Zum Inhalt springen

Hans Reiter (Politiker)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 31. März 2026 um 09:14 Uhr durch imported>Entenküken (Leben und Wirken: WP:WEB).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Hans Reiter 1938.jpg
Hans Reiter (1938)

Hans Robert Christoph Reiter (* 18. April 1901 in Straßburg; † 11. Dezember 1973 in Alsfeld) war ein deutscher Politiker der NSDAP.

Leben und Wirken

Vorlage:Hinweisbaustein Reiter wurde 1901 als Sohn des katholischen Braumeisters Albert Rudolph Joseph Reiter und dessen evangelischen Ehefrau Luise Katharina geborenen Rechaber in Straßburg geboren.<ref>Geburtenregister des Standesamtes Straßburg (1445/1901)</ref>

Reiter besuchte die Volksschule und die Oberrealschule. Später wurde er an einer höheren Lehranstalt für praktische Landwirte ausgebildet. Ab 1918 war er als landwirtschaftlicher Beamter tätig in Oberhessen, Hessen-Nassau und Oderbruch. 1924 legte er die Abschlussprüfung als staatlich geprüfter Landwirt in Kassel-Wolfsanger ab. Ab 1926 lebte Reiter als Gutsinspektor in Wendisch-Paulsdorf bei Löbau in der Oberlausitz.

Zum 1. Januar 1930 trat Reiter in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 187.419).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/34381000</ref> Ab 1929 war Reiter Parteiredner und NSDAP-Kreisleiter für den Kreis Löbau. Im Herbst 1932 wurde Reiter hauptamtlicher Kreisleiter; diese Funktion übte er bis 1945 aus. 1933 heiratete er.

Bei der Reichstagswahl vom Juli 1932 wurde Reiter als Kandidat der NSDAP für den Wahlkreis 28 (Dresden-Bautzen) als Abgeordneter in den Reichstag gewählt. Er gehörte dem deutschen Parlament in der Folge ohne Unterbrechung bis zum Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes im Mai 1945 an. Das wichtigste parlamentarische Ereignis, an dem Reiter während seiner Abgeordnetenzeit teilnahm, war die Verabschiedung des – unter anderem auch mit seiner Stimme beschlossenen – Ermächtigungsgesetzes, das zusammen mit der Reichstagsbrandverordnung vom Februar 1933 die Grundlage für die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur bildete.

Am 1. Juni 1935 wurde Reiter Landesgruppenleiter des Bundes Deutscher Osten in Sachsen und verfasste in dieser Funktion neben Schriften zur Bedeutung des BDO auch welche zur Einbindung der Domowina in die nationalsozialistische Diktatur auf Sorbisch.<ref>https://www.archiv.sachsen.de/archiv/bestand.jsp?guid=10945d78-3d4c-44be-8889-e53ac9d219b2</ref><ref>Vortrag des NSDAP-Kreisleiters Reiter aus Löbau zur Wendenfrage vom 23. Juli 1938. Abgerufen am 6. März 2026.</ref>

Literatur

Weblinks

Commons: Hans Reiter (politician, 1901) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Hans Reiter in der Datenbank der Reichstagsabgeordneten

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein