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Yonaguni

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Yonaguni

Datei:Yonaguni Island ISS039.jpg
Satellitenbild von Yonaguni aus dem Jahr 2014
Gewässer Ostchinesisches Meer
Inselgruppe Yaeyama-Inseln
Geographische Lage 24° 27′ N, 122° 59′ OKoordinaten: 24° 27′ N, 122° 59′ O
 {{#coordinates:24,455277777778|122,98861111111|primary
dim=11000 globe= name=Yonaguni region=JP-47 type=isle
  }}
Länge 11 km
Breite 4 km
Fläche 28,95 km²
Höchste Erhebung Urabu-dake
231,4 m
Einwohner 1676 (2020<ref name="nihonshima">{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: nihonshima.net. Abgerufen am 5. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>)
58 Einw./km²
Hauptort Kubura
Datei:Map-yonaguni.png
Yonaguni
Yonaguni

Yonaguni ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), -jima) ist eine im äußersten Südwesten Japans im Ostchinesischen Meer gelegene Insel, nur 110 km von Taiwan entfernt. Die Westspitze der Insel, Kap Irizaki, ist der westlichste Punkt Japans.

Unweit von Yonaguni wurde in den 1980er Jahren ein vor der Insel liegender terrassierter Monolith gefunden, der aufgrund seiner Geometrie und Gestalt den Anschein erweckt, von Menschenhand geschaffen worden zu sein und der als das Yonaguni-Monument bekannt geworden ist.

Geographie

Datei:Yonaguni agarizaki.jpg
Der Leuchtturm von Agarizaki im Osten der Insel

Yonaguni wird zu den Yaeyama-Inseln gerechnet und hat eine Fläche von 28,95 km², bei einem Umfang von 26,8 km. Die Einwohnerzahl der Insel lag zum 1. Januar 2015 bei 1491 Personen in 773 Haushalten.<ref name="ritoshinko">{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). (PDF; 1,3 MB) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value). In: pref.okinawa.jp. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Referat für Land und Inseln, Planungsabteilung, Präfektur Okinawa“), Januar 2016, S. 1, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 20. Mai 2020; abgerufen am 12. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="nihonshima" /> Die höchste Erhebung der Insel ist der Urabu-dake mit einer Höhe von 231,4 m. Eine als Landschaftlich Schöner Ort ausgewiesene Felsenklippe im Norden der Insel ist Tindabana. Die westliche Landspitze der Insel bildet das Kap Irizaki und die östliche das Kap Agarizaki.<ref name="nihonshima" /> Die jährliche Durchschnittstemperatur beträgt ca. 23,8 °C und die jährliche Niederschlagsmenge ca. 2350 mm. Von Januar bis Februar liegt die monatliche Durchschnittstemperatur bei 18 bis 19 °C, im Mai bis Oktober dagegen bei über 25 °C. Im Winter überwiegen Winde aus Nordnordost bis Nordost, während im Sommer Südwind herrscht.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Beobachtungspunkt für Treibhausgase (Yonaguni-jima)“). Japan Meteorological Agency, abgerufen am 5. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Vor allem im Juli bis September treten Taifune auf.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) („Anzahl der sich der Insel Yonaguni nähernden Taifune (1951–2022)“). Japan Meteorological Agency, abgerufen am 5. September 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auf der Insel befindet sich die Kleinstadt (chō) Yonaguni die zum Landkreis Yaeyama der Präfektur Okinawa gehört.

