20 zusätzlich als Einzelbauwerk geschützt, ebenso wie das Backhaus.<ref>Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Bernkastel-Wittlich (PDF; 6,8 MB). Mainz 2016.</ref>

Weblinks

Commons: Thalkleinich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Erik Zimmermann: Das Kirchspiel Kleinich. Neun Dörfer im Hunsrück. Ortsgemeinden Kleinich und Hochscheid (Hrsg.), Kleinich 2009, ohne ISBN.

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende