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Burg Friedelsheim

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 21. April 2026 um 07:50 Uhr durch imported>Z thomas (HC: −Kategorie:Friedelsheim; ±Kategorie:Kulturdenkmal im Landkreis Bad DürkheimKategorie:Kulturdenkmal in Friedelsheim).
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Datei:Schloss Friedelsheim um 1710.jpg
Schloss Friedelsheim unter den Grafen von Wiser, um 1710
Datei:Friedelsheim südliches Schlosstor.JPG
Das südliche Schlosstor der ehemaligen Burg Friedelsheim
Datei:Friedelsheim 1983 Turm.jpg
Friedelsheim, Überreste des Burgturmes, vor der Restaurierung 1983
Datei:Mennonitenkirche Friedelsheim.JPG
Ansicht auf Mennonitenkirche (links) und Bergfried von der Burgstraße

Burg Friedelsheim war eine rechteckige Niederungsburg,<ref>Günter Stein: Burgen und Schlösser in der Pfalz. ISBN 3-426-04405-6, S. 98</ref> die ab 1575 zum Schloss ausgebaut wurde. Das Bauwerk wurde 1794 zerstört, die Ruine liegt in der heutigen Ortsgemeinde Friedelsheim im Landkreis Bad Dürkheim in Rheinland-Pfalz.

Geschichte

Aufgrund des noch vorhandenen Baubestandes wird vermutet, dass die Burg bereits im 13. oder 14. Jahrhundert durch die Herren von Bolanden erbaut wurde. Die erste urkundliche Erwähnung der Burg war jedoch erst 1418 im Besitz des Johann von Derne. Im Jahr 1433 wurde ein kurpfälzischer Amtmann auf der Burg eingesetzt. Pfalzgraf Friedrich I. verkaufte 1462 das Schloss an den neuen Besitzer, den Limburger Abt Heinrich Ulner von Dieburg. Nach Zerstörung der Abtei Limburg verkaufte Abt Machar Wais von Fauerbach die Liegenschaft 1508 an Hans VIII. von Hirschhorn, um damit den geplanten Neubau seines Klosters in Wachenheim zu finanzieren.<ref>Franz Xaver Remling: Urkundliche Geschichte der ehemaligen Abteien und Klöster im jetzigen Rheinbayern, Band 1, S. 141, Neustadt an der Haardt, 1836; (Digitalscan)</ref> Pfalzgraf Johann Kasimir ließ ab 1575 die Burg aufwändig um- und ausbauen. Er errichtete ein neues Renaissanceschloss.

Im Dreißigjährigen Krieg eroberten spanische Truppen 1632 das Schloss und schwedische Truppen kurz darauf. Dabei wurde das Schloss bei Bränden schwer beschädigt. Zur fast vollständigen Zerstörung kam es 1689 durch französische Truppen im Pfälzischen Erbfolgekrieg.

Im Jahr 1698 wurde Franz Melchior von Wiser (1651–1702) mit Friedelsheim belehnt. Nachdem sein Sohn Franz Joseph von Wiser (1679–1755) auf den Fundamenten des niedergebrannten Schlosses einen barocken Nachfolgebau<ref>Arndt Hartung: Pfälzer Burgenrevier. ISBN 3-9801043-0-3, S. 69</ref> errichtet hatte, kam es 1708/09 zur Erbteilung der Grafen von Wiser, wobei das Schloss Friedelsheim in den Besitz der von Franz Joseph begründeten Linie Wiser-Siegelsbach kam.

Das Schloss wurde 1794 im Ersten Koalitionskrieg niedergebrannt.<ref>Jürgen Keddigkeit: Pfälzisches Burgen-Lexikon. Teil II: F–H. ISBN 3-927754-48-X, S. 139–146</ref><ref>Verbandsgemeindeverwaltung Wachenheim: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Chronik Friedelsheims. (Memento vom 21. März 2016 im Internet Archive)</ref>

Heute sind nur noch wenige Mauerreste und der Burgturm von der einstigen mittelalterlichen Burg sichtbar. Von den Schlössern nur noch Portale, Mauerreste und Teile des breiten Grabens. Der heute ca. 16 m hohe Turm wurde 1986/87 restauriert, wobei er eine Außentreppe zur neu angelegten Aussichtsplattform und ein neues Dach erhielt.<ref name="Tafel" />

Im Bereich der Burg befindet sich außerdem eine Mennonitenkirche. Diese wurde 1836–1838 erbaut. 2004 erfolgte eine umfangreiche Sanierung mit Umbau. Ein Wohngebäude im Burgbereich dient der Mennonitengemeinde heute als Pfarrhaus.

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="Tafel">Foto der Informationstafel an der Aussichtsplattform, auf commons.wikimedia.org</ref> </references>

Koordinaten: 49° 26′ 51,2″ N, 8° 13′ 13,3″ O

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