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Klatschspiel

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Klatschspiel ist ein Oberbegriff für viele Arten von Kinderspielen, die durch das Klatschen der eigenen oder der Hände eines Partners gespielt werden.

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Kinder beim Klatschspiel

Ablauf

Oft werden dabei Reime aufgesagt oder Spiellieder gesungen, weshalb die Klatschspiele manchmal auch „Reimspiele“ genannt werden. Meist werden Klatschspiele zu zweit gespielt, indem sich die Partner gegenüberstehen und in verschiedenen Variationen in die Hände klatschen. Je nach Geschicklichkeit und gegenseitigem Verstehen klatscht man auch auf Oberschenkel, auf die Wange, über dem Kopf oder gegenseitig links, rechts oder zusammen, gegenseitig über Kreuz usw.

Ein rhythmisch dabei aufgesagter Kinderreim, der zum Teil überliefert oder selbst erdacht wurde und an Abzählreime erinnert, dient der Einhaltung der Klatschgeschwindigkeit. Manche Klatschspiele werden neben dem Händeklatschen je nach Reim auch durch darstellende Bewegungen des jeweiligen Verses ausgeführt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bl.uk</ref> Ein bekanntes Klatschspiel mit einem Nonsenstext ist beispielsweise "Em pom pie".

Verbreitung

Derartige Spiele scheinen weltweit verbreitet zu sein.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 21. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bl.uk</ref> So schreibt G. Koch 1963 im Begleitmaterial zu seinem filmischen Forschungsdokument Mikronesier (Gilbert-Inseln, Nonouti), Kinderspiele:

Meist sitzen dann zwei Mädchen...einander gegenüber, singen ein altes Kinderlied und schlagen ihre Handflächen gegenseitig ineinander, in wechselnder Folge, doch im Rhythmus des Liedes. Zu jedem dieser Lieder gehört eine andere Schlagfolge, die auch das Schlagen eigener Körperteile einschließen kann.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 1. Februar 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.iwf.de</ref>

Beispiel

Bei Mül - lers hat's ge - brannt, brannt, brannt,
da bin ich hin - ge - rannt, rannt, rannt,
da kam ein Po - li - zist, zist, zist,
der schrieb mich auf die List, List, List,
die List fiel in den Dreck, Dreck, Dreck,
da war mein Na - me weg, weg, weg,
da lief ich schnell nach Haus, Haus, Haus,
und die Ge - schicht war aus, aus, aus.

Siehe auch

Literatur

  • "Als Susi noch ein Baby war..." - Kindereigene Klatschspiele, Gesangsspiele und Tänze, (original: "When Susi was a baby..." - Children's Own Clapping Games, Singing Games and Dances), Filmserie von Segler, Helmut und Kleindienst-Andrée, Dore, 1997
  • Peter Rühmkorf: Über das Volksvermögen, Rowohlt 2008, Reinbek bei Hamburg 1969, ISBN 978-3-499-11180-8

Weblinks

Einzelnachweise

<references />