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Flughafen Gliwice

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Flughafen Gliwice
Datei:Gliwice-Trynek-take off.jpg
Kenndaten
ICAO-Code EPGL
Koordinaten 50° 16′ 9″ N, 18° 40′ 22″ OKoordinaten: 50° 16′ 9″ N, 18° 40′ 22″ O
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Höhe über MSL 254 m  (833 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 3 km südlich von Gliwice
Basisdaten
Eröffnung 1916
Fläche 117 ha
Start- und Landebahn
09/27 770 m Gras

Der Flughafen Gliwice befindet sich im Stadtteil Trynek (Trinneck) der polnischen Stadt Gliwice (Gleiwitz). Heute dient der Flugplatz vor allem dem dort ansässigen Aeroklub Gliwicki.

Geschichte

Seit 1914 bestand in Gleiwitz-Schönwald ein „Fluggelände mit Schuppen“, das im Ersten Weltkrieg zu einer militärischen Fliegerstation ausgebaut wurde.<ref name="Zapf, Flugplätze">Jürgen Zapf: Flugplätze der Luftwaffe 1934–1945. Lexikon aller Fluplätze von A–Z. VDM, Zweibrücken 2010, ISBN 978-3-86619-054-2, S. 151.</ref> Der Flughafen Gleiwitz wurde 1916 mit einer Fläche von 117 ha für zivile und militärische Nutzung eröffnet.<ref name=gliwi>Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Gliwicki lotnisko.] , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 29. November 2009 (polnisch).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> Der Flughafen verfügte unter anderem über ein Verwaltungsgebäude sowie 8 Hangars; später wurde er noch um ein Offizierskasino und Mannschaftsunterkünfte ergänzt.<ref name=gliwi /> Nach dem Ersten Weltkrieg mussten die militärischen Anlagen 1923 demontiert werden.<ref name="Zapf, Flugplätze" /> Danach wurde der Flugplatz ausschließlich zivil genutzt.<ref name=gliwi /> Am 3. Februar 1925 erfolgte die Gründung der Oberschlesischen Luftverkehrs AG mit Sitz in Gleiwitz.<ref>Jörg Mückler: Drehkreuz Gleiwitz: Das verhinderte Drehkreuz. In: Klassiker der Luftfahrt, Nr. 7/2024. Motor Presse, Stuttgart, ISSN 1860-0654, S. 62.</ref> Im selben Jahr wurde der Flughafen mit regelmäßigen Flügen des Junkers Luftverkehr nach Berlin über Breslau an das Liniennetz angeschlossen.<ref name=gliwi /> Der Flughafen wurde auf den Linien London-Hamburg-Berlin-Breslau-Gleiwitz-Lemberg-Odessa-Tbilisi-Teheran und Rom-Genua-Triest-Wien-Gleiwitz-Warschau angeflogen.

Nachdem sich der Oberschlesische Industriebezirk in seiner Flughafenfrage endgültig für den Standort Gleiwitz entschieden hatte, wurde im Juni 1927 unter Beteiligung des Reiches und des Staates Preußen die „Oberschlesische Flughafen G.m.b.H.“ mit Sitz in Gleiwitz gegründet worden. Ihre Aufgabe war der Betrieb des Flughafens und sein Ausbau. Als erstes wurden die Planungen für den Bau des Verwaltungs- und Empfangsgebäudes begonnen. Die Entwürfe dafür wurden durch Stadtbaurat Karl Schabik (1882–1945) und dem Architekten Sattler in engster Zusammenarbeit mit der Flughafendirektion aufgestellt. Zu den Planungen gehörte auch eine Terrasse mit Kaffeegarten auf der Seite des Flugfeldes. Von dieser ursprünglichen Planung wurde schließlich eine leicht veränderte und verkürzte Variante realisiert.<ref>Zeitschrift „Oberschlesien im Bild“: Ausgabe 10, 1928</ref> Am Samstag, den 10. August 1929 wurde das moderne Empfangsgebäude des Flughafens u. a. mit Empfangshalle und Restauranträumen eröffnet.<ref name="oib-1929">Zeitschrift „Oberschlesien im Bild“: Ausgabe 36, 1929</ref>

Am 6. Oktober 1929 veranstaltete die Gruppe Oberschlesien des Deutschen Luftfahrtverbandes auf dem Flugplatz einen großen Volksflugtag unter Mitwirkung der Oberschlesischen Flughafengesellschaft und des Automobil- und des Motorradklubs. Neben einem Geschwaderflug und einer Fuchsjagd des ADAC bot der Kriegsflieger Ernst Udet Kunstflüge und der Fallschirmpilot Konrad präsentierte einen Fallschirmsprung.<ref>Zeitschrift „Oberschlesien im Bild“: Ausgabe 44, 1929</ref> Am Sonntag, den 5. Juli 1931 landete auf dem Flugplatz in Anwesenheit von 200.000 Zuschauern das Luftschiff Graf Zeppelin. Tags zuvor hatte Elly Beinhorn dem Flugplatz einen Besuch abgestattet.<ref name="oib-1931">Zeitschrift „Oberschlesien im Bild“: Ausgabe 28, 1931</ref>

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Flughafen Gleiwitz erneut militärisch genutzt<ref name=gliwi /> und als Ausbildungsplatz der Luftwaffe ausgebaut. Zu dieser Zeit hatte das Flugfeld eine Größe von 1200 × 1000 m. Am 24. Januar 1945 wurde er von Einheiten der 1. Ukrainischen Front besetzt. Anschließend diente er vom März bis zum August verschiedenen, mit Iljuschin Il-2 ausgerüsteten Schlachtfliegereinheiten der sowjetischen Luftstreitkräfte als Einsatzflugplatz.<ref>Stefan Büttner: Rote Plätze. Russische Militärflugplätze Deutschland 1945–1994. Fliegerhorste–Aerodorme–Militärbrachen. AeroLit, Berlin 2007, ISBN 978-3-935525-11-4, S. 19.</ref> In den 1950er Jahren wurde der Flughafen durch die Stadtverwaltung Gliwice wiederaufgebaut und unter anderem ein Luftfahrtverein angesiedelt.<ref name=gliwi />

Im Jahr 1992 wurden vom Flugplatz Gliwice aus Löschflugzeuge eingesetzt, um die umfangreichen Waldbrände in der Region zu bekämpfen.<ref name=gliwi /> Am 17. Juni 1999 fand während des Besuchs von Johannes Paul II. in Gliwice eine Messe auf dem Flugplatz statt.

Weblinks

Commons: Flughafen Gliwice – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />