The Ocean Race
| The Ocean Race | |
|---|---|
| Fahrzeugtyp | VOR65 und IMOCA |
| Land oder Region | International |
| Aktueller Name | The Ocean Race |
| Bisherige Namen | Whitbread Round the World Race (1973–2001) Volvo Ocean Race (2001–2019) |
| Erste Saison | 1973 |
| Offizielle Website | theoceanrace.com |
The Ocean Race (vormals Volvo Ocean Race, davor The Whitbread Round the World Race) ist eine seit 1973 alle vier und seit 2006 alle drei Jahre durchgeführte Segelregatta, die einmal um die ganze Welt verläuft. Die Regatta startet im Herbst in Europa. Die weitere Route führt durch den Atlantik, umrundet Afrika am Kap der Guten Hoffnung, führt durch den Indischen Ozean über den Südpazifik und rund um Kap Horn nach Süd- und Nordamerika und von dort wieder zurück nach Europa. Aufgrund der Wind- und Wetterverhältnisse, vor allem im Südpazifik (Wellenhöhen von 30 m und Windgeschwindigkeiten von 110 km/h), gilt die Regatta als eine der härtesten Herausforderungen im Segelsport. Die Regatta wird in Etappen (englisch leg bzw. legs) durchgeführt. Insgesamt sind je nach Anzahl und Wahl der Etappenziele 24.000 Seemeilen (etwa 45.000 km) bis 45.000 Seemeilen (etwa 72.000 km) zurückzulegen.
Geschichte
Der Wettbewerb wurde anfangs als Ausgleichs-Regatten durchgeführt. Der Sieger wurde nach bootsklassenbereinigter, gesegelter Gesamtzeit ermittelt. Von 1989 bis 1994 verwendete man ein Klassensystem, so dass die Boote nur innerhalb ihrer Klasse gegeneinander antraten. Seit 1997 wird mit Booten einer Klasse gesegelt, und die Etappen werden in einem Punktesystem einzeln gewertet. Der Sieger wird also nicht nach gesegelter Gesamtzeit ermittelt, sondern nach der Gesamtpunktzahl. 2014 erfolgte der Wechsel zu Einheitsbooten.
Die ersten sechs Austragungen hießen The Whitbread Round the World Race nach dem damaligen Hauptsponsor, der britischen Brauerei Whitbread. Für die siebte Austragung (1997/98) wurde der Name aufgrund der Beteiligung von Volvo für den Hauptpreis in Whitbread (Round the World) Race for the Volvo Trophy (abgekürzt aber ebenfalls Whitbread) geändert.<ref>About the Race. Whitbread 1973–1974. volvooceanrace.org (englisch), abgerufen 8. Juni 2007</ref> Die achte Regatta (2001/02) wurde nach einem vollständigen Sponsorenwechsel erstmals unter dem neuen Namen Volvo Ocean Race durchgeführt. Diese Regatta gewann das unter deutscher Flagge startende Team Illbruck unter Skipper John Kostecki.
Im Jahr 2006 entschied man sich, das Volvo Ocean Race alle drei Jahre zu starten. An der zwölften Regatta, die im Oktober 2014 in Alicante startete, nahmen sieben Teams teil. 2017 kündigte der Veranstalter eine weitere Verkürzung des Austragungs-Takts an. Die Wettbewerbe sollten ab sofort in zweijährigem Rhythmus abgehalten werden, so dass in jedem Kalenderjahr Regatten gesegelt werden. Nach der Veranstaltung 2017/18 wurde das folgende Volvo Ocean Race für 2019/20 angesetzt.<ref>Volvo Ocean Race switches to a 2-year cycle and a 2019 start for 14th edition, volvooceanrace.com, 14. Juni 2017, abgerufen am 4. August 2019</ref> Kurz vor dem Start der 2017er Regatta rückte der Sponsor Volvo von diesem Plan wieder ab. Der Geschäftsführer des Veranstalters, Mark Turner, trat als Reaktion darauf nach nur 16 Monaten Amtszeit zurück.<ref>Volvo reconsiders schedule for future Volvo Ocean Races, volvooceanrace.com, 26. September 2017, abgerufen am 4. August 2019</ref> Daraufhin übertrug Volvo die Geschäftsleitung an Richard Brisius und Johan Salén, die in der Vergangenheit bereits als Manager für verschiedene Teams tätig waren. In der Folge zog sich Volvo aus der Organisation komplett zurück und ist zukünftig nur noch als Sponsor tätig. Die Inhaberschaft wurde an die Atlant Sports Group übertragen, hinter der Brisius und Salén stehen. Dabei fand auch die Umbenennung der Veranstaltung in „The Ocean Race“ statt.<ref>The Ocean Race: New Zealand entry mooted for 2021/22 event, www.sail-world.com, 22. März 2019, abgerufen am 4. August 2019.</ref><ref>Welcome to The Ocean Race, www.theoceanrace.com, 14. Februar 2019, abgerufen am 4. August 2019</ref>
Regatten
Whitbread 1973/74
Die erste Regatta startete in Portsmouth am 8. September 1973. Siebzehn Yachten der unterschiedlichsten Größen und Formen nahmen daran teil. Während der Regatta ertranken drei Segler, Paul Waterhouse, Dominique Guillet und Bernie Hosking.
