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Trifolium lupinaster

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Lupinen-Klee
Datei:Trifolium lupinaster 2.JPG

Lupinen-Klee (Trifolium lupinaster) in Japan

Systematik
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Gattung: Klee (Trifolium)
Sektion: Trifolium sect. Lotoidea
Art: Lupinen-Klee
Wissenschaftlicher Name
Trifolium lupinaster
L.

Trifolium lupinaster ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klee (Trifolium) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="FoC2010" /><ref name="GRIN" /> Ein deutschsprachiger Trivialname ist Lupinen-Klee.<ref name="HegiGams1964" />

Beschreibung

Datei:Trifolium lupinaster 3.JPG
Blütenstand
Datei:Curtis's botanical magazine (No. 879) (8469934133).jpg
Illustration aus Curtis's Botanical Magazine, No. 879

Trifolium lupinaster ist im Habitus, in der Blattform, in der Farbe der Kronblätter und in der Chromosomenzahl sehr variabel, weitere Untersuchungen sind erforderlich ob alle Population zu dieser Art gehören, oder ob es Subtaxa gibt.<ref name="FloraEuropaea1968" />

Vegetative Merkmale

Trifolium lupinaster ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 50, selten bis zu 60 Zentimetern erreicht.<ref name="FoC2010" /><ref name="FloraEuropaea1968" /> Die oberirdischen Pflanzenteile sind kahl bis wenig flaumig behaart (Indument).<ref name="FoC2010" /> Die aufrechten oder aufsteigenden Stängel sind einfach oder nur am oberen Ende verzweigt und verkahlend oder kahl.<ref name="FoC2010" /><ref name="FloraEuropaea1968" /> Mehrere Stängel wachsen aus einer Gruppe verdickter Pfahlwurzeln aus.

Die wechselständig und im oberen Bereich des Stängels dichter als an der Basis angeordneten Laubblätter sind Blattstiel und -spreite gegliedert. Der Blattstiel ist ganz kurz; bei den oberen Laubblättern bis zu 10 Millimeter lang und kürzer als die Nebenblätter und fast auf seiner ganzen Länge mit diesen verwachsen.<ref name="FoC2010" /><ref name="FloraEuropaea1968" /> Die handförmig geteilten Blattspreiten sind im unteren Pflanzenteil drei- oder fünfteilig und im obersten Pflanzenteil meist fünf- bis selten acht- oder neunteilig.<ref name="FoC2010" /><ref name="FloraEuropaea1968" /> Die Fiederblättchen sind bei einer Länge von meist 2,5 bis 4 (1 bis 5) Zentimetern sowie einer Breite von meist 0,5 bis 1,1 (0,3 bis 1,6)Zentimetern linealisch oder elliptisch, lanzettlich bis linealisch-länglich mit schmal-keilförmiger Basis und spitzem, zugespitztem oder gerundetem bis stumpfem oberen Ende auf dem ein einzelner Punkt zu sehen ist.<ref name="FoC2010" /> Die Blattoberseite ist kahl und die -unterseite entlang der Blattrippen behaart. Es sind 50 oder mehr Paare von Seitennerven vorhanden.<ref name="FoC2010" /> Die pergamentartigen Nebenblätter sind bei einer Länge von 5 bis 10 Millimetern lanzettlich bis länglich. Der größte Teil Nebenblätter ist dicht an die Stängel und die Blattstielen angedrückt und dort verwachsen und ihr freier Teil endet in einer schlanke Spitze ist bei den Blättern an der Pflanzenbasis aber gerundet.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht in Mitteleuropa von Juni bis Juli<ref name="HegiGams1964" /> und in China von Juni bis Oktober<ref name="FoC2010" />. Der achsel- oder endständige Blütenstandsschaft ist meist 2 bis 3 (1 bis 5) Zentimeter lang.<ref name="FoC2010" /><ref name="FloraEuropaea1968" /> Der bei einem Durchmesser 1,5 bis 3 Zentimetern schirmartige bis kugelige Blütenstand enthält locker angeordnet 10 bis 20,<ref name="FloraEuropaea1968" /> selten bis zu 35 Blüten.<ref name="FoC2010" /> Die häutigen Hochblätter fallen früh ab.<ref name="FoC2010" />

