Faucaria
<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />
| Faucaria | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Datei:Faucaria tigrina Blüte 006.png
Faucaria tigrina | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Faucaria | ||||||||||||
| Schwantes |
Faucaria ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae). Der botanische Name der Gattung leitet sich vom lateinischen Substantiv „faux“ für „Rachen“ ab und verweist auf die gezähnten Blätter der Gattung, die wie ein geöffneter, gezähnter Tierrachen aussehen.
Beschreibung
Die Pflanzen der Gattung Faucaria wachsen kompakt. Einige Arten bilden mit dem Alter kurze dicke Rhizome aus, andere besitzen etwas dicke Pfahlwurzeln. Ihre dunkelgrünen, gelbgrünen, rötlich purpurfarbenen oder selten bläulichen Laubblätter sind breit dreieckig. Die Blattränder sind weiß und knorplig, deutlich gezähnt oder selten glatt. Bei einigen Arten sind die Zähne verlängert und enden in einem dünnen Faden. Die Epidermis ist glatt und nur selten mit Erhebungen versehen.
Die einzelnen hochblattlosen Blüten sitzen zwischen den Blättern. Es sind fünf Kelchblätter vorhanden. Ihre Kronblätter sind gelb bis goldgelb. Fadenförmige Staminodien fehlen. Die gelben Staubfäden sind an der Basis häufig weiß. Die Narben stehen so hoch wie die Staubblätter lang sind. Es sind fünf Nektarien vorhanden.
Die fünf- (selten sechs-) fächrigen Kapselfrüchte sitzen an bis zu 3,5 Millimeter langen Stielen. Sie sind seitlich zusammengedrückt, an der Basis breit glockenförmig und an der Spitze entweder nahezu halbkugelförmig oder nahezu kegelförmig. Die Klappen der Frucht besitzen sehr breite Klappenflügel, die sich nur einmal öffnen. Die dunkelbraunen, birnenförmigen bis tetraedrischen Samen sind 1,4 bis 1,7 Millimeter lang und 0,9 bis 1,4 Millimeter breit.
Systematik und Verbreitung
Das Verbreitungsgebiet der Gattung Faucaria erstreckt sich in Südafrika von den westlichen Distrikten der Provinz Westkap durch Teile der Provinz Ostkap. Die Pflanzen wachsen häufig unter Sträuchern auf steinigem Boden und nur selten in Lehm. Die Niederschlagsmenge in den Monaten März und November beträgt mehr als 200 Millimeter.
Die Erstbeschreibung erfolgte 1926 durch Gustav Schwantes.<ref>Gustav Schwantes: Zur Systematik der Mesembrianthemen. In: Zeitschrift für Sukkulentenkunde. Band 2, S. 176, Berlin 1926.</ref> Der Holotypus ist Faucaria tigrina. Nach Heidrun Hartmann umfasst die Gattung Faucaria die folgenden Arten:<ref>Heidrun E. K. Hartmann (Hrsg.): Illustrated Handbook of Succulent Plants: Aizoaceae. 2. Auflage. Springer Verlag, Berlin/Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-49260-4, S. 591–597, doi:10.1007/978-3-662-49260-4_59.</ref>
- Faucaria bosscheana <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Berger) Schwantes
- Faucaria britteniae <templatestyles src="Person/styles.css" />L.Bolus
- Faucaria felina <templatestyles src="Person/styles.css" />(Weston) Schwantes
- Faucaria gratiae <templatestyles src="Person/styles.css" />L.Bolus
- Faucaria nemorosa <templatestyles src="Person/styles.css" />L.Bolus ex L.E.Groen
- Faucaria subintegra <templatestyles src="Person/styles.css" />L.Bolus
- Faucaria tigrina <templatestyles src="Person/styles.css" />(Haw.) Schwantes
- Faucaria tuberculosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rolfe) Schwantes
Nachweise
Literatur
- Gideon Smith u. a.: Mesembs of the World: Illustrated Guide to a Remarkable Succulent Group. Briza Publications 1998, S. 184–186, ISBN 1-875093-13-3
- Heidrun E. K. Hartmann: Illustrated Handbook of Succulent Plants: Aizoaceae F-Z, Springer Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 2001, S. 23–26, ISBN 3-540-41723-0
Einzelnachweise
<references />