Entwicklung der Einwohnerzahlen<ref name="nihonshima" />
Jahr 1995 2000 2005 2010 2015 2020
Einwohnerzahl 1801 1852 1796 1657 1843 1676

Geschichte

Für das 14. Jahrhundert sind Handelsbeziehungen zu Okinawa Hontō belegt. Yonaguni war bis 1522 unabhängig unter der in ihrer Existenz umstrittenen, riesenhaften Anführerin San’ai Isoba. Danach gehörte sie zum Königreich Ryūkyū und wurde 1879 mit dessen Eingliederung in Japan ebenfalls aufgenommen. Von 1945 bis 1972 war sie durch die USA besetzt. Daraus ergab sich die Besonderheit, dass die US-Besatzungsbehörden die Grenze zwischen der Air Defense Identification Zone (ADIZ) Taiwans und Japans auf den 123. östlichen Längengrad legten und somit die Westhälfte der Insel mit dem Flughafen Yonaguni Teil der ADIZ Taiwans waren. Deswegen passte Japan am 25. Juni 2010 seine eigene ADIZ durch eine lokale Erweiterung um 12 Seemeilen auf die Ausdehnung seiner Hoheitsgewässer an.<ref>Shih Hsiu-chuan: Japan extends ADIZ into Taiwan space. In: Taipei Times. 26. Juni 2010, abgerufen am 25. November 2013 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

2016 errichteten die japanischen Streitkräfte auf Yonaguni einen militärischen Stützpunkt. Damit ging auch ein Anstieg der Bewohnerzahl einher.<ref>Katharina Graça Peters: Aufrüstung auf Japans Inseln: „Es fühlt sich an, als ob Krieg kommt“. In: Der Spiegel. Nr. 36/2023, 1. September 2023, ISSN 0038-7452 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. [abgerufen am 16. Oktober 2023]).</ref>

Der Zeitpunkt der ersten Besiedelung von Yonaguni ist unklar. Sie geschah eventuell bereits in paläolithischer Zeit von Taiwan aus, da die Insel an klaren Tagen von den Bergen in Taiwan gesehen werden kann. Lange Zeit galt der Weg als unmöglich, da die Seefahrer gegen die Ausläufer des Kuroshio-Stroms anarbeiten müssten. Der japanische Archäologe Yousuke Kaifu konnte aber 2019 zeigen, dass es mit der Technik von vor 30.000 Jahren durchaus möglich war die Insel zu erreichen. Mit einem selbstgebauten Einbaum gelang es fünf Freiwilligen in 45 Stunden von Wushibi nach Yonaguni zu paddeln.<ref>ancient canoe replica tests paleolithic migration theory,University of Tokyo , 25. Juni 2025.</ref><ref>Cramps, fatigue and hallucinations: paddling 200km in a Paleolithic canoe from Taiwan to Japan, The Guardian, Helen Davidson, 4. Juli 2025.</ref>

Unterwasserpyramiden

Datei:Yonaguni Ruins Scuba.jpg
Strukturen am Meeresboden vor Yonaguni

1985 wurden von dem japanischen Taucher Kihachiro Aratake auf dem Meeresboden vor Yonaguni großflächige Strukturen mit Spuren von Flora, Fauna und Stalaktiten entdeckt. Die Struktur des Monolithen ist durchgehend rechtwinklig. Es scheint, als ob planvoll Treppen und Stufen in den Fels gehauen wurden. Es ist umstritten, ob der Monolith, der einer Pyramide ähnelt, durch natürliche Erosion in Tausenden von Jahren geformt wurde oder ob eine Frühkultur den Felsen bearbeitet hat.

Fauna

Aufgrund der Abgeschiedenheit der Insel haben auf ihr viele Tierarten spezielle Unterarten entwickelt. Die Insel ist eine für biogeographische Forschungen interessante Übergangszone, in der taiwanesische und Yaeyama-Landtiere gemischt vorkommen.<ref name="donan">Japalura polygonata donan – {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Rote Liste Okinawa – Reptilien: Beschreibung der Arten). (PDF, 851 kB) Präfektur Okinawa, S. 204–205, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 5. Dezember 2021; abgerufen am 12. August 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Endemisch ist beispielsweise die auf Bäumen lebende Reptilienunterart Diploderma polygonatum donan. Sie wird auf der Roten Liste gefährdeter Reptilien Japans aus dem Jahr 2020 als gefährdet eingestuft. „Donan“ bezieht sich auf einen alten einheimischen Namen der Insel Yonaguni, der derzeit nicht offiziell verwendet wird, sowie auf einen speziellen Likör, der auf der Insel hergestellt wird. Eine Bedrohung stellen für die Leguanartigen u. a. eingeschleppte Raubtiere wie der Blaue Pfau und das Japan-Wiesel dar.<ref name="ota2003">Hidetoshi Ōta: A New Subspecies of the Agamid Lizard, Japalura polygonata (Hallowell, 1861) (Reptilia:Squamata), from Yonagunijima Island of the Yaeyama Group, Ryukyu Archipelago. In: Current Herpetology, 2003, S. 61–71, doi:10.5358/hsj.22.61.</ref> Die stark gefährdete Unterart Elaphe carinata yonaguniensi<ref name="redlist">{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Rote Liste 2020). (PDF; 662 kB) Japanisches Umweltministerium, S. 4, abgerufen am 27. Januar 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> der Gekielten Kletternatter ist ebenfalls ausschließlich auf Yonaguni verbreitet. Ihre Hauptbeute ist vermutlich die von der IUCN als gefährdet eingestufte Skinkart Plestiodon kishinouyei.<ref>N. Kidera, H. Ota: Plestiodon kishinouyei. The IUCN Red List of Threatened Species 2017: e.T8217A96877356, 2017 doi:10.2305/IUCN.UK.2017-3.RLTS.T8217A96877356.en (englisch).</ref> Die Unterart Larvivora komadori subrufus der Samtkehlnachtigall war auf Yonaguni verbreitet, sie gilt jedoch inzwischen als ausgestorben.<ref name="redlist" />

Strategische Bedeutung

Yonaguni ist Teil der Ryūkyū-Inseln. Während der Schlacht um Okinawa wurde auch Yonaguni von alliierten Bomben getroffen. In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg war die Insel militärisch bedeutungslos.

Da Yonaguni nur 110 km von Taiwan entfernt liegt, gewann die Insel durch den Taiwan-Konflikt an strategischer Bedeutung. China führt immer wieder aggressive Manöver in der Nähe von Taiwan durch und droht damit, Taiwan militärisch erobern zu wollen.<ref>Ostchinesisches Meer: Japan rüstet Yonaguni auf in tagesschau.de vom 11. August 2024.</ref> Das US-Militär will die Landebahn des Flughafens auf Yonaguni verlängern, den Hafen vergrößern und die Insel insgesamt militärisch verstärken.<ref>Ostchinesisches Meer: Japan rüstet Yonaguni auf in tagesschau.de vom 11. August 2024.</ref>

Im November 2025 erklärte der japanische Verteidigungsminister Shinjirō Koizumi, Mittelstrecken-Boden-Luft-Raketen auf Yonaguni stationieren zu wollen. Kurz zuvor hatte die japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi erklärt, ein chinesischer Angriff auf Taiwan könne eine militärische Reaktion Japans auslösen. Die chinesische Führung reagierte mit scharfer Kritik. Es wurde ein Importverbot für japanische Meeresfrüchte und Reisewarnungen für Chinesen ausgesprochen. Das chinesische Verteidigungsministerium warnte Japan vor einer „vernichtenden militärischen Niederlage“, wenn Taiwan militärisch unterstützt würde. Taiwans Regierung begrüßte die Stationierung.<ref>China verurteilt Japans Pläne zur Raketenstationierung nahe Taiwan in n-tv.de vom 24. November 2025.</ref>

Literatur

  • S. Noma (Hrsg.): Yonagunijima. In: Japan. An Illustrated Encyclopedia. Kodansha, Tokio 1993. ISBN 4-06-205938-X, S. 1753 (englisch).

Siehe auch

Weblinks

Commons: Yonaguni – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Aragusuku (Kamiji und Shimoji) | Kayama | Kohama | Kuroshima | Hateruma | Hatoma | Iriomote | Ishigaki | (Sotobanari) | Taketomi | Yonaguni | Yubu Vorlage:Klappleiste/Ende