Cherson
| Cherson | ||
|---|---|---|
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| Wappen von Cherson |
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Datei:Flag of Ukraine.svg Ukraine | |
| Oblast: | Oblast Cherson | |
| Rajon: | Rajon Cherson | |
| Höhe: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) m | |
| Fläche: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1.686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) km² | |
| Einwohner: | Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl UA (Fehler: Ungültige Zeitangabe)
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| Postleitzahlen: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| Vorwahl: | +380 Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| Geographische Lage: | Gradzahl-Fehler: NS: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) EW: Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| KATOTTH: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| KOATUU: | Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) | |
| Verwaltungsgliederung: | 3 Stadtrajone, 4 Siedlungen städtischen Typs, 4 Dörfer, 7 Siedlungen | |
| Verwaltung | ||
| Bürgermeister: | Ihor Kolychajew | |
| Adresse: | пр. Ушакова 37 73000 м. Херсон | |
| Website: | https://miskrada.kherson.ua/<ref>Die offizielle Webseite der Stadt wurde im Zuge der russischen Invasion 2022 offenkundig gehackt, vgl. im News-Archiv, Februar 2022 die vermeintliche „Ansprache von Präsident W. Selenskyi an die Bürger der Ukraine“ (angeblich vom 25. Februar 2022; ukrainisch), in der es u. a. heißt: „Bis heute haben wir die gesamte militärische Infrastruktur im gesamten Grenzgebiet verloren. […] Militärische Hilfe ist nicht zu erwarten. Heute […] sind ich, der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine und das Ministerkabinett der Ukraine gezwungen, das Territorium der Ukraine zu verlassen […] Ich melde mich schnellstmöglich wieder.“ – Zum Hintergrund derartiger Hacks: Hackers’ Fake Claims of Ukrainian Surrender Aren’t Fooling Anyone. So What’s Their Goal? Artikel von Kate Conger in der New York Times, 5. April 2022 (englisch).</ref> | |
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Cherson ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) <templatestyles src="IPA/styles.css" /> und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) [<templatestyles src="IPA/styles.css" />]; griechisch: Χερσόνησος Chersónēsos) ist eine Seehafenstadt in der Ukraine und die Hauptstadt der Oblast Cherson mit etwa 40.000 Einwohnern (Stand: 2023).
Etymologie
Der Name Cherson ist von dem griechischen Wort {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) „Halbinsel“ abgeleitet und bezieht sich wiederum auf die griechische Stadt Chersones auf der Krim.<ref>Янко М.Т.: Топонімічний словник України: словник-довідник. 1998 (archive.org [abgerufen am 13. November 2022]).</ref><ref>Лучик В.В.: Етимологічний словник топонімів України. 2014 (archive.org [abgerufen am 13. November 2022]).</ref>
Das Wort kommt aber ursprünglich von χέρσος und νήσος. Wobei χέρσος ein trockenes Land, eine Brache oder Ödland bezeichnet und νήσος Insel bedeutet. Erst durch die Krim wurde es allgemein zur Halbinsel.
Geographie
Cherson liegt am Beginn des Mündungsdeltas des Dnepr. Bis zum Schwarzen Meer sind es noch rund 30 km.<ref name="Guide09">Dnepr: Odessa–Krim–Schwarzes Meer. Reiseinfoheft von JPM Guides, 2009, S. 25</ref> 60 km nordwestlich der Stadt liegt die Hafenstadt Mykolajiw, knapp 100 km südöstlich beginnt die Krim.
Geschichte
Bis 1774 gehörte die Region zum Khanat der Krim. Ältere Karten zeigen vor 1737 eine Siedlung mit dem Namen Bilschowscei an der Stelle der heutigen Stadt. Die Stadt Cherson wurde 1778 auf Weisung der russischen Zarin Katharina II. und auf Vorschlag des Fürsten Grigori A. Potjomkin neben der 1737–1739 erbauten russischen Alexanderschanze gegründet. Straßen, Plätze und Gebäude waren im Schachbrettmuster angeordnet. Das Gebiet wurde im 19. Jahrhundert dem sogenannten Ansiedlungsrayon zugeschlagen: Hier durften sich Juden ansiedeln, für die die zentralrussischen Gebiete und die Hauptstadt Sankt Petersburg gesperrt waren. Stadt und Region wurden wiederholt Schauplatz von Judenpogromen.<ref>Putins fantastischer Geschichtsunterricht spiegel.de, 12. November 2022.</ref>
Cherson war ein wichtiger Stützpunkt der sowjetischen Schwarzmeerflotte. Diesen Status behielt die Stadt bis zur ukrainischen Unabhängigkeit 1990/91.<ref name="Guide09" />
Russische Invasion 2022
In den ersten Tagen des russischen Überfalls auf die Ukraine 2022 war speziell das Umland der Stadt Schauplatz schwerer Gefechte zwischen ukrainischen Verteidigern und Invasionstruppen, die von der Krim aus nach Norden vorstießen.<ref>Battle rages for strategic bridge in southern Ukraine after days of fighting. 26. Februar 2022, abgerufen am 