Freibauer (Mittelalter)
Erscheinungsbild
Als Freibauer wurde im Mittelalter und bis zum Ende der Grundherrschaft ein Bauer bezeichnet, der eigenen Grund besessen hat und im Gegensatz zu den untertänigen Bauern in seiner Nachbarschaft keine Grunddienste (Fron oder Robot) zu leisten hatte.
Im Gegensatz zum Hörigen oder Leibeigenen bestand beim Freibauern kein Abhängigkeitsverhältnis zu deren Grundherren.<ref>Werner Rösener: Bauern im Mittelalter. 4., unveränderte Auflage. 1991, S. 228, (books.google).</ref> Die Freibauern waren meist die wohlhabendsten und wichtigsten Personen des Dorfes. Häufig waren sie Bürger der nächstliegenden Stadt. Wie deren Bürger waren sie lediglich Schutzuntertanen dieses Territorialherrens.
Siehe auch
- Freie
- Edlinger (gesellschaftliche Schicht)
- Deutscher Bauernkrieg
- Salpetererunruhen
- Landgericht Klettgau
Literatur
- Werner Rösener: Bauern im Mittelalter. 4., unveränderte Auflage. Beck, München 1991, ISBN 3-406-30448-6.
Einzelnachweise
<references />