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Telechorie

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. September 2025 um 07:49 Uhr durch imported>M Huhn (Rechtschreibung; Philipps-Universität Marburg).
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Telechorie oder Fernausbreitung bezeichnet eine Gruppe von Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen. Gemeinsames Merkmal ist, dass die Samen über weite Strecken hinweg verbreitet werden.

Die Abgrenzung der Fernausbreitung (Telechorie) zur Nahausbreitung (Engychorie oder Topochorie) ist umstritten. Einige Autoren sprechen bereits ab Entfernungen von 100 Meter von Fernausbreitung,<ref>H. W. Luftensteiner: Untersuchungen zur Verbreitungsbiologie von Pflanzengemeinschaften an vier Standorten in Niederösterreich. In: Bibliotheka Botanika. Band 135, 1982.</ref> (1932–35) andere erst ab 10 km<ref>A. Heintze: Handbuch der Verbreitungsökologie der Pflanzen. Stockholm (1931–1935).</ref>.

Unter Telechorie werden ansonsten viele verschiedene Ausbreitungsmechanismen wie zum Beispiel Anemochorie oder Zoochorie verstanden.

Eine Besonderheit stellt das Phänomen der Antitelechorie bei Wüstenpflanzen dar. Hier wird der Same möglichst nah an der Mutterpflanze abgesetzt um sie nicht aus dem Bereich von womöglich sehr kleinen Wasservorkommen zu tragen.<ref>Karen van Rheede van Oudtshoorn, Margaretha W. van Rooyen: Dispersal Biology of Desert Plants. Springer, 2007, ISBN 3-540-64886-0.</ref>

Literatur

  • Oliver Tackenberg: Methoden zur Bewertung gradueller Unterschiede des Ausbreitungspotentials von Pflanzenarten. Philipps-Universität Marburg, 2001 (d-nb.info [PDF]).
  • Paul Müller-Schneider, Marie Lhotská: Zur Terminologie der Verbreitungsbiologie der Blütenpflanzen. In: Folia Geobotanica. Band 6, Nr. 4, Dezember 1971, S. 407–417, doi:10.1007/BF02852497.

Einzelnachweise

<references />