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Benkhausen

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Benkhausen
Gemeinde Diemelsee
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(146)&title=Benkhausen 51° 20′ N, 8° 47′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(146) 51° 19′ 57″ N, 8° 47′ 17″ O
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Höhe: 393 m ü. NHN
Fläche: 5 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 146 (1. Juni 2020)<ref name="DF">Zahlen & Fakten der Gemeinde Diemelsee. In: Webauftritt. Gemeinde Diemelsee, abgerufen im Juni 2021.</ref>
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34519
Vorwahl: 05633
Datei:Diemelsee in KB.svg
Karte
Lage von Benkhausen in Nordhessen
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Benkhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Diemelsee im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Geographie

Geographische Lage

Benkhausen liegt im Upland im Naturpark Diemelsee an der Rhene. Östlich des Ortes verläuft die Landesstraße 3076, die Aartalstraße. Benkhausen liegt zwischen Dortmund und Kassel südlich von Paderborn, ungefähr in der Mitte eines Dreiecks mit den Eckpunkten Korbach, Brilon und Marsberg. Die dem Ort zugerechnete Gemarkungsgröße beträgt 500 Hektar.<ref name="lagis"/><ref name="zafa16"/>

Naturräumliche Gliederung

Naturräumlich ist der Ort der Region „332 Ostsauerländer Gebirgsrand“ und darin dem Vorupländer Hügelland (332.61) zugeordnet.<ref name="umweltatlas 01"/>

Sprachgeographie

Die Entwicklung des lokalen Sprachgebrauchs ist durch die Grenzlage zwischen Hessen und Westfalen begründet. Die Benrather Linie ist eine historische Sprachgrenze zwischen nordhessischen Dialekten und westfälische Dialekten. Weiterhin ist die Region vom Sauerländer Platt beeinflusst. Die Dat-das-Linie hat in dieser Region einen ähnlichen Verlauf. Kleinräumige sprachgeographische Grenzen zur Aussprache von Vokalen wurden um Benkhausen bis in das 20. Jahrhundert nachgewiesen.<ref name="ndsg"/>

Geschichte

Erwähnungen

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung von Benkhausen erfolgte unter dem Namen Beigenchusun im Jahr 1072.<ref name="lagis" />

Die bekannten historischen Erwähnungen finden sich in folgender Übersicht:<ref name="lagis"/>

  • Beigenchusun (1072) [Kop. um 1124/25 Bauermann, Grafschafter Stiftungsurkunden, S. 12, Regesten der Erzbischöfe von Köln 1, S. 298–299, Nr. 1014]
  • Beinchusen, de (1237) [Urkunden Kloster Bredelar, S. 56–57, Nr. 31]
  • Beynchusen, in (1335) [Urkunden der Propstei Marsberg, S. 104, Nr. 149]
  • Benkhosen, in (1350) [Paul Wigand, Einzelne Beiträge, in: Archiv für Geschichte und Alterthumskunde Westphalens 6 (1834), S. 385–405, IV: Das älteste Corveyer Lehnsregister, hier S. 395, § 53]
  • Beyngenchusen, to (1383) [HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 8528]
  • Beynchusen (1397) [Urkunden Kloster Bredelar, S. 225, Nr. 458]
  • Benckhusen (1537) [HStAM Bestand 127 Nr. 3]
  • Benckhausen (1733) [HStAD Bestand P 23 Nr. 56]

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 31. Dezember 1971 entstand im Zuge der Gebietsreform in Hessen durch den freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Adorf, Benkhausen, Deisfeld, Flechtdorf, Giebringhausen, Heringhausen, Ottlar, Rhenegge, Schweinsbühl, Stormbruch, Sudeck, Vasbeck und Wirmighausen die neue Gemeinde Diemelsee.<ref>Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 01, S. 5, Punkt 8; Abs. 10. (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 4,9 MB]).</ref> Sitz der Gemeindeverwaltung wurde Adorf. Für die ehemals selbständigen Gemeinden von Diemelsee wurden gemäß Hauptsatzung Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher errichtet. Die Grenzen der Ortsbezirke folgen grundsätzlich den Gemarkungsgrenzen.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 149 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Diemelsee, abgerufen im Mai 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten bzw. Herrschaftsgebiete und deren untergeordnete Verwaltungseinheiten, in denen Benkhausen lag:<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Benkhausen 159 Einwohner. Darunter waren 3 (1,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 33 Einwohner unter 18 Jahren, 57 waren zwischen 18 und 49, 27 zwischen 50 und 64 und 42 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 63 Haushalten. Davon waren 12 Singlehaushalte, 21 Paare ohne Kinder und 27 Paare mit Kindern, sowie 3 Alleinerziehende und keine Wohngemeinschaften. In 18 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 33 Haushaltungen leben keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

 Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />

  • 1541: 12 Häuser
  • 1620: 20 Häuser
  • 1650: 14 Häuser
  • 1738: 17 Häuser
  • 1770: 24 Häuser, 149 Einwohner
Benkhausen: Einwohnerzahlen von 1770 bis 2020
Jahr  Einwohner
1770
  
149
1800
  
?
1834
  
192
1840
  
183
1846
  
174
1852
  
168
1858
  
172
1864
  
162
1871
  
160
1875
  
166
1885
  
168
1895
  
166
1905
  
172
1910
  
169
1925
  
162
1939
  
145
1946
  
207
1950
  
200
1956
  
167
1961
  
136
1967
  
139
1980
  
?
1990
  
?
2001
  
156
2011
  
159
2015
  
160
2020
  
147
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Diemelsee;<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Zahlen und Fakten (Memento vom 23. Mai 2001 im Internet Archive) <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />und (Memento vom 25. Oktober 2015 im Internet Archive) In: Webauftritt der Gemeinde Diemelsee.</ref> Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Religionszugehörigkeit

• 1885: 166 evangelische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: 128 evangelische (= 94,12 %), 5 katholische (= 3,68 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Kirche

Um 1541 wurde in Benkhausen eine Kapelle errichtet, der 1687 eine Kirche im Barockbaustil folgte. Die örtliche Fachwerkkirche von 1687 musste 1967 einem Neubau weichen. 1967–68 wurde die neue evangelische Kirche vom Korbacher Architekten Georg Spratte erbaut, der einige Idee vom Architekten Olaf Andreas Gulbransson verwendete, z. B. für die Altarraumgestaltung und das Portal.<ref>Gulbransson, Olaf Andreas; Schliersee; Christuskirche - Innenraumperspektive - Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref><ref>Gulbransson, Olaf Andreas; Taufkirchen / Vils; Johanneskirche - Außenansicht - Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref> Über dem Altar befindet sich ein 2-teiliges Betonglasfenster der Bauzeit. Sechs weitere Fenster wurden 1993 von dem Glasmaler Erhardt Jakobus Klonk geschaffen; die Entwürfe hierzu befinden sich im Landeskirchlichen Archiv Kassel.<ref>Entwürfe für sechs Glasfenster in der Evangelischen Kirche in Benkhausen - Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 16. Juli 2025.</ref> Die Kirchengemeinde gehört zum evangelischen Kirchenkreis Twiste-Eisenberg<ref name="lagis"/><ref name="Kirche 02"/>

Datei:Benkhausen An der Klippe.jpg
Naturdenkmal Klippe/Felspartie "die Heggel" (ND-Nummer 06 012) nördlich des Ortsteils Benkhausen

Naturdenkmale

Benkhausen hat eine „Klippe“, die als „ND 06 012 – Benkhausen – Felspartie Die Heggel“ registriert ist.<ref name="heggel" /> Weitere Naturdenkmale von Benkhausen wie eine alte Linde und andere geschützte Gebiete finden sich in der Liste der Naturdenkmäler in Diemelsee (Gemeinde).

Auszeichnungen und Wettbewerbe

Die Gruppe „Höpperjugend“ aus Benkhausen wurde für ihr Engagement mit der „Verleihung des Hessischen Partizipationspreises 2017“ vom hessischen Familienminister Stefan Grüttner geehrt. Gleichzeitig wurde ein Betrag zur Förderung des örtlichen Vereinslebens, zur Infrastrukturentwicklung und zum Wohle der Städtepartnerschaft der Gemeinde Diemelsee mit Den Ham übergeben.<ref name="Partizipationspreis 01" />

Infrastruktur

  • In Benkhausen gibt es ein Dorfgemeinschaftshaus, die Freiwillige Feuerwehr Benkhausen, eine Grillhütte und einen Spielplatz mit Kneipp-Tretbecken.
  • Durch Benkhausen führt der europäische Fernwanderweg Nordsee – Bodensee – Mittelmeer.
  • Sehenswert ist der Aussichtspunkt „Klippe“. Zu erreichen über eine der 3 Ortseinfahrten.

Literatur

Weblinks

Commons: Benkhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Benkhausen, Landkreis Waldeck-Frankenberg. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).</ref> <ref name="ndsg">Verein für niederdeutsche Sprachforschung, Jahrbuch 1903. Diedr. Soltau’s Verlag, 1903, S. 132, 135 (Online-Digitalisat, abgerufen am 28. Mai 2019).</ref> <ref name="umweltatlas 01"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Land Hessen: Die Naturräume Hessens und ihre Haupteinheiten (Memento vom 27. März 2019 im Internet Archive) </ref> <ref name="zafa16"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Stand: 30.06.2016 in „Zahlen und Fakten“ im Internetauftritt der Gemeinde Diemelsee (Memento vom 12. August 2016 im Internet Archive).</ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,8 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 44, 100, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="heggel"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />ND 06 012 – Benkhausen – Felspartie „Die Heggel“ (Memento vom 28. Mai 2019 im Internet Archive) </ref> <ref name="Kirche 02">Evangelischer Kirchenkreis Twiste-Eisenberg: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Benkhausen (Memento vom 28. Mai 2019 im Internet Archive)</ref> <ref name="Partizipationspreis 01">Hessisches Ministerium für Soziales und Integration: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verleihung des Hessischen Partizipationspreises 2017 (Memento vom 28. Mai 2019 im Internet Archive) </ref> </references>

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