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Alignement von Stantari

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Datei:Megawal136.png
Zeitstellung korsischer Megalithen

Das megalithische Alignement de Stantari liegt auf der französischen Mittelmeerinsel Korsika nahe dem Dolmen von Fontanaccia und dem Alignement von Renaggiu im Süden der Gemeinde Sartène.

Beschaffenheit

Die in die Bronzezeit zwischen 1500 und 1000 v. Chr. datierten beiden Steinreihen, bestehen aus mehr als 20 wieder aufrecht gestellten Menhiren bzw. Statuenmenhiren.<ref>Baedeker Korsika in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.</ref>

Ihre Frontseite ist nach Osten gerichtet. Die lange unter einer alten Mauer verborgenen Steine wurden durch die Ausgrabungen von Roger Grosjean 1964 freigelegt. Die beiden von Grosjean nach dem nahe gelegenen Ort Cauria als „Cauria II“ (2,78 m hoch) und „Cauria IV“ (2,91 m hoch) bezeichneten Statuen im nördlichen Bereich der Steinreihe gehören zu den größten auf Korsika. Es sind die einzigen Statuenmenhire mit angedeuteten Armen und Händen. Als Attribut erkennt man ein „Dolchschwert“, das in einem Gehänge auf der Brust mit Schultergurt getragen wird. An das Schwert schließt sich eine Art Lendenschurz an, der auf der Rückseite des Menhirs ein krummes Linienmotiv bildet.

Die vertikalen Gravuren auf der Rückseite werden als Wirbelsäule oder Gurte des Schwertgehänges interpretiert. Interessant sind die beiden Eintiefungen (mit einem Durchmesser von 7 cm, bei einer Tiefe von 3 cm) an den Seiten des Kopfes oberhalb der Stirn. Nach Grosjean dienten sie zur Befestigung von Hörnern, so dass es sich um ein Bukranion handelt<ref>La Corse avant Prehistoire, S. 69</ref>. Rote Farbspuren an Cauria II und IV deuten neben anderen Hinweisen darauf hin, dass diese und andere Menhirstatuen mit rotem Ocker bemalt waren. Die beiden Statuen wurden bezüglich Kleidung und Bewaffnung mit Seevölker-Darstellungen in Ägypten verglichen und als Indiz dafür angesehen, dass die Schardana aus Sardinien stammten, da die Kultur der auf Cauria II und IV dargestellten „Torre-Leute“ Parallelen mit der gleichzeitigen Sardiniens zeige.<ref>August Strobel: Der spätbronzezeitliche Seevölkersturm. Ein Forschungsüberblick mit Folgerungen zur biblischen Exodusthematik (= Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft. Beihefte. 145). Walter de Gruyter, Berlin u. a. 1976, ISBN 3-11-006761-7, S. 198 f.</ref>

Siehe auch

Literatur

  • Eugène Bonifay (Hrsg.): Préhistoire de la Corse. Centre Regional de la Documentation Pédagogique, Ajaccio 1990, ISBN 2-86620-50-3
  • Andre d’Anna: Les statues-menhirs de Corse : chronologie et contextes, l’exemple de Cauria
  • Florian Soula: Le phénomène des pierres dressées en Corse: chronologie, rôles, significations et perspectives

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: I Stantari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 41° 31′ 49″ N, 8° 55′ 17″ O

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