Zum Inhalt springen

Landhaus Kurt Keller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. September 2025 um 08:42 Uhr durch imported>Luitold (HC: Entferne Kategorie:Erbaut in den 1900er Jahren; Ergänze Kategorie:Erbaut 1909).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Das Landhaus für Kurt Keller liegt im Stadtteil Niederlößnitz des sächsischen Radebeul, in der Terrassenstraße 1. Das Gebäude wurde von dem Chemnitzer Architekten Otto Stäber 1908/1909 für den Rentier Kurt Keller errichtet.

Datei:Radebeul Landhaus Kurt Keller.jpg
Landhaus Kurt Keller

Beschreibung

Das „malerisch bewegte Landhaus mit sehr unterschiedlich gebildeten Ansichten“<ref></ref> liegt in einer Hanglage, inmitten des Denkmalschutzgebiets Historische Weinberglandschaft Radebeul. Das Eckgrundstück entsteht durch die dort abknickende Terrassenstraße.

Der eingeschossige Putzbau hat ein Souterraingeschoss zum Hang hin sowie ein stark ausgebautes, abgeplattetes Walmdach. Dieses ist mit Biberschwänzen gedeckt und wird auf der Traufunterseite durch Untertraufmalerei verziert.<ref name="lohse">Dietrich Lohse: Noch ein spezielles Kapitel: Untertraufmalerei in Radebeul. In: Vorschau & Rückblick; Monatsheft für Radebeul und Umgebung. Radebeuler Monatshefte e.V., Oktober 2010, abgerufen am 12. Oktober 2011 (Mit einem Detailfoto der Untertrauf-Malerei).</ref>

Der mitsamt Einfriedung und Pforte denkmalgeschützte<ref>Vorlage:Denkmaldatenbank des Landes Sachsen</ref> Bau hat in der Hauptansicht einen polygonalen, zweigeschossigen Mittelrisaliten mit Zeltdach, in beiden Seitenansichten befinden sich mansardartig geknickte Giebel und in der Rückansicht steht ein Zwerchhaus mit einem hohen dreieckigen Giebel.

In der rechten Seitenansicht befindet sich vor dem Giebel ein Eingangsvorbau, obenauf mit einem Austritt aus dem Dach. In der linken Seitenansicht finden sich eine Terrasse sowie ein Söller vor einer Loggia. Die Fenster auf allen Seiten haben unterschiedliche Formen bis hin zu Ovalfenstern.

Geschichte

Kurt Keller, auch Curt Richard Georg Eduard Keller-Hartmann (* 16. April 1861 in Chemnitz; † 4. Februar 1915 in Niederlößnitz)<ref>Sterberegister des Standesamtes Kötzschenbroda Nr. 22/1915</ref> ließ sich, aus Weimar zuziehend, in Niederlößnitz einen Ruhesitz errichten. Im Niederlößnitzer Adressbuch taucht dabei der Name Kurt Keller (Rentier) erstmals 1912 auf, ab 1913 der Doppelname Keller-Hartmann. Der Sohn des Königlich-Sächsischen Kommerzienrates Georg Eduard Keller († Dresden) und seiner Ehefrau Laura Colestine Keller-Hartmann, geb. Hartmann (Schwester von Gustav Hartmann), war damit ein Enkel des bedeutenden sächsischen Industriellen und Eisenbahnpioniers Richard Hartmann. Nach dem frühen Tod seiner Braut blieb Kurt Keller ledig und betrieb das väterliche Rittergut in Löbau.<ref>Achim Dresler (Hrsg.); Uwe Fiedler (Hrsg.); Gert Richter (Hrsg.); Jörn Richter (Hrsg.): Mythos Hartmann: Zum 200. Geburtstag des Sächsischen Lokomotivenkönigs Richard Hartmann. Verlag Heimatland Sachsen, Chemnitz, 2009, ISBN 978-3-910186-72-9, S. 45.</ref>

Ab 1916 taucht als neuer Hausbesitzer Eduard Keller-Hartmann auf, Fabrikbesitzer in Ziegenrück, wohnhaft jedoch in Großenhain.<ref>Schriftliche Informationen des Stadtarchivs Radebeul vom 28. Oktober 2010.</ref>

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references /> Koordinaten: 51° 6′ 50″ N, 13° 39′ 5″ O

 {{#coordinates:51,113888888889|13,651388888889|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-SN
   |type=landmark
  }}