| Etappe | Start | Zielhafen | Zielland | Etappensieger |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Portsmouth | Kapstadt | Südafrika | Great Britain II |
| 2 | Kapstadt | Sydney | Australien | Pen Duick VI |
| 3 | Sydney | Rio de Janeiro | Brasilien | Great Britain II |
| 4 | Rio de Janeiro | Portsmouth | England | Sayula II |
Die Regatta gewann die Sayula II, eine Serienyacht vom Typ Swan 65<ref>Swan 65 - Nautor's Swan. In: Nautor Swan. Abgerufen am 18. April 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> der finnischen Werft Nautor’s Swan, gesteuert von Ramon Carlin (Mexiko) in einer Zeit von 133 Tagen und 13 Stunden.<ref>Freizeitkapitän im Schleudergang</ref>
Vor Kap Hoorn wurde die führende Yacht Adventure vom britischen Patrouillenschiff Endurance mit neun Salutschüssen begrüßt. Einer der Schüsse ging versehentlich durch die Genua der Yacht.<ref name="Yacht.de-KapHoorn">yacht-online: Kap Hoorn im Kielwasser (18. März 2009) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2024. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot Abgerufen am 18. März 2009</ref>
Erster deutscher Teilnehmer und letztes Boot im Ziel (Last Ship Home) war die 1936 gebaute Kieler Yawl Peter von Danzig unter Reinhardt Laucht vom Akademischen Segler-Verein in Kiel. Dafür gab es für die jungen Studenten immerhin noch den Preis „for the best performance of a losing yacht“ und für Skipper Reinhardt Laucht den Schlimbach-Preis.<ref>NDR.de: Abenteuer Weltumseglung: Fünf Kieler erinnern sich (Thomas Kahlcke), 18. März 2018, abgerufen am 28. Juni 2018</ref>
Das Rennen war ein großer Erfolg – abgesehen von den tragischen Todesfällen. Zur wichtigsten Lektion wurde, dass bei extremen Bedingungen Sicherheit mindestens ebenso wichtig ist wie Geschwindigkeit.
Whitbread 1977/78
Am 27. August 1977 starteten in Portsmouth bei Sturm und Regen 15 Boote. Whitbread sponserte auch diese zweite Austragung des Rennens. Es wurde bekannt gegeben, es alle vier Jahre auszutragen. Die Regatta dauerte bis März 1978 und ging erneut über vier Etappen, mit der Änderung, dass Auckland (Neuseeland) statt Sydney Etappenziel war.
Nach dem Erfolg des ersten Rennens gab es erneut ein großes Teilnehmerfeld. 15 Yachten aus 6 Ländern starteten und alle erreichten das Ziel. Die Sicherheitsregeln schrieben unter anderem Lifebelts vor, um Todesfälle wie in der ersten Durchführung der Regatta zu verhindern. Dadurch war in erheblichen Maße die Gefahr verringert, über Bord und in der See verloren zu gehen.
Drei der teilnehmenden Boote waren schon beim vorherigen Rennen dabei:
- Great Britain II, geführt von Rob James und mit 16 zahlenden Crew-Mitgliedern
- 33 Export, neu geriggt als 7/8-Sloop, mit dem jüngsten Skipper im Feld, dem 23-jährigen Alain Gabbay
- Adventure, wieder als Trainingsboot des Verteidigungsministeriums Großbritanniens, wobei die umfangreichen Crew-Wechsel in den Etappenhäfen für große Kontroversen sorgten.
Gesamtwertung
Die Great Britain II errang mit der geringsten Gesamtfahrzeit von 134 Tagen erneut die Line Honours, jedoch ging der Sieg an einen niederländischen Teilnehmer, Cornelis van Rietschoten, mit seiner von Sparkman & Stephens gebauten 65-Fuß-Ketsch Flyer, die 136 Tage für die Fahrt und nach berechneter Zeit 119 Tage benötigte.
Zu den Besonderheiten des Rennens gehörte, dass die britische Schriftstellerin Clare Francis die erste Frau war, die einen Whitbread-Teilnehmer als Skipper führte, und zwar die Swan 65 ADC Accutrac. Skip Novak debütierte beim Whitbread als Navigator an Bord der King’s Legend, einer Swan 65 genauso wie die Disque d’Or.
Etappenergebnisse
| Etappe | Start | Zielhafen | Zielland | Etappensieger nach gesegelter Zeit |
Etappensieger nach berechneter Zeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Portsmouth | Kapstadt | Südafrika | Flyer | Flyer |
| 2 | Kapstadt | Auckland | Neuseeland | Heath’s Condor | 33 Export |
| 3 | Auckland | Rio de Janeiro | Brasilien | Great Britain II | Gauloise II |
| 4 | Rio de Janeiro | Portsmouth | England | Heath’s Condor | Gauloise II |
Whitbread 1981/82
Am 8. August 1981 starteten 29 Boote in Portsmouth zur dritten Austragung der Regatta, darunter auch die Walross III des Akademischen Segler-Vereins in Berlin. Es gewann die von German Frers (Argentinien) entworfene Maxi-Yacht Flyer II, die vom Gewinner der letzten Regatta, Cornelis van Rietschoten, gesteuert wurde. Bemerkenswerterweise gewann die Siegeryacht sowohl nach Gesamtzeit als auch nach berechneter (korrigierter) Zeit. Zwanzig der gestarteten 29 Yachten kamen ins Ziel.
Ergebnisse
| Berechnete Zeit Position |
Gesegelte Zeit Position |
Segel Nummer | Yacht Name | Land | Yacht Typ | LOA (Meter) |
Skipper | Gesegelte Zeit d:hh:mm:ss |
Berechnete Zeit d:hh:mm:ss |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 | H 2869 | Flyer II | Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande | Frers 76 Slup Maxi | 23,16 | Cornelis van Rietschoten | 120:06:34:14 | 119:01:12:48 |
| 2 | 2 | F 15 | Charles Heidsieck III | Datei:Flag of France.svg Frankreich | Vaton 67 Slup | 20,27 | Alain Gabbay | 131:21:34:35 | 120:07:55:29 |
| 3 | 4 | F 8000 | Kriter IX | Datei:Flag of France.svg Frankreich | Frers 62 Slup | 18,97 | André Viant | 134:07:37:42 | 120:10:50:26 |
| 4 | 8 | Z 1418 | Disque d’Or III | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz | Farr 58 Slup | 17,75 | Pierre Fehlmann | 143:13:00:28 | 123:11:45:17 |
| 5 | 12 | KZ 4525 | Outward Bound | Datei:Flag of New Zealand.svg Neuseeland | Davidson 50 Slup | 15,44 | Digby Taylor | 151:15:19:30 | 124:11:55:03 |
| 6 | 10 | SA 73 | Xargo III | Datei:Flag of South Africa.svg Südafrika | Frers Swan 65 | 19,68 | Peter Kuttel | 147:15:10:18 | 124:19:02:37 |
| 7 | 13 | F 8292 | Mor Bihan | Datei:Flag of France.svg Frankreich | Joubert-Nivelt 49 Prototyp Slup | 14,81 | Philippe Poupon Eugene Riguidel |
156:12:34:17 | 125:15:24:45 |
| 8 | 11 | N 3000 | Berge Viking | Datei:Flag of Norway.svg Norwegen | Sparkman & Stephens Swan 57 | 17,37 | Peder Lunde | 149:20:57:51 | 125:16:54:17 |
| 9 | 7 | US 59707 | Alaska Eagle | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Sparkman & Stephens 65 Slup | 19,86 | Skip Novak Neil Bergt |
142:04:56:52 | 126:10:51:44 |
| 10 | 5 | F 5999 | Euromarché | Datei:Flag of France.svg Frankreich | Mauric 74 Ketsch Maxi | 22,17 | Éric Tabarly | 134:15:28:42 | 126:23:37:40 |
| 11 | 3 | KZ 4400 | Ceramco New Zealand | Datei:Flag of New Zealand.svg Neuseeland | Farr 69 Slup Maxi | 20,88 | Peter Blake | 132:11:55:38 | 127:17:42:43 |
| 12 | 15 | L 1700 | Skopbank of Finland | Datei:Flag of Finland icon.svg Finnland | C&C Yachts Baltic 51 | 15,47 | Kenneth Gahmberg | 158:09:54:32 | 128:15:06:47 |
| 13 | 14 | I 9333 | Rolly Go | Datei:Flag of Italy.svg Italien | Frers 51 Slup | 15,62 | Giorgio Falck | 157:12:41:33 | 129:20:52:12 |
| 14 | 16 | EUR 1 | Traité de Rome | Datei:Flag of Europe.svg Europa | Sparkman & Stephens 51 Slup | 15,60 | Antonio Chioatto | 166:10:40:09 | 130:23:58:41 |
| 15 | 17 | B 711 | Croky | Datei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien | Vankeirsbilck 44 Slup | 13,33 | Gustaaf Versluys | 170:00:22:24 | 133:23:34:43 |
| 16 | 6 | K 808 | FCF Challenger | Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich | Williams-Peterson Ocean 80 Slup Maxi | 24,54 | Leslie Williams | 138:15:27:12 | 138:15:27:12 |
| 17 | 9 | K 3566 | United Friendly | Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich | Gurney 77 Slup Maxi | 23,52 | Chay Blyth | 143:22:23:50 | 141:10:06:55 |
| 18 | 19 | G 909 | Walross III | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | Sparkman & Stephens Swan 55 | 16,03 | Olaf Michel Ekhart Hahn Claus Reichardt |
177:07:16:44 | 143:19:36:03 |
| 19 | 18 | E 2043 | Licor 43 | Datei:Flag of Spain.svg Spanien | Bazan 60 Sloop | 18,29 | Joaquin Coello | 174:14:59:02 | 160:02:16:35 |
| 20 | 20 | I 9469 | Ilgagomma | Datei:Flag of Italy.svg Italien | Carozzo AC50 Kutter | 15,24 | Roberto Vianello | 187:12:47:22 | 160:09:22:55 |
| DNF<ref>Did Not Finish ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))</ref> | 21 | K 1024 | Bubblegum | Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich | Peterson Contessa 43 | 12,95 | Ian McGowan-Fyfe | Aufgabe Etappe 3 | |
| DNF | 22 | F 7777 | Gauloises III | Datei:Flag of France.svg Frankreich | Holland 63 Slup | 19,13 | Eric Loizeau | Aufgabe Etappe 3 | |
| DNF | 23 | I 9167 | Save Venice | Datei:Flag of Italy.svg Italien | Scattolin 65 Slup | 19,74 | Doi Malingri di Bagnolo | Aufgabe Etappe 3 | |
| DNF | 24 | S 8876 | Swedish Entry | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | Norlin 61 Slup | 18,47 | Peder Silfverhielm | Aufgabe Etappe 3 | |
| DNF | 25 | B 969 | European University Belgium | Datei:Flag of Belgium (civil).svg Belgien | Frers 46 Slup | 14,02 | Jean Vincent Blondiau | Aufgabe Etappe 2 | |
| DNF | 26 | F 8333 | 33 Export | Datei:Flag of France.svg Frankreich | Briand 58 Slup | 17,58 | Thomas Philippe Philippe Schaff |
Aufgabe Etappe 2 | |
| DNF | 27 | I 9564 | Vivanapoli | Datei:Flag of Italy.svg Italien | Simeone 57 Schoner | 17,30 | Beppe Panada | Aufgabe Etappe 1 | |
| DNF | 28 | I 9488 | La Barca Laboratorio | Datei:Flag of Italy.svg Italien | Giorgetti-Magrini 64 Slup | 19.38 | Claudio Stampi | Aufgabe Etappe 1 | |
| DNF | 29 | S 7770 | Scandinavian | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | Sparkman & Stephens Swan 57 | 17,37 | Reino Engqvist | Aufgabe Etappe 1 | |
| <ref>Peter Blake & Alan Sefton, Blake’s Odyssey, 1982, Seiten 39, 99, 131, 159, 182</ref> | |||||||||
Etappenergebnisse
| Etappe | Start | Zielhafen | Zielland | Etappensieger nach gesegelter Zeit |
Etappensieger nach berechneter Zeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Portsmouth | Kapstadt | Südafrika | Flyer II | Kriter IX |
| 2 | Kapstadt | Auckland | Neuseeland | Flyer II | Ceramco NZ |
| 3 | Auckland | Mar del Plata | Argentinien | Flyer II | Mor Bihan |
| 4 | Mar del Plata | Portsmouth | England | Flyer II | Ceramco NZ |
Whitbread 1985/86
Am 29. September 1985 starteten in Portsmouth 15 Boote. Die L’Esprit d’Equipe gesteuert von Lionel Péan gewann die Regatta in einer korrigierten Zeit von 111 Tagen und 23 Stunden. Phillips Innovator war Zweiter und Fazer Finland Dritter. (UBS Switzerland war das nach Zeit schnellste Boot, gefolgt von der Lion New Zealand und der Drum von Eigner Simon Le Bon.)
Etappenergebnisse
| Etappe | Start | Zielhafen | Zielland | Etappensieger nach gesegelter Zeit |
Etappensieger nach berechneter Zeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Portsmouth | Kapstadt | Südafrika | UBS Switzerland | L’Esprit d’Equipe |
| 2 | Kapstadt | Auckland | Neuseeland | Atlantic Privateer | Philips Innovator |
| 3 | Auckland | Punta del Este | Uruguay | UBS Switzerland | L’Esprit d’Equipe |
| 4 | Punta del Este | Portsmouth | England | UBS Switzerland | L’Esprit d’Equipe |
Whitbread 1989/90
An der Regatta nahmen verschiedene Bootsklassen teil. Auch ein reines Frauenteam trat erstmals an, auf der von Tracy Edwards gesteuerten Maiden. Obwohl die Frauenmannschaft in einem kleineren Boot als ihre männlichen Konkurrenten fuhr, konnte sie in ihrer Klasse zwei Etappensiege erringen.<ref>Zwölf Frauen gegen die Segelelite (ORF 2019)</ref> Ab diesem Zeitpunkt startete in jedem Whitbread-Race ein reines Frauenteam.
Das Boot Creighton’s Naturally lief auf der zweiten Etappe gegen 3 Uhr morgens aus dem Ruder (Sonnenschuss). Dabei wurden die Crewmitglieder Anthony (Tony) Philips und Bart van den Dwey über Bord gespült. Beide konnten wieder an Bord geholt werden. Während van den Dwey erfolgreich wiederbelebt werden konnte, gelang dies bei Philips trotz dreistündiger Versuche nicht. Einige Tage später wurde Philips mit dem Einverständnis seiner Angehörigen auf See bestattet.
Gesamtwertung
| Platz | Boot | Nation | Skipper | Schiffstyp | Zeit |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Steinlager 2 | Datei:Flag of New Zealand.svg Neuseeland | Peter Blake (NZL) | 84-Fuß-Ketsch | 128 Tage 9 Std. |
| 2 | Fisher & Paykel NZ | Datei:Flag of New Zealand.svg Neuseeland | Grant Dalton (NZL) | 82-Fuß-Ketsch | 129 Tage 21 Std. |
| 3 | Merit | Datei:Flag of Switzerland within 2to3.svg Schweiz | Pierre Fehlmann (SUI) | 80-Fuß-Slup | 130 Tage 10 Std. |
| 4 | Rothmans | Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich | Lawrie Smith (GBR) | 80-Fuß-Slup | 131 Tage 4 Std. |
| 5 | The Card | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | Roger Nillson / Ann Lippens (SWE) | 80-Fuß-Ketsch | 135 Tage 7 Std. |
| 18 | Maiden | Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich | Tracy Edwards (GBR) | 58-Fuß-Slup | 167 Tage 3 Std. |
| 21 | La Poste | Datei:Flag of France.svg Frankreich | Daniel Mallé (FRA) | 51-Fuß-Slup | 181 Tage 22 Std. |
Für die Steinlager 2, gesteuert von Peter Blake, war es ein leichter Sieg. Seit der Regatta 1981/82 gewann erstmals wieder der Sieger alle Etappen.
Etappenergebnisse
| Etappe | Start | Zielhafen | Zielland | Etappensieger | Skipper |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Southampton | Punta del Este | Uruguay | Steinlager 2 | Peter Blake (NZL) |
| 2 | Punta del Este | Fremantle | Australien | Steinlager 2 | Peter Blake (NZL) |
| 3 | Fremantle | Auckland | Neuseeland | Steinlager 2 | Peter Blake (NZL) |
| 4 | Auckland | Punta del Este | Uruguay | Steinlager 2 | Peter Blake (NZL) |
| 5 | Punta del Este | Fort Lauderdale | USA (Florida) | Steinlager 2 | Peter Blake (NZL) |
| 6 | Fort Lauderdale | Southampton | England | Steinlager 2 | Peter Blake (NZL) |
Aufgrund der Erfahrungen mit den unterschiedlichen Bootsklassen in Rennen wurde entschieden, für die zukünftigen Regatten eine einheitliche Bootsklasse zu entwickeln. So waren die Maxi-Yachten fast doppelt so groß wie die kleinsten Yachten und verfügten über mehr als die doppelte Segelfläche. Das Ergebnis dieser Unterschiede war, dass die kleineren Boote rund zehn Tage länger für jede Etappe benötigten. Im Ziel war der Letzte schließlich 52 Tage hinter Blakes Steinlager 2. Außerdem waren die großen Schiffe sehr kostenintensiv. Die neu geschaffene Klasse wurde W60 genannt.
Whitbread 1993/94
Erneut wurde mit verschiedenen Bootsklassen gesegelt, darunter erstmals die spezielle Whitbread-Klasse W60. Da man fürchtete, nicht genug neue Boote für den Wettbewerb zu haben, wurde trotz Protesten auch den Maxi-Yachten die Teilnahme erlaubt. Handicap-Regeln glichen die Unterschiede aus. Zwischen Maxi-Yachten und W60 kam es zu engen Rennen. Das Rennen war noch relativ unberührt von Sicherheitsmaßnahmen wie Eistoren oder dem kommerziellen Druck, Asien zu besuchen. Aber aus politischen Gründen (Anti-Apartheid) wurde Kapstadt ausgelassen, so dass die zweite Etappe ein gewaltiger Törn von Punta del Este in Uruguay direkt nach Fremantle in Australien war.<ref >Mike Sanderson: Three decades of racing Maxi’s. Doyle Sails, abgerufen am 6. Januar 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Gesamtwertung
Intrum Justitia wurde ursprünglich von Roger Nilson gesteuert. Er erkrankte jedoch während der Wettfahrt und wurde am Ende der ersten Etappe in Punta del Este von Lawrie Smith abgelöst.
Etappenergebnisse
| Etappe | Start | Zielhafen | Zielhafen | Etappensieger | Skipper |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Southampton | Punta del Este | Argentinien | NZ Endeavour | Grant Dalton (NZL) |
| 2 | Punta del Este (Uruguay) | Fremantle | Australien | Intrum Justitia | Lawrie Smith (GBR) |
| 3 | Fremantle | Auckland | Neuseeland | NZ Endeavour | Grant Dalton (NZL) |
| 4 | Auckland | Punta del Este | Argentinien | NZ Endeavour | Grant Dalton (NZL)> |
| 5 | Punta del Este | Fort Lauderdale | USA (Florida) | Yamaha | Ross Field (NZL) |
| 6 | Fort Lauderdale | Southampton | England | Tokio | Chris Dickson (NZL) |
Whitbread 1997/98
Zum ersten Mal nahmen an der Regatta nur Yachten einer einzigen Klasse, der W60, teil, und die Wertung erfolgte nach einem Punktesystem, um auch die kürzeren Etappen aufzuwerten. Um die mediale Verwertung zu verbessern, wurden insgesamt neun Etappen veranstaltet. Volvo trat zum ersten Mal als Sponsor der Trophäe und der Fernsehübertragungen auf. Die Regatta hieß Whitbread round the world race for the Volvo Trophy.
Gesamtwertung
| Platz | Boot | Nation | Skipper | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | EF Language | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | Paul Cayard (USA) | 836 |
| 2 | Merit Cup | Datei:Flag of Monaco.svg Monaco | Grant Dalton (NZL) | 698 |
| 3 | Swedish Match | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | Gunnar Krantz (SWE) | 689 |
| 4 | Innovation Kvaerner | Datei:Flag of Norway.svg Norwegen | Knut Frostad (NOR) | 633 |
| 5 | Silk Cut | Datei:Flag of the United Kingdom.svg Vereinigtes Königreich | Lawrie Smith (GBR) | 630 |
| 6 | Chessie Racing | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | George J. Collins / John Kostecki (USA) | 613 |
| 7 | Toshiba | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Dennis Conner (USA) / Paul Standbridge (NZL)<ref>DieToshiba wurde ursprünglich von Chris Dickson gesteuert, dieser wurde aber nach der ersten Etappe entlassen. Auch Hans Bouscholte wurde nach der ersten Etappe durch Roy Heiner ersetzt. Das Team America’s Challenge gab aufgrund finanzieller Probleme nach der zweiten Etappe auf.</ref> | 528 |
| 8 | Brunel Sunergy | Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande | Hans Bouscholte / Roy Heiner (NED) | 415 |
| 9 | EF Education | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | Christine Guillou (FRA) | 275 |
| DNF | America’s Challenge | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Ross Field (NZL) | 58 |
Etappenergebnisse
| Etappe | Start | Zielhafen | Zielland | Etappensieger | Skipper |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Southampton | Kapstadt | Südafrika | EF Language | Paul Cayard (USA) |
| 2 | Kapstadt | Fremantle | Australien | Swedish Match | Gunnar Krantz |
| 3 | Fremantle | Sydney | Australien | EF Language | Paul Cayard (USA) |
| 4 | Sydney | Auckland | Neuseeland | Merit Cup | Grant Dalton (NZL) |
| 5 | Auckland | São Sebastião | Brasilien | EF Language | Paul Cayard (USA) |
| 6 | São Sebastião | Fort Lauderdale | USA (Florida) | Silk Cut | Lawrie Smith (GBR) |
| 7 | Fort Lauderdale | Baltimore | USA (Maryland) | Brunel Sunergy | Roy Heiner (NED) |
| 8 | Annapolis | La Rochelle | Frankreich | Toshiba | Paul Standbridge (NZL) |
| 9 | La Rochelle | Southampton | England | Merit Cup | Grant Dalton (NZL) |
Volvo Ocean Race 2001/02
Für die Austragung 2001/02 übernahm Volvo (genauer: die Volvo Group und die Volvo Car Corporation gemeinsam) die Rolle des Titelsponsors und die Regatta wurde in Volvo Ocean Race umbenannt. Zwischenstopps waren in Volvos wichtigsten europäischen Märkten, Deutschland, Frankreich und Schweden, vorgesehen. Das Punktesystem wurde überarbeitet, um die Regatta bis zum Schluss spannend zu halten.
John Kostecki gewann auf der Illbruck zum ersten Mal das Volvo Ocean Race als Skipper, nachdem er bereits im Whitbread 1997/98 als Co-Skipper mit George Collins auf der Chessie Racing erfolgreich war. Assa Abloys neu entwickelte Boote waren sehr schnell, jedoch nicht schnell genug. Insbesondere die lange Entwicklungsphase behinderte das Feintuning der Yachten.
Die dritte Etappe wurde gemeinsam mit der legendären Sydney-Hobart-Regatta durchgeführt.
Gesamtwertung
| Platz | Boot | Nation | Skipper | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Illbruck Challenge | Datei:Flag of Germany.svg Deutschland | John Kostecki (USA) | 61 |
| 2 | ASSA ABLOY | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | Neal McDonald (GBR) | 55 |
| 3 | Amer Sports One | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Grant Dalton (NZL) | 44 |
| 4 | Team Tyco | Datei:Flag of Bermuda.svg Bermudas | Kevin Shoebridge (NZL) | 42 |
| 5 | News Corp | Datei:Flag of Australia (converted).svg Australien | Jez Fanstone (AUS) | 41 |
| 6 | Djuice Dragons | Datei:Flag of Norway.svg Norwegen | Knut Frostad (NOR) | 33 |
| 7 | Team SEB | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | Gunnar Krantz (SWE) | 32 |
| 8 | Amer Sports Too | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Lisa McDonald (USA) | 16 |
Etappenergebnisse
| Etappe | Start | Zielhafen | Zielland | Etappensieger |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Southampton | Kapstadt | Südafrika | Illbruck |
| 2 | Kapstadt | Sydney | Australien (New South Wales) | Illbruck |
| 3 | Sydney | Hobart | Australien (Tasmanien) | Assa Abloy |
| 4 | Hobart | Auckland | Neuseeland | Assa Abloy |
| 5 | Auckland | Rio de Janeiro | Brasilien | Illbruck |
| 6 | Rio de Janeiro | Miami | USA (Florida) | Assa Abloy |
| 7 | Miami | Baltimore | USA (Maryland) | Team News Corp |
| 8 | Baltimore | La Rochelle | Frankreich | Illbruck |
| 9 | La Rochelle | Göteborg | Schweden | Assa Abloy |
| 10 | Göteborg | Kiel | Deutschland | Djuice Dragons |
Galerie Zieleinlauf Kiel
-
Zieleinlauf der Illbruck in Kiel
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Gesamtsieger Illbruck im Zielhafen Kiel
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Boote der Teams SEB, Tyco und News Corp im Zielhafen Kiel
Volvo Ocean Race 2005/06
Bei dieser Austragung gab es einige Neuerungen. Zum ersten Mal wurde nicht in Großbritannien gestartet. Außerdem wurde die Regatta mit einem neuen Bootstyp, dem Volvo Open 70, durchgeführt. Dieses Boot ist rund 1000 kg leichter als der Typ W60, hat eine größere Segelfläche sowie einen Kippkiel.<ref name="Yacht.de-Segelriss"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Yacht-online: Segelriss – Volvo Open 70 ( des Vorlage:IconExternal vom 14. Februar 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Abgerufen am 16. Februar 2009</ref><ref>Yacht-online: Volvo Open 70 – Einblick in die Rennmaschine Abgerufen am 18. März 2009</ref>
Die Strecke war rund 57.000 km lang und wurde in neun Etappen innerhalb von neun Monaten absolviert. Dazu kamen Rennen in bestimmten Starthäfen, sogenannte „In-Port-Races“. Es wurden sogenannte Pit-Stop-Häfen vorgesehen, die die längeren Etappen in kürzere Sektionen unterteilen. In diesen Häfen gab es keine „In-Port-Races“. Um den Kurs der Boote besser zu kontrollieren, wurden außerdem sechs bestimmte Wegpunkte (Tore) eingeführt, bei deren richtiger Passage, gemäß der zeitlichen Reihenfolge Punkte vergeben werden.
Auch das Punktesystem wurde überarbeitet. Auf den normalen Etappen erhielt der Sieger sieben Punkte, der Zweite sechs usw. Bei den „In-Port-Races“ errang der erste 3,5 Punkte, der zweite drei usw. Die Punkte aus den „In-Port-Races“ machten 20 % der Gesamtpunktzahl aus. Man wollte so die Regatta in den Etappenhäfen für das Publikum interessanter gestalten.
Die Regatta startete am 5. November 2005 in Sanxenxo in Spanien und endete am 17. Juni 2006 in Göteborg, dem Hauptsitz der Sponsoren „Volvo Car Corporation“ und „Volvo Group“.
Gesamtwertung
| Boot | Nation | Designer | Skipper | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| ABN AMRO ONE | Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande | Juan Kouyoumdjian | Mike Sanderson | 96,0 |
| Pirates of the Caribbean | Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten | Bruce Farr | Paul Cayard | 73,0 |
| Brasil 1 | Datei:Flag of Brazil.svg Brasilien | Bruce Farr | Torben Grael | 67,0 |
| ABN AMRO TWO | Datei:Flag of the Netherlands.svg Niederlande | Juan Kouyoumdjian | Sebastien Josse | 58,5 |
| Ericsson Racing Team | Datei:Flag of Sweden.svg Schweden | Bruce Farr | Neal MacDonald / John Kostecki | 55,0 |
| movistar | Datei:Flag of Spain.svg Spanien | Bruce Farr | Bouwe Bekking | 48,0 |
| Sunergy and Friends ING Real Estate/Brunel |
Datei:Flag of Australia (converted).svg Australien | Don Jones | Grant Warington | 15,5 |
Etappenergebnisse
| Etappe | Ort | Sieger/Erster |
|---|---|---|
| Prolog: In-port-race | Sanxenxo (Galicien) | Ericsson Racing Team |
| Etappe 1 | Vigo – Kapstadt | ABN AMRO One |
| Kontrollpunkt Fernando de Noronha | ABN AMRO One | |
| In-port-race | Kapstadt | ABN AMRO One |
| Etappe 2 | Kapstadt – Melbourne | ABN AMRO One |
| Kontrollpunkt Kerguelen | ABN AMRO One | |
| Kontrollpunkt Eclipse Island | ABN AMRO One | |
| In-port-race | Melbourne | ABN AMRO One |
| Etappe 3 | Melbourne – Wellington | movistar |
| Etappe 4 | Wellington – Rio de Janeiro | ABN AMRO One |
| Kontrollpunkt Kap Hoorn | ABN AMRO One | |
| In-port-race | Rio de Janeiro | ABN AMRO One |
| Etappe 5 | Rio de Janeiro – Baltimore/Annapolis | ABN AMRO One |
| Kontrollpunkt Fernando de Noronha | Movistar | |
| In-port-race | Baltimore | Movistar |
| Etappe 6 | Baltimore/Annapolis – New York | ABN AMRO One |
| Etappe 7 | New York – Portsmouth/UK | ABN AMRO One |
| Kontrollpunkt Lizard Point | ABN AMRO One | |
| In-port-race | Portsmouth | ABN AMRO One |
| Etappe 8 | Portsmouth – Rotterdam | Brasil 1 |
| In-port-race | Rotterdam | ABN AMRO One |
| Etappe 9 | Rotterdam – Göteborg | Pirates of the Caribbean |
Das Boot Sunergy and Friends wurde nach der Akquirierung eines neuen Sponsors zur dritten Etappe in ING Real Estate/Brunel umbenannt. Auf der letzten langen Etappe von New York nach Portsmouth ging der Niederländer Hans Horrevoets vom Team ABN AMRO Two nachts über Bord und kam dabei trotz sofort eingeleitetem Mann-über-Bord-Manöver ums Leben. Auf der gleichen Etappe musste die Movistar aufgegeben werden, da Beschädigungen an der Kielschwenkmechanik zu einem starken Wassereintritt führten. Das Team Movistar wurde durch ABN AMRO Two, kurz nachdem diese ihren Mitsegler verloren hatten, erfolgreich geborgen.
Volvo Ocean Race 2008/09
Das Volvo Ocean Race wurde vom 4. Oktober 2008 bis zum 27. Juni 2009 wiederum mit Booten des Types Volvo Open 70<ref name="Yacht.de-Segelriss" /> ausgetragen. Es führte in zehn Etappen von Alicante in Spanien nach Sankt Petersburg in Russland. Nach acht Monaten auf See und über 37.000 gesegelten Seemeilen gewann das Team Ericsson 4 die Gesamtwertung.<ref>Volvo Ocean Race winners: ‘We fought for every mile’. In: CNN. Abgerufen am 16. November 2015.</ref> Eine der acht russischen Yachten musste auf der dritten Etappe aus finanziellen Gründen aufgeben. Auf der vierten Etappe kam die Flotte in einen Taifun. Es kam zum Teil zu schweren Schäden, die einige Boote zwangen, das Rennen zu unterbrechen. Zwei Teilnehmer verpassten so die nächste Etappe.
Volvo Ocean Race 2011/12
Zum Auftakt hatte Volvo angekündigt, sein Engagement für zukünftige Durchführungen der Regatta zu verlängern.
Einige Änderungen am Regelwerk wurden vorgenommen. Während zuvor nur in bestimmten Häfen In-Port-Races stattfanden, wurden diese nun an allen Zwischenstopps durchgeführt. Außerdem wertete man die Überseeetappen bei der Punktevergabe gegenüber den In-Port-Races und den Wegpunkten auf. Der Bau von Testbooten wurde verboten und die Anzahl der erlaubten Modifikationen an Kiel, Ruder und Finnen wurde limitiert. Eine Begrenzung der Segelanzahl und der Ersatzteile (z. B. nur ein Ersatzmast) sollte auch Teams mit geringerem Etat die Teilnahme ermöglichen.<ref>Erster Stopp 2011/2012 ist Kapstadt. In: yacht.de. Abgerufen am 21. Februar 2010.</ref>
Die Regatta nahm folgende Route:<ref name="Yacht1">Erste Meldung – aber Absage des Titelverteidigers. In: yacht.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 31. März 2022; abgerufen am 21. Februar 2010. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref><ref name="Route20112012">Volvo Ocean Race 2011-12 racing schedule. (PDF) VolvoOceanRace, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Juli 2010; abgerufen am 1. Juli 2010.</ref>
- Alicante (Spanien) → Start
- Kapstadt (Südafrika)
- Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate)
- Sanya (China)
- Auckland (Neuseeland)
- Itajaí (Brasilien)
- Miami (USA)
- Lissabon (Portugal)
- Lorient (Frankreich)
- Galway (Irland) → Ziel
Am 2. Juli um 00:49:11 UTC erreichte Franck Cammas mit seiner Crew „Groupama“ den Finalhafen Galway als Gesamtsieger.<ref>„Groupama“ gewinnt Regatta um die Welt. Spiegel Online, 3. Juli 2012</ref>
Gesamtwertung
| Team | Nation | Designer | Skipper | Punkte | Bemerkung |
|---|---|---|---|---|---|
| Groupama Sailing Team | Datei:Flag of France.svg Frankreich | Juan Kouyoumdjian | Franck Cammas (FRA) | 253 | Sieger |
| Camper with Emirates Team New Zealand | Datei:Flag of Spain.svg Spanien | Marcelino Botin | Chris Nicholson (AUS) | 231 | 2. Platz |
| Puma Ocean Racing powered by BERG Propulsion |
Datei:Flag of the United States.svg Vereinigte Staaten Datei:Flag of Germany.svg Deutschland |
Juan Kouyoumdjian | Ken Read (USA) | 226 | 3. Platz |
| Team Telefónica | Datei:Flag of Spain.svg Spanien | Juan Kouyoumdjian | Iker Martínez (ESP) | 213 | 4. Platz |
| Abu Dhabi Ocean Racing Team | Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg Vereinigte Arabische Emirate | Bruce Farr | Ian Walker (GBR) | 131 | 5. Platz |
| Team Sanya | Datei:Flag of the People's Republic of China.svg Volksrepublik China | Bruce Farr | Mike Sanderson (NZL) | 51 | 6. Platz |
Die Etappe von Kapstadt nach Abu Dhabi sorgte im Vorfeld für Schlagzeilen, da sie durch eines der gefährlichsten Seegebiete der Welt verlief. Um der Piraterie vor der Küste Somalias zu entgehen, wurde sie in zwei Abschnitte unterteilt. Der erste führte bis zu einem damals geheim gehaltenen Hafen auf den Malediven, wo die Yachten in einen Frachter verladen wurden und unter Waffenschutz bis kurz vor die Küste von Abu Dhabi transportiert wurden, während die Crew-Mitglieder gesondert reisten und schließlich die Regatta mit einem kurzen Sprint nach Abu Dhabi beendeten. Während des Aufenthalts in den besonders gefährlichen Seebereichen gab es keine Live-Übertragung.<ref>Regatta vor Piratenküste. In: Spiegel Online. Abgerufen am 12. Dezember 2011.</ref>
Volvo Ocean Race 2014/15
Am 11. Oktober 2014 starteten in Alicante sieben Einheitsyachten der neuen Klasse Volvo Ocean 65 zur ersten Etappe, darunter nach 12 Jahren wieder ein rein weibliches Team.<ref>Start in eine sichere Zukunft. In: yacht.de. Abgerufen am 2. November 2011.</ref><ref>Brillanter Start von Team Brunel. In: yacht.de. Abgerufen am 5. November 2014.</ref> Die Route führte über Kapstadt, Abu Dhabi, Sanya, Auckland, Itajaí, Newport, Lissabon, Lorient und Den Haag nach Göteborg.<ref>Race Schedule. In: volvooceanrace.com. Abgerufen am 5. November 2014.</ref>
Team Vestas Wind lief auf der zweiten Etappe etwa 200 Seemeilen von Mauritius entfernt im Indischen Ozean auf ein Riff und musste das Boot aufgeben. Es gelang, das Wrack zu bergen, wieder instand zu setzen und zur vorletzten Etappe an den Start zu bringen.<ref>volvooceanrace.com</ref> Die Frauenmannschaft gewann drei In-Port-Wettfahrten in Serie und die achte Etappe, wurde aber insgesamt nur vorletzte.
Der Sieg ging an Azzam unter Skipper Ian Walker vom Abu Dhabi Ocean Racing Team.<ref name="Yacht2">Ungefährdeter Sieg für die Walker-Crew. In: yacht.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 22. Juni 2015; abgerufen am 22. Juni 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Die Yacht lag fast durchgängig auf Platz eins der Gesamtwertung, lediglich nach der dritten Etappe war man vorübergehend nur Zweiter.
Volvo Ocean Race 2017/18
Am 22. Oktober 2017 startete in Alicante das dreizehnte Volvo Ocean Race. Die Regatta führte von dort über Lissabon, Kapstadt, Melbourne, Hongkong, Guangzhou (nur In-Port-Wettfahrt), Auckland, Itajai, Newport, Cardiff, Göteborg nach Den Haag. Mit etwa 45.000 Seemeilen war sie um 6.000 Seemeilen länger als zuvor.
Sieben Boote wurden für das Rennen gemeldet: Brunel (NL), dessen Skipper Bouwe Bekking damit sein achtes Volvo Ocean Race bestritt, Dongfeng Race Team (CN), Mapfre (ES), Sun Hung Kai/Scallywag (HK), Team AkzoNobel (NL), Turn the Tide on Plastic und Vestas 11th hour racing (USA/DK). Bis auf das Team AkzoNobel segelten alle Teams Yachten, die schon an der 12. Austragung der Regatta teilnahmen, da die Boote der Klasse Volvo Ocean 65 von Anfang an auf zwei Wettbewerbe ausgelegt waren.
Der Gesamtsieg ging nach 11 Etappen und 11 In-Port-Rennen an das Dongfeng Race Team (China) vor Mapfre (Spanien) und Brunel (Niederlande).
The Ocean Race 2023
<mapframe latitude="20.797201" longitude="-17.753906" zoom="2" text="Route des Ocean Race 2023" width="395" height="353"> {
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} </mapframe> In Alicante sollte ursprünglich 2021 das vierzehnte Ocean Race starten.<ref>The Ocean Race enters new era with global launch event. In: Sail World. 21. März 2019, abgerufen am 28. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Wegen der COVID-19-Pandemie wurde der Start zunächst auf Oktober 2022 verlegt, schließlich erfolgte der Start am 15. Januar 2023.<ref name="route2023">Route. In: theoceanrace.com. Abgerufen am 20. Juni 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Beendet wurde das Rennen am 1. Juli 2023, zum 50. Jubiläum der Segelregatta, in Genua.<ref name="route2023" /> Dabei wurden zwei Bootstypen, die Klasse Volvo Ocean 65 (VO65) und Open 60, eingesetzt. Für die Ozean-Etappen wurden die IMOCA 60 mit Auftriebsflügeln, sogenannten Hydrofoils, ausgestattet.
Nach dem Start in Alicante wurden sieben Etappen mit Stopps in Kap Verde, Kapstadt, Itajaí, Newport, Aarhus, Den Haag (vorher „Fly-By“ in Kiel) und dem Zieleinlauf in Genua gesegelt.<ref>Stopover dates announced for The Ocean Race 2022–2023. In: theoceanrace.com. 20. Dezember 2021, abgerufen am 10. Juli 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Etappe Kapstadt-Itajaí ist mit 12.750 Seemeilen (23.613 Kilometer) die längste je im Ocean Race gesegelte Strecke.<ref name="route2023" /> Angemeldet waren elf Teams, davon fünf für die Klasse IMOCA und sechs für die Klasse VO65.<ref>Teams. In: theoceanrace.com. Abgerufen am 24. November 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Nachdem die Klasse der VO65 aufgrund von Budgetproblemen nicht ausreichend gefüllt werden konnte, wurde für diese ein verkürztes Rennen angesetzt, der VO65 Sprint Cup aus drei Offshore-Rennen zusammen mit den IMOCAs (Alicante – Kap Verde, Aarhus – Den Haag, Den Haag – Genua), sowie vier In-port-Rennen.<ref>Tatjana Pokorny: Kür nur für die Imocas, Kurzprogramm für die VO65-Yachten. In: www.yacht.de. 1. Dezember 2022, abgerufen am 9. Januar 2023.</ref>
| Etappe
1 |
Etappe
2 |
Etappe
3 |
Etappe
4 |
Etappe
5 |
Etappe
6 |
Etappe
7 |
Strafe | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Volvo Ocean 65 class | ||||||||||
| WindWhisper Racing Team | 6 | kein Teil der Volvo
Ocean 65 Strecke<ref>The Ocean Race: VO65 Route. Abgerufen am 28. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> |
6 | 6 | 0 | 18 | ||||
| Team JAJO | 5 | 4 | 5 | 0 | 14 | |||||
| Austrian Ocean Racing p/b Team Genova | 4 | 3 | 3 | 0 | 10 | |||||
| Viva México | 2 | 2 | 4 | 0 | 8 | |||||
| Mirpuri Foundation Racing Team | 0 RET | 5 | 2 | 0 | 7 | |||||
| Ambersail 2 | 3 | 0 DNS | 0 DNS | 0 | 3 | |||||
| IMOCA 60 class | ||||||||||
| 11th Hour Racing Team | 4 | 3 | 3 | 3 | 5 | 10 | 5 | 4 RED | 0 | 37 |
| Holcim – PRB | 5 | 5 | 5 | 4 | 0 RET | 8 | 4 | 3 | 0 | 34 |
| Team Malizia | 3 | 2 | 4 | 5 | 4 | 6 | 3 | 5 | 0 | 32 |
| Biotherm Racing | 2 | 4 | 2 | 2 | 3 | 4 | 2 | 4 | 0 | 23 |
| GUYOT environnement – Team Europe | 1 | 1 | 0 RET | 0 RET | 0 DNS | 1 | 0 RET | −1 | 2 | |
| Source:<ref name="Scoreboard2">The Ocean Race: The Ocean Race 2022-23. Abgerufen am 28. Dezember 2023 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> | ||||||||||
Zukünftige Ausgaben
Am 10. August 2025 startete in Kiel das "Ocean Race Europe". Sieben Teams nehmen an der Regatta mit Stopps in Portsmouth, Cartagena, Genua und Zieleinlauf in der Bucht von Kotor teil.<ref>The Ocean Race Europe 2025. Abgerufen am 14. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Unter dem Namen "Ocean Race Atlantic" soll im Sommer 2026 zum ersten Mal ein Rennen ohne Zwischenstopp stattfinden. Die Regatta wird von New York nach Barcelona führen. Dabei sollen die Crews jeweils zur Hälfte aus Frauen und Männern gebildet werden.<ref>The Ocean Race Atlantic. Abgerufen am 10. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Im Januar 2027 startet in Alicante das nächste herkömmliche "Ocean Race" um die Erde. Zielort ist AMAALA, ein im Bau befindliches Tourismus-Projekt am und im Roten Meer in Saudi-Arabien.<ref>The Ocean Race 2027. Abgerufen am 10. März 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Weblinks
- Offizielle Website des Ocean Race (englisch)
Einzelnachweise
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