Wustendorf
Wustendorf Gemeinde Bruckberg
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(47)&title=Wustendorf 49° 20′ N, 10° 41′ O
{{#coordinates:49,338055555556|10,683611111111|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Wustendorf | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 361 (358–373) m ü. NHN | |||||
| Einwohner: | 47 (25. Mai 1987)<ref name="OV 1987"/> | |||||
| Postleitzahl: | 91590 | |||||
| Vorwahl: | 09802 | |||||
Wustendorf (fränkisch: Wiastndorf<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 208. Dort folgendermaßen transkribiert: „wīəstndorf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Bruckberg im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Wustendorf liegt in der Gemarkung Bruckberg.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref>
Geografie
Durch das Dorf fließt der Haselbach und der Dürrnbach, der dort als linker Zufluss in den Haselbach mündet. 0,5 km südwestlich des Ortes liegen der Buchenwald und der Kindlerswald. Durch den Ort verläuft die Kreisstraße AN 10, die nach Adelmannssitz (1,1 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 2246 bei Neubruck führt (0,5 km nordwestlich). Über eine Gemeindeverbindungsstraße gelangt man nach Vestenberg (1 km südöstlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 14. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1233 als „Wunsendorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unklar. 1416 wurde er „Wuschöndorff“ genannt, 1433 „Wuschendorff“ und 1502 „Wustendorff“.<ref>E. Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. S. 208.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Wustendorf neun Anwesen (2 Höfe, 5 Söldengüter, 1 Mühle, 1 Tropfhaus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über die Anwesen hatte das Rittergut Frohnhof der Herren von Eyb.<ref name="J934">M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 934.</ref> Es gab zu dieser Zeit acht Untertansfamilien.<ref>Johann Bernhard Fischer: Wüstendorf b. Groshaslach. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC 159872968, S. 29 (Digitalisat).</ref><ref>J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Bd. 6, Sp. 492.</ref> Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 981.</ref>
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Wustendorf dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Vestenberg und der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Vestenberg zugeordnet.<ref>Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 961.</ref><ref>Nach Konrad Rosenhauer u. a. (Hrsg.): Der Landkreis Ansbach. Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft Hoeppner, Aßling-Pörsdorf 1964, DNB 450093387, OCLC 17146040, S. 11. soll Wustendorf ursprünglich zur Gemeinde Großhaslach zugehörig gewesen sein und dann am 27. August 1833 nach Bruckberg umgemeindet worden sein. Bei M. Jehle findet sich dergleichen nichts. Es wird auch durch die einschlägigen Ortsverzeichnisse nicht bestätigt.</ref> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Wustendorf nach Bruckberg umgemeindet.<ref>M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach. Bd. 2, S. 947.</ref><ref>Bruckberg (Mittelfranken) > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 21. Februar 2025.</ref>
Baudenkmäler
- Wassermühle, bezeichnet 1751: zweigeschossiger Bau mit Satteldach und Stichbogenportal<ref>G. P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach. S. 159. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Brücke<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Bruckberg (Mittelfranken) (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Keller<ref name="Denkmalliste"/>
Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Maria (Großhaslach) gepfarrt.<ref name="J934"/><ref name="OV 1961"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Bonifatius (Dietenhofen) gepfarrt.<ref>Pfarrverband Heilsbronn. In: bistum-eichstaett.de. Abgerufen am 14. März 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Wüstendorf. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 492 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, OCLC 872378821, S. 208.
- Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 159.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Wustendorf in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Wustendorf im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />