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Ponte City

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Ponte City
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Datei:Ponte City (3464450399).jpg
Ponte City
Ponte City Hochhaus (Rechts)
colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Basisdaten
Ort: Johannesburg, Südafrika
Status: Erbaut
Architekt: Manfred Hermer, Rod Grosskopff und Lombart
Koordinaten: 26° 11′ 26″ S, 28° 3′ 25,5″ OKoordinaten: 26° 11′ 26″ S, 28° 3′ 25,5″ O
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colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Wohnen
colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Technische Daten
Höhe: 172,8 m
Höhe bis zum Dach: 172,8 m
Rang (Höhe): 4. Platz (Afrika)
3. Platz (Südafrika)
Stand 2017
Etagen: 54
Aufzüge: 8
colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Höhenvergleich
Südafrika: 3. (Liste)
Afrika: 4. (Liste)
colspan="2" class="hintergrundfarbe5" style="border-top: 2px solid #Vorlage:Standardfarbe;" | Anschrift
Stadt: Johannesburg
Land: Südafrika

Ponte City (auch Ponte Tower) ist ein Wohn-Hochhaus im Stadtteil Hillbrow der Stadt Johannesburg in Südafrika. Es ist bekannt für seine markante zylinderförmige Struktur und seine besondere Geschichte. 1975 als Luxusapartmentkomplex erbaut, geriet es in den 1990er Jahren in den Ruf als gefährlicher Ort mit Verbrechen und Prostitution.

Geschichte

Das Gebäude wurde 1975 errichtet. Nach dem Ende der Apartheid während der 1990er Jahre zogen immer mehr kriminelle Banden in das Gebäude, was es im Lauf der Zeit zu einem äußerst unsicheren und vermüllten Wohnort werden ließ. Ponte City wurde zum Symbol der Gewalt und des städtischen Verfalls, wovon besonders der einst weltoffene Stadtteil Hillbrow betroffen war. Ursprünglich war er von den Architekten für rund 3500 Bewohner ausgelegt, zum Ende der Apartheid wohnten dort jedoch bis zu 10.000 Menschen.

In Vorbereitung der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 gelang es der Stadtverwaltung, das Image des weithin sichtbaren Wahrzeichens deutlich zu verbessern. Die im Kern aufgehäuften Müllberge wurden abgetragen, die 500 Appartements komplett renoviert. Umfangreiche Sicherungsmaßnahmen wurden realisiert, wie die Einlasskontrolle durch das Scannen von Fingerabdrücken und der Einbau von Sicherheits-Schleusen.

Die Umgebung ist weiterhin nicht sicher, woraus niedrige Mieten resultieren, die vor allem für Studenten attraktiv sind.

2018 besuchte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Zuge seines Staatsbesuchs in Südafrika das Ponte City.<ref>Johannes Dieterich: Steinmeier in Südafrika: Ein unerwarteter Gast in Hillbrow. fr.de vom 19. November 2018, abgerufen am 21. November 2018</ref>

Beschreibung

Datei:Ponte City apartments inner courtyard.jpg
Der Kern des Ponte City, aufgenommen von der untersten Etage mit Blick auf alle 55 Stockwerke.

Bei Baufertigstellung verfügte der 173 Meter hohe Wohnturm über großzügige Wohnungen mit Schwimmbädern, Restaurants und Boutiquen. Es war bis 2023 das höchste Apartment-Hochhaus Afrikas. Das 54-stöckige Bauwerk hat einen kreisrunden Grundriss mit einem offenen Innenbereich, der sich über alle Etagen erstreckt und so zusätzliches Tageslicht in die Wohnungen lässt. Dieser Innenbereich wird als Kern bezeichnet und erhebt sich über einem unebenen Felsboden. In den Anfangsjahren galt Ponte City als extrem noble Adresse, da sich vom Turm aus eine grandiose Aussicht auf das umliegende Wohnviertel Hillbrow und auf die gesamte Stadt Johannesburg sowie seine Umgebung bietet.

Im 52. Stockwerk befindet sich eine Aussichtsterrasse.<ref name="BZ-Hochhaus">Ralf E. Krüger: Afrikas gefährlichstes Hochhaus. In: Berliner Zeitung, 22./23. Februar 2020, S. B2.</ref>

Im Haus gibt es inzwischen (Stand 2016) einen kleinen Supermarkt, einen Bäcker und ein Internetcafé.<ref>Südafrikas gefährlichstes Wohnhaus wandelt sich in FAZ vom 10. Juni 2016, Seite I3.</ref>

Ponte City in den Medien und öffentliche Nutzung

2015 gewann der Bildband Ponte City von Mikhael Subotzky und Patrick Waterhouse den Fotopreis der Deutsche Börse Photography Foundation.<ref>Deutsche-Börse-Fotopreis 2015: 54 Etagen Slum. Spiegel Online, abgerufen am 9. Juni 2015.</ref>

Der Turm diente mehrfach als Ort für Filmaufnahmen, wie beispielsweise bei District 9, Chappie, Dangerous Ground oder Resident Evil: The Final Chapter.<ref>Filming Location Matching "Ponte City Tower - Hillbrow, Johannesburg, South Africa". In: IMDb.com. Abgerufen am 17. November 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Daraus entstand die Idee, Hochhaus-Touren anzubieten, die von zahlreichen Touristen gern angenommen werden. Die Hilfsorganisation Dlala Nje, gegründet von dem Journalisten Nickolaus Bauer, die in dem Haus ein Büro unterhält, veranstaltet diese Touren. Bis Ende 2019 haben geschätzte 20.000 Interessenten solche Touren wahrgenommen.<ref name="BZ-Hochhaus" />

Einige Räumlichkeiten werden inzwischen auch von Partygästen angemietet.<ref name="BZ-Hochhaus" />

Literatur

  • Mikhael Subotzky, Patrick Waterhouse: Ponte City. Steidl, Göttingen 2014, ISBN 3-86930-750-1.

Weblinks

Commons: Ponte City Apartments – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />