Zum Inhalt springen

Niedersachsenstein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 22. Juli 2025 um 11:30 Uhr durch imported>Meunier (Geschichte und Beschreibung: 'Das Monument war 1921 sanierungsbedürftig', gelöscht, weil vlt. Tippfehler, war es 2021?).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Niedersachsenstein Worpswede.jpg
Niedersachsenstein (2007)

Der Niedersachsenstein am Weyerberg in der niedersächsischen Gemeinde Worpswede wurde im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts gebaut.

Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz (siehe auch Liste der Baudenkmale in Worpswede).

Geschichte und Beschreibung

Worpswede im Teufelsmoor wurde 1218 erstmals als Besitz des Klosters Osterholz erwähnt. 1889 entstand die Künstlerkolonie Worpswede mit prominenten Mitgliedern wie Otto Modersohn (1865–1943) und Paula Modersohn-Becker (1876–1907).

1914 zog der Architekt Bernhard Hoetger nach Worpswede, verbrachte hier mehrere Jahre und prägte die Architektur des Ortes. Eines der ersten Objekte, das er hier 1914 in Angriff nahm, war das monumentale Denkmal auf dem Weyerberg, das zunächst als Siegerdenkmal für den Ersten Weltkrieg konzipiert war.

Datei:Worpswede Weyerberg Niedersachsenstein Juli-2015 IMG 5372.JPG
Niedersachsenstein: Rückansicht

Das 18 Meter hohe Monument aus Ziegelsteinen in stilisierter Form eines Adlers wurde dann 1921/22 als Ehrenmal für die Gefallenen aus der Region des Ersten Weltkriegs durch Hoetger im Stil des Backsteinexpressionismus errichtet. Am Fuß befinden sich über 170 Findlinge mit den Namen der Gefallenen.<ref>Beschreibung/Bilder im Denkmalatlas Niedersachsen</ref>

Als einzige expressionistische Großplastik Deutschlands ist sie von besonderer kunsthistorischer Bedeutung.<ref>Niedersachsenstein bei kulturland-teufelsmoor.de.</ref> Errichtet in einer Zeit großer Armut war sie seinerzeit umstritten, und heute wegen der ursprünglich zugedachten Funktion als Kriegsdenkmal.<ref>Dietrich Schubert: Die Wandlung eines expressionistischen Krieger-Denkmals. Bernhard Hoetgers „Niedersachsenstein“ 1915–1922. (= Wallraf-Richartz-Jahrbuch. Band 44). 1983 (Digitalisat [PDF; 14,4 MB] S. 285–306).</ref> Im Sockel befinden sich drei Räume. Sie wurden in der Nachkriegszeit von einer Flüchtlingsfamilie bewohnt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz kündigte 2024 an: „Restaurierung der Ziegelsteinflächen steht an“.

Das Landesdenkmalamt befand u. a.: „… bedeutender Teil des Gesamtwerks des überregional bekannten Künstlers Hoetger …“

Hoetger entwarf in Worpswede das Landhaus Brunnenhof (1914), den Niedersachsenstein (1922), die Töpferei (1921), die Kunsthütte (1921), Haus Hoetger (1922), das Kaffee Worpswede (1925), das Logierhaus (1926) und die Große Kunstschau Worpswede (1927).

Literatur

  • Donata Holz, Hans Ganten (Herausgeber): Der Niedersachsenstein in Worpswede. Worpswede 2001.

Weblinks

Commons: Niedersachsenstein (Worpswede) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Koordinaten: 53° 13′ 23,9″ N, 8° 0′ 0″ O

 {{#coordinates:53,223315|8|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-NI
   |type=landmark
  }}