Die zwittrige Blüte ist bei einer Länge von 11 bis 17 Millimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die 6 bis 10 Millimeter langen Kelchblätter sind zu einer etwa 3 Millimeter langen Kelchröhre verwachsen, die zehnnervig ist.<ref name="FoC2010" /> Die zehn fadenförmigen Kelchzähne sind fast gleich und spärlich flaumig behaart.<ref name="FoC2010" /> Die rosa-purpurfarbnene, rote oder weiße Krone ist 10 bis, meist 12 bis 20 Millimeter lang<ref name="FoC2010" /><ref name="FloraEuropaea1968" /> und besitzt die typische Form einer Schmetterlingsblüte. Die Fahne ist 1 bis 1,5 Zentimeter lang. Die Flügel sind etwa 1 Zentimeter lang und etwas länger als das Schiffchen. Das gestielte, einzige kahle Fruchtblatt enthält fünf bis neun Samenanlagen.<ref name="FoC2010" /> Der Stempel ist haltbar.<ref name="FoC2010" />

Die bei Reife grau-braune Hülsenfrucht ist bei einer Länge von 5 bis 6, oder bis zu 10 Millimetern und einem Durchmesser von 2 bis 3 Millimetern länglich und enthält meist drei bis sechs (ein bis neun<ref name="FloraEuropaea1968" />) Samen.<ref name="FoC2010" /> Die häutchenartigen Hülsenfrüchte besitzen verdickte Kanten. Die rauen oder glatten und grauen oder braunen Samen sind bei einem Durchmesser von 1,1 bis 1,5 Millimetern kugelig oder eiförmig.<ref name="FoC2010" />

Chromosomensatz

Die Chromosomenzahl beträgt meist 2n = 16; es wurden aber auch Polyploide Exemplare mit 2n = 32, 40 oder 48 gefunden.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet von Trifolium lupinaster reicht von Osteuropa (beginnend in Polen, Tschechien und Rumänien) über die Ukraine sowie die Krim,<ref name="Euro+Med" /> den europäischen und sibirischen Teil Russlands bis Russlands Fernem Osten (dort ist diese Art auch auf Sachalin zu finden), Zentralasien und bis in die Mongolei, Nordkorea und ins nördliche China. Es gibt Fundortangaben für die ehemalige Tschechoslowakei, Polen, Belarus, Litauen, Lettland, Ukraine, Rumänien, die Russische Föderation, Kasachstan, Kirgisistan, Korea, Japan, die Mongolei, die Innere Mongolei und die chinesischen Provinzen Hebei, Heilongjiang, Jilin, Liaoning, Shanxi sowie Xinjiang.<ref name="FoC2010" /><ref name="GRIN" /> Die Art steigt in den Karpaten und in Rumänien bis 1500 Meter Meereshöhe auf.<ref name="HegiGams1964" />

Trifolium lupinaster wächst im östlichen Mitteleuropa in Steppen und Nadelwäldern fast bis in die alpine Höhenstufe. Trifolium lupinaster gedeiht in Mitteleuropa meist in Beständen der Heidelbeere (Vaccinium myrtillus), auch zusammen mit dem Sand-Veilchen (Viola arenaria).<ref name="HegiGams1964" /> In China gedeiht Trifolium lupinaster an Waldrändern, auf Hügeln, im Grasland und in feuchten Ebenen.<ref name="FoC2010" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Trifolium lupinaster erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 766.<ref name="Euro+Med" /><ref name="Tropicos" /> Das Artepitheton lupinaster in der Bedeutung von Wilde oder Falsche Lupine hatte zuerst Johann Christian Buxbaum 1721 verwendet.<ref name="HegiGams1964" /> Synonyme für Trifolium lupinaster <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Lupinaster albus <templatestyles src="Person/styles.css" />Link, Lupinaster pacificus <templatestyles src="Person/styles.css" />(Bobrov) Latsch., Lupinaster pentaphyllus <templatestyles src="Person/styles.css" />Moench, Lupinaster popovii <templatestyles src="Person/styles.css" />Roskov, Lupinaster purpurascens <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Pentaphyllon lupinaster <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.)Pers., Trifolium albens <templatestyles src="Person/styles.css" />Loudon, Trifolium baicalense <templatestyles src="Person/styles.css" />Belyaeva & Sipliv., Trifolium ciswolgense <templatestyles src="Person/styles.css" />Iljin & Trukh., Trifolium ciswolgense <templatestyles src="Person/styles.css" />Sprygin, Trifolium dimediatum <templatestyles src="Person/styles.css" />Salisb., Trifolium litwinowii <templatestyles src="Person/styles.css" />Iljin, Trifolium lupinastrum <templatestyles src="Person/styles.css" />St.-Lag., Trifolium pacificum <templatestyles src="Person/styles.css" />Bobrov, Trifolium popovii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Roskov) Gubanov & Kamelin, Trifolium romanicum <templatestyles src="Person/styles.css" />D.Brandza, Trifolium spryginii <templatestyles src="Person/styles.css" />Belyaeva & Sipliv., Trifolium lupinaster var. albiflorum <templatestyles src="Person/styles.css" />Ser., Trifolium lupinaster var. oblongifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Ser., Trifolium lupinaster var. obtusifolium <templatestyles src="Person/styles.css" />Belli, Trifolium lupinaster var. pumilum <templatestyles src="Person/styles.css" />Popov, Trifolium lupinaster var. purpurascens <templatestyles src="Person/styles.css" />Ledeb.<ref name="Euro+Med" /><ref name="ILDIS" />

Die Art Trifolium lupinaster gehört zur Untersektion Lupinaster der Sektion Lotoidea aus der Gattung Klee (Trifolium) in der Tribus Trifolieae in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).<ref name="GRIN" />

Nutzung

Die Laubblätter von Trifolium lupinaster werden roh oder gegart gegessen.<ref name="PFAF" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="Tropicos"> Trifolium lupinaster bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="IPCN"> Trifolium lupinaster bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="PFAF"> Trifolium lupinaster bei Plants For A Future, abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="HegiGams1964"> Gustav Hegi, Helmut Gams: Familie Leguminosae. S. 1312–1314. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, Band IV, Teil 3, Verlag Carl Hanser, München 1964. </ref> <ref name="FloraEuropaea1968"> Vernon Hilton Heywood, P. W. Ball: Leguminosae. 57 Trifolium. In: Thomas Gaskell Tutin, Vernon Hilton Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea, Volume 2: Rosaceae to Umbelliferae. Cambridge University Press, 1968, ISBN 0-521-06662-X. eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden. </ref> <ref name="ILDIS"> Datenblatt bei World Database of LegumesInternational Legume Database Information Service = ILDIS, Version 10.38 vom 20. Juli 2010. </ref> <ref name="Euro+Med"> ILDIS World Database of Legumes 2010. In: Datenblatt bei Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> <ref name="FoC2010"> Zhi Wei, Michael A. Vincent: Trifolieae. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 10: Fabaceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2010, ISBN 978-1-930723-91-7. Trifolium lupinaster Linnaeus. S. 549 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Trifolium lupinaster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

  • Thilo Irmisch: Bemerkungen über Trifolium Lupinaster L. In: Verhandlungen des Botanischen Vereins Berlin Brandenburg, Band 3–4, 1861–1862, S. 1–7. Volltext-PDF.
  • Michael Zohary, David Heller: The Genus Trifolium. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Jerusalem 1984, ISBN 978-965-208-056-1, S. 84 f.
  • John M. Gillett, Norman L. Taylor, M. Gillett: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Ames 2001, ISBN 978-0-8138-2986-9, S. 218 f.

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