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Tributylzinnhydrid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Struktur von Tributylzinnhydrid
Allgemeines
Name Tributylzinnhydrid
Andere Namen
  • TBTH
  • Tri-n-butylzinnhydrid
  • Hydridotributylzinn
  • Tributylstannan
  • Tributylzinn
  • Bu3SnH
Summenformel C12H28Sn
Kurzbeschreibung

farblose bis gelbliche Flüssigkeit<ref>Eintrag zu Tributylzinnhydrid. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 211-704-4
ECHA-InfoCard 100.010.642
PubChem 5948
ChemSpider 5734
DrugBank DB08601
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 291,04 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

1,10 g·cm−3 (20 °C)<ref name="Merck">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei MerckVorlage:Abrufdatum</ref>

Schmelzpunkt

< 0 °C<ref name="Merck"/>

Siedepunkt

112–114 °C (11 hPa)<ref name="Merck"/>

Dampfdruck

5 hPa (20 °C)<ref name="Merck"/>

Löslichkeit

in Wasser Zersetzung<ref name="Merck"/>

Brechungsindex

1,4715 (25 °C)<ref name="IS12" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),<ref name="CLP_100.240.777">Nicht explizit in Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP) gelistet, fällt aber mit der angegebenen Kennzeichnung unter den Gruppeneintrag Vorlage:Linktext-Check in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA)Vorlage:Abrufdatum Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.</ref> ggf. erweitert<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​312​‐​315​‐​319​‐​360FD​‐​372​‐​410
P: 201​‐​273​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​308+310<ref name="GESTIS"/>
MAK

0,004 ml·m−3<ref name="GESTIS" />

Toxikologische Daten

127 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)<ref name="Merck"/>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Tributylzinnhydrid (TBTH) ist eine metallorganische Verbindung des Zinns und eine Tributylzinn-Verbindung.

Gewinnung und Darstellung

Die Verbindung kann durch Umsetzung von Tributylzinnchlorid mit Natriumborhydrid in einer Stickstoffatmosphäre gewonnen werden<ref name="IS12"></ref>:

<chem>2 (C4H9)3SnCl + 2 NaBH4 -> 2 (C4H9)3SnH + B2H6 + 2 NaCl</chem>

Eigenschaften

Tributylzinnhydrid ist eine farblose, giftige Flüssigkeit. Die Sn–H-Bindung im TBTH ist mit 310 kJ/mol recht schwach, so dass sie leicht homolytisch gespalten werden kann.

Verwendung

Synthetische Anwendung

Mit Azobis(isobutyronitril) (AIBN) als Radikalstarter wird TBTH in der Barton-McCombie-Reaktion und der Barton-Decarboxylierung eingesetzt. Diese beiden vom englischen Nobelpreisträger Derek H. R. Barton entdeckten Reaktionen ermöglichen die Umsetzung von Alkoholen, bzw. Säurehalogeniden in ihre entsprechenden Alkane.

Eine weitere interessante Reaktion ist die reduktive Dehalogenierung von Halogenalkanen, die auch oft in Verbindung mit einer anschließenden intramolekularen radikalischen Cyclisierung des gebildeten Alkylradikals synthetischen Nutzen findet.

TBTH wird auch oft zur Synthese der zur Stille-Kupplung benötigten Zinn-Organyle verwandt.

Nachweis

Organozinnhydride wie TBTH lassen sich im Infrarotspektrum einfach an einer ausgeprägten Sn-H-Bande im Bereich von 1800 bis 1880 cm−1 identifizieren.<ref name="IS12" />

Literatur

Einzelnachweise

<references/>