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Gralla (Musikinstrument)

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Gralla
Gralla aus Pflaumenholz, ohne Rohrblatt
Vorlage:Infobox Musikinstrument/Wartung/Parameter Klassifikation fehlt
Tonumfang
<score> {g' d} </score>
Vorlage:Infobox Musikinstrument/Wartung/Parameter Klangbeispiel fehlt


Gralla (katalanisch) ist ein konisches Doppelrohrblattinstrument, das in der Volksmusik in Spanien gespielt wird. Die gralla ist seit dem 19. Jahrhundert genauer bekannt und ähnelt der mittelalterlichen Schalmei.

Bauform

Das Holzblasinstrument ist zwischen 34 Zentimeter (ohne Klappen) und 39 Zentimeter lang (mit zwei bis acht Klappen)<ref>Francesc Rius: The gralla and ist origin. S. 17</ref> und wurde früher meist aus Buchsbaumholz gefertigt.<ref>Violet Alford: Odd Music-Makers and Their Instruments. In: The Musical Quarterly, Vol. 22, No. 1, Januar 1936, S. 98–106, hier besonders S. 103</ref> Die gralla hat sechs Grifflöcher und ein Daumenloch. Sie ist eine Variante der dulzaina, die in der Region Valencia dolçaina und in Alicante xirimita heißt.

Spielweise

Das Daumenloch wird zum Oktavieren benutzt. Das siebente, unterste Loch wird nicht gegriffen und dient nur der besseren Resonanz der tieferen Töne. Durch sogenannte Gabelgriffe und halb geschlossene Tonlöcher kann eine chromatische Tonleiter zwischen g und d' gespielt werden. Das feste und große Doppelrohrblatt erfordert eine kräftige Atemstütze und erzeugt einen recht lauten, tragenden Ton<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gralla Seca – G-Dur – Spanische Schalmei (Eiche). (Memento des Vorlage:IconExternal vom 19. Dezember 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.folkfriends.com Folkfriends – besondere Musikinstrumente</ref>, der auch im Freien weithin hörbar ist.

Die gralla wird unter anderem bei den Castells gespielt, das sind traditionelle Menschenpyramiden, die unter großem Publikumsinteresse aufgebaut werden. Die von den grallas und Trommeln gespielte Melodie Toc De Castels markiert dabei einen besonderen Abschnitt im Aufbau. Der zeitgenössische Komponist Joan Bagés Stücke komponiert seit etwa 2008 Stücke für gralla mit Elektronik.<ref>DIÀLEGS, OBRA ANTIPODA (gralla i electrònica). Youtube-Video</ref>

Literatur

  • Francesca Roig, Jaume Arnealla: Mètode de Gralla (Gralla Schule mit Geschichte, Spieltechnik, Grifftabellen, Anleitung zum Bau der Doppelrohrblätter). 2. Auflage Februar 1992. DINSIC Publicationses Musicals, Barcelona 1992, ISBN 84-86949-11-4.
  • Francesc Rius: The gralla and its origin. S. 1–31

Weblinks

Commons: Gralles – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />