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Jeremy Irons

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Datei:Jeremy Irons.jpg
Jeremy Irons (2014)

Jeremy John Irons (* 19. September 1948 in Cowes, Isle of Wight) ist ein britischer Schauspieler, Oscar- und Golden-Globe-Preisträger.

Leben

Jeremy Irons wurde als Sohn von Barbara Anne und Paul Dugan Irons geboren. Seine Mutter war Hausfrau, sein Vater Buchhalter. Sein Urgroßvater war einer der ersten Polizisten des Metropolitan Police Service in London und später ein Chartist. Irons hat einen älteren Bruder und eine ältere Schwester.

Irons, der ursprünglich Tierarzt werden wollte, wirkte ab den 1970er Jahren in mehreren Fernseh- und Theaterproduktionen mit, bevor ihm 1981 mit der Hauptrolle in dem ITV-Mehrteiler Wiedersehen mit Brideshead und in Die Geliebte des französischen Leutnants der Durchbruch gelang. Schon bald war er einer der gefragtesten Charakterdarsteller Hollywoods und Europas. 1988 spielte er in Die Unzertrennlichen von David Cronenberg eine Doppelrolle, die ihm viel Lob einbrachte. Für seine Darstellung des Claus von Bülow in Die Affäre der Sunny von B. bekam er 1991 den Oscar als bester Hauptdarsteller. 1993 arbeitete er für M. Butterfly erneut mit Cronenberg zusammen. 1994 sprach er für den Disney-Film Der König der Löwen den bösen Löwen Scar.

Besonders bekannt wurde er 1995 durch seine Rolle des Bösewichts in Stirb langsam: Jetzt erst recht mit Bruce Willis und Samuel L. Jackson. 1997 spielte er in Lolita und der Alexandre-Dumas-Verfilmung Der Mann in der eisernen Maske mit. 2006 stand er nochmals mit John Malkovich für den Film Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter vor der Kamera. Die beiden hatten zuvor bereits für Der Mann in der eisernen Maske zusammengearbeitet. Im Jahr 2007 erhielt Irons den Golden Globe Award für die beste Nebenrolle in einem TV-Film für Elizabeth I.<ref>Jeremy Irons. In: prisma. Abgerufen am 4. Juli 2021.</ref> Ende März 2008 trat er in einer Nebenrolle als Lord Havelock Vetinari in der zweiten Realverfilmung gleich zweier Bücher des britischen Autors Terry Pratchett auf (The Colour of Magic und The Light Fantastic).

Im Jahr 2020 wurde Irons als Jury-Präsident der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin ausgewählt. Wegen seiner früheren umstrittenen Äußerungen, beispielsweise zu Abtreibung oder gleichgeschlechtlicher Ehe, gab es allerdings Kritik an der Entscheidung der neuen Festspielleitung.<ref>Tagesspiegel: Jeremy Irons schadet der Glaubwürdigkeit. Abgerufen am 19. Januar 2020.</ref>

Privates

Seit 1978 ist Jeremy Irons mit der Schauspielerin Sinéad Cusack verheiratet. Das Paar hat zwei Söhne, Max Irons und Sam Irons. Im 1989 erschienenen Film Danny – Der Champion spielt sein Sohn Sam Irons die Titelrolle; Jeremy Irons übernahm die Rolle von Dannys Vater.

Deutsche Synchronstimme

In der deutschen Synchronisation waren abwechselnd Frank Glaubrecht und bis zu dessen Tod Thomas Fritsch seine Standardstimmen. Seit 2020 wird er zudem häufig von Lutz Riedel synchronisiert.<ref>Jeremy Irons in der Deutschen Synchronkartei</ref>

Filmografie (Auswahl)

Preise und Auszeichnungen

Jeremy Irons hat bisher 28 internationale Filmpreise gewonnen und wurde für 31 weitere nominiert. 2017 wurde er gemeinsam mit Isabelle Huppert mit dem Europäischen Theaterpreis ausgezeichnet. Es ist erst das zweite Mal – nach Michel Piccoli (2001) – dass Schauspieler mit diesem Preis ausgezeichnet wurden.<ref>Europäischer Theaterpreis an Isabelle Huppert und Jeremy Irons, abgerufen am 19. November 2017.</ref>

Weblinks

Commons: Jeremy Irons – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references/>

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