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George M. Sheldrick

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George Michael Sheldrick (* 17. November 1942 in Huddersfield, England; † 20. Februar 2025<ref>Regine Herbst-Irmer, Isabel Usón: George M. Sheldrick (1942-2025). European Crystallographic Association, 23. Februar 2025, abgerufen am 24. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein britischer Chemiker und Hochschullehrer, der sich mit der Strukturaufklärung von Molekülen beschäftigte. Er lehrte von 1978 bis zu seiner Emeritierung 2011<ref>Daniel Hickman: 70th Birthday: George Sheldrick. In: ChemistryViews. 17. November 2012, abgerufen am 24. Februar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> an der Universität Göttingen.

Biographie

Sheldrick studierte an der University of Cambridge Naturwissenschaften und begann 1963 seine Promotion bei Evelyn Ebsworth<ref>George Michael Sheldrick: Curriculum Vitae</ref> in anorganischer Chemie, die er 1966 abschloss. Das Thema seiner Dissertation war die Untersuchung von anorganischen Hydriden mittels Kernspinresonanzspektroskopie (NMR). Danach war er in verschiedenen Positionen, unter anderem als Dozent in Cambridge an der Fakultät für Chemie tätig, bevor er 1978 den Ruf an die Universität Göttingen erhielt, wo er bis 2020 tätig war, zuletzt als Emeritus in einer Niedersachsenprofessur (Förderprogramm des Landes Niedersachsen für emeritierte Hochschullehrer<ref>Die Niedersachsenprofessur – Forschung 65 plus: Das Konzept. In: mwk.niedersachsen.de. Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, abgerufen am 20. Dezember 2018.</ref>).

Der Chemiker William S. Sheldrick (1945–2015), bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010 Professor für analytische Chemie an der Ruhr-Universität Bochum, war sein jüngerer Bruder.<ref>Rüdiger W. Seidel: William S. Sheldrick (1945-2015). In: Zeitschrift für anorganische und allgemeine Chemie. 641, 2015, S. 750, doi:10.1002/zaac.201510005.</ref>

Werk

Sheldrick beschäftigte sich mit der Strukturaufklärung durch Röntgenbeugung. Dazu hat er unter anderem die Programm-Suite SHELX entwickelt, welche ursprünglich für die Analyse kleiner Moleküle entwickelt wurde.

Direkte Methoden (siehe Herbert A. Hauptman und Jerome Karle) verwenden statistische Methoden zur Lösung des kristallographischen Phasenproblems. Sie sind im Programm SHELXS implementiert, eignen sich aber nur für Kristallstrukturen in hoher Auflösung (meist kleine Moleküle). SHELXS bietet auch halbautomatische Lösung der Patterson-Funktion (Patterson-Superposition) an. Bei der Strukturaufklärung von Proteinkristallen tritt das Problem auf, dass die Röntgendaten meistens nicht in atomarer Auflösung vorhanden sind und die Annahmen, unter denen die direkten Methoden entwickelt wurden (zufällig verteilte Punktatome), hinfällig werden. Die Shelx-Software bietet heute auch hierzu Lösungen an.

Zur Lösung des Phasenproblems von Makromolekülen werden Methoden verwendet, die zwischen dem direkten und reziproken Raum hin- und herschalten. Diese Dual-Space-Methoden, die von Herb Hauptman eingeführt wurden, lassen sich auch mit der Patterson-Methode kombinieren. Implementiert sind diese Makromolekülfunktionen in den Programmen SHELXC, SHELXD und SHELXE. Das Programm SHELXL ist für die Strukturverfeinerung sowohl kleiner als auch großer Moleküle nach der Methode der kleinsten Quadrate geeignet.

Aufgrund der Zahl seiner Zitierungen zählte ihn Clarivate Analytics seit 2018 zu den Favoriten auf einen Nobelpreis für Chemie (Clarivate Citation Laureates).<ref>Clarivate Analytics Reveals Annual Forecast of Future Nobel Prize Recipients. In: clarivate.com. Clarivate Analytics, 20. September 2018, abgerufen am 20. September 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen

Literatur

  • G. M. Sheldrick: A short history of SHELX. In: Acta Crystallographica Section A. Foundations of Crystallography. Band 64, Teil 1, Januar 2008, S. 112–122
  • Peter Muller, Regine Herbst-Irmer, Anthony Spek, Thomas Schneider und Michael Sawaya: Crystal Structure Refinement. A Crystallographer's Guide to SHELXL. Oxford University Press, 2006

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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