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Valepotriate

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Valepotriate ist die Bezeichnung für eine Gruppe von pflanzlichen Inhaltsstoffen, die in den Baldriangewächsen Echter Arznei-Baldrian (Valeriana officinalis), Valeriana wallichii, Valeriana mexicana und Rote Spornblume (Centranthus ruber) vorkommen. Die Bezeichnung geht auf „Valeriana-Epoxy-Triester“ zurück.

Chemischer Aufbau

Die Valepotriate sind Iridoide, deren Hydroxygruppen mit Isovaleriansäure und Essigsäure verestert sind sowie einen Epoxid-Ring aufweisen.

Name Struktur R1 R2 R3 PubChem
Valtrat Datei:Valepotriate.svg Acetyl Isovaleryl Isovaleryl 442436
Isovaltrat Isovaleryl Acetyl Isovaleryl 92275
Dihydrovaltrat Datei:Dihydrovalepotriate.svg Isovaleryl Acetyl Isovaleryl 65689
Homodihydrovaltrat Isovaleryl Acetyl 3-Methylvaleryl

Vorkommen

Valtrat ist ein farbloses Öl, das auch als Kessoöl (Oleum Valerianae)<ref>Gerhard Rücker (1979): Über die „Wirkstoffe“ der Valerianaceen. Pharmazie in unserer Zeit 8 (3): 78–86. doi:10.1002/pauz.19790080302</ref> in der sog. Kessowurzel vorkommt (früher Japanischer Baldrian, Valeriana officinalis var. angustifolia<ref>J. Bertram und E. Gildemeister (1890): Über das Kessoöl. Archiv der Pharmazie 228 (9): 483–492.</ref>, später mit der typischen Valeriana officinalis, dem Baldrian, synonymisiert<ref>Jan Kirschner, Vojtěch Zeisek (2017): Diploids of the Valeriana officinalis group (Valerianaceae) in Central Europe, and an attempt to unravel the nomenclatural chaos. Willdenowia 47 (3): 189–201 doi:10.3372/wi.47.47301</ref>) und optisch aktiv ist.

Biologische Wirkungen

Den Valepotriaten wird eine äquilibrierende, d. h. bei Erregung sedierende und bei Ermüdung aktivierende Wirkung zugeschrieben. Sie sind jedoch nicht in Baldriantee und -tinktur enthalten.<ref name="Römpp">Eintrag zu Valepotriate. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

In vitro zeigen Valepotriate und ihre Metaboliten alkylierende, zytotoxische und mutagene Wirkungen.<ref name="Römpp" />

Einzelnachweise

<references />