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Grotta del Romito

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Grotta del Romito

Datei:Romito refuge.JPG
Lage: Papasidero, Provinz Cosenza, Kalabrien, Italien
Höhe: 296 m s.l.m.
Geographische
Lage:
39° 54′ 40″ N, 15° 55′ 43,1″ OKoordinaten: 39° 54′ 40″ N, 15° 55′ 43,1″ O
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Typ Tropfsteinhöhle
Entdeckung 1961
Beleuchtung elektrisch
Gesamtlänge 20 m
Länge des Schau-
höhlenbereichs
20 m
Website Offizielle Seite

Die Grotta del Romito ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Höhle mit Überresten vorgeschichtlicher Nutzung in Papasidero, Provinz Cosenza, Region Kalabrien, Italien. Der Ort liegt im Pollino-Nationalpark. Seit den 1960er-Jahren wurden intensive Ausgrabungen durchgeführt, die eine durchgehende Besiedlung von der Altsteinzeit (Paläolithikum) bis in die Jungsteinzeit (Neolithikum) belegen.<ref name="daniel">Daniel M. Fernandes, Alejandro Llanos-Lizcano, Florian Brück, Victoria Oberreiter, Kadir T. Özdoğan, Olivia Cheronet, Michaela Lucci, Albert Beckers, Patrick Pétrossians, Alfredo Coppa, Ron Pinhasi, Adrian F. Daly: A 12,000-Year-Old Case of NPR2-Related Acromesomelic Dysplasia. New England Journal of Medicine 2026, Band 394, Ausgabe 5 vom 29. Januar 2026, Seiten 513–515 und Supplement, DOI: 10.1056/NEJMc2513616</ref>

Archäologie

Vor der Höhle, im Bereich eines überhängenden Felsens (Abri), wurden Ritzzeichnungen entdeckt, die unter anderem zwei Auerochsen darstellen.

Ferner wurde 1963 ein rund 12.000 Jahre altes Doppelgrab mit Überresten von zwei kleinwüchsigen Menschen aus dem späten Jungpaläolithikum freigelegt (genannt Romito 1 und Romoto 2), die zum Epi-Gravettien und genauer zu der Jäger-und-Sammler-Population des Villabruna-Clusters zählen.

Dieser Befund wurde unterschiedlich interpretiert, sei es als Hinweis auf „magisch-religiöse Praktiken der Jäger und Sammler am Ende der Altsteinzeit“<ref>Jungpaläolithikum: Menschenopfer in der Altsteinzeit. In: Spektrum der Wissenschaft. 30. Mai 2007, abgerufen am 12. Oktober 2025.</ref> sei es als Indiz besonderer Fürsorge für Behinderte in frühen Menschenkulturen.<ref>David Graeber, David Wengrow: Anfänge. Eine neue Geschichte der Menschheit. 4. Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-608-96614-5, Kapitel 1 - Über das Streben nach Glück, S. 672 (Originaltitel: The Dawn of Everything. A New History of Humanity. Übersetzt von Hennig Dedekind).</ref> 2026 wurde in einer Fachzeitschrift berichtet, dass es sich bei den beiden in Umarmung bestatteten Personen vermutlich um Mutter und ihre fast erwachsene Tochter handelt, die beide einen seltenen Gendefekt auf Chromosom 9 aufwiesen, der eine Störung des Knochenwachstums zur Folge hat. Im Fall der beiden Frauen führte diese als akromesomelische Dysplasie bezeichnete Störung dazu, dass die ältere Frau (Romito 1) mit rund 145 Zentimetern kleiner war als damals üblich, ihre jüngere Verwandte ersten Grades (Romito 2) war nur rund 110 Zentimeter groß.<ref name="daniel" /><ref> Früheste genetische Diagnose von seltener Krankheit. Auf: wissenschaft.de vom 3. Februar 2026.</ref> Bei Romito 2 waren beide Kopien des NPR2-Gens, das eine zentrale Rolle beim Knochenwachstum spielt, verändert. Romito 1 besaß nur eine veränderte Kopie dieses Gens, was mit einer milderen Form von Kleinwuchs einhergeht.

Tourismus

Die Höhle kann mit Führung besichtigt werden. Ein kleines Museum ist vorhanden.

Im Nationalpark Pollino liegt auch die Grotta della Monaca („Grotte der Nonne“).

Bildergalerie

Weblinks

Commons: Grotta del Romito – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />