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Inge Aures

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Inge Aures (2012)

Inge Aures (* 10. Juli 1956 in Presseck) ist eine deutsche Kommunal- und Landespolitikerin (SPD) und ehemalige Landtagsabgeordnete. Von 1995 bis 2007 war sie Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Kulmbach und von 2013 bis 2018 die II. Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags. Sie gehörte von 2008 bis 2023 dem Bayerischen Landtag an. Von 2011 bis 2013 war sie stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion.

Werdegang

Aufgewachsen in Presseck schloss Aures an der Carl-von-Linde-Realschule in Kulmbach mit der Mittleren Reife ab. Im Anschluss erwarb sie an der Kulmbacher Fachoberschule die Fachhochschulreife. Das Architekturstudium an der Fachhochschule Coburg beendete sie als Diplom-Ingenieurin, war im Anschluss zunächst als Projektleiterin bei einer privaten Planungsgesellschaft in Kulmbach angestellt und ließ sich danach als selbstständige Architektin nieder. Nach Wegfall ihres Amtes als Oberbürgermeisterin schloss sie ein Masterstudium an der Universität Bamberg für Denkmalpflege erfolgreich ab.

Politik

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Inge Aures (links) mit Henry Schramm und Klaus Peter Söllner, 2004

Ihre politische Laufbahn begann im Jahr 1976 mit dem Eintritt in die SPD. 1988 wurde sie zur Stellvertretenden Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Kulmbach gewählt. In den Jahren 2004 bis 2007 war sie Bezirksvorsitzende der SPD Oberfranken.<ref>Aures erneut abgewählt. In: www.onetz.de. Der Neue Tag, 25. Juni 2007, abgerufen am 25. Juni 2007.</ref> Seit 2008 ist Aures Kreisvorsitzende der SPD Kulmbach.

Erste politische Mandate übernahm Aures nach der Kommunalwahl im Frühjahr 1990 im Stadtrat von Kulmbach, im Kreistag des Landkreises Kulmbach und im Bezirkstag von Oberfranken. Am 16. Oktober 1994 wurde sie als Nachfolgerin von Erich Stammberger zur Oberbürgermeisterin der Stadt Kulmbach gewählt. Ihr Amt trat sie am 16. Januar 1995 an. Bei der Oberbürgermeisterwahl am 22. Oktober 2006 unterlag sie mit 47,6 % Henry Schramm (CSU).<ref>Oberbürgermeisterwahl 2006</ref> Nach der Kommunalwahl im Frühjahr 2008 übernahm sie im Kreistag den Vorsitz der SPD-Fraktion sowie den Vorsitz des SPD-Kreisverbandes Kulmbach.

Für die Landtagswahl am 28. September 2008 wurde sie im Stimmkreis Kulmbach und auf Platz 5 der SPD-Liste im Wahlkreis Oberfranken gesetzt und zog mit dem zweitbesten Ergebnis aller SPD-Kandidaten in Oberfranken erstmals in den Bayerischen Landtag ein. Bei den Landtagswahlen am 15. September 2013 und am 14. Oktober 2018 wurde sie jeweils über die Liste des Wahlkreises Oberfranken wieder gewählt. Von 2011 bis 2013 war Aures die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. Von 2013 bis 2018 war sie II. Vizepräsidentin des Landtags. Zur Landtagswahl 2023 trat sie nicht erneut an.

Sie gehörte sie dem Ausschuss für Wohnen, Bauen und Verkehr an und wurde 2013 der einzige Vertreter der SPD im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks.<ref>Portrait Inge Aures. In: bayernspd-landtag.de. BayernSPD Landtag, 12. Dezember 2018, abgerufen am 12. Dezember 2018.</ref> Sie war ordentliches Mitglied der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse „BayernLB und Hypo Group Alpe Adria“ (2010–2011) und „Mollath“ (2013).<ref>Untersuchungsausschuss BayernLB / HGAA 2010-2011. In: www.bayern.landtag.de. Bayerischer Landtag, 25. Februar 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Februar 2019; abgerufen am 26. Dezember 2025.</ref><ref>Untersuchungsausschuss Fall Mollath. In: www.bayern.landtag.de. Bayerischer Landtag, 24. April 2013, abgerufen am 24. April 2013.</ref>

Im Vorfeld der Kommunalwahl 2020 geriet Aures im Februar 2020 in die Kritik, weil ihr Ehemann Architektenaufträge des AWO-Kreisverbands Kulmbach erhalten hatte, deren Kreisvorsitzende Aures ist.<ref>Offenbar Vergabeskandal bei der AWO Kulmbach. In: www.radioeins.com. Radio eins, 15. Februar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Februar 2020; abgerufen am 26. Dezember 2025.</ref> In den Medien war von Korruption, Misswirtschaft und Vetternwirtschaft die Rede.<ref>Skandal bei der AWO Kulmbach: Inge Aures in der Kritik. In: www.radio-plassenburg.de. Radio Plassenburg, 15. Februar 2020, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 17. Februar 2020; abgerufen am 26. Dezember 2025.</ref> Aures bestätigte den Interessenkonflikt, jedoch sehe sie bei den Auftragsvergaben keine Mängel.<ref>Aufträge zugeschanzt? In: www.br.de. BR24, 15. Februar 2020, abgerufen am 15. Februar 2020.</ref> Anfang März 2021 leitete die Staatsanwaltschaft Hof ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Untreue gegen Aures ein. Im Juni 2022 wurde das Verfahren eingestellt, da sich der Vorwurf nicht erhärtete.<ref>Ermittlungsverfahren gegen Inge Aures - Verdacht auf Untreue. In: www.sueddeutsche.de. 3. März 2021, abgerufen am 28. Januar 2024.</ref><ref>Ermittlungsverfahren gegen Landtagsabgeordnete Aures eingestellt. In: www.br.de. 10. Juni 2022, abgerufen am 12. März 2023.</ref>

Privates

Aures ist verheiratet und evangelisch.<ref>Offizielle Website von Inge Aures</ref>

Auszeichnungen

Weblinks

Commons: Inge Aures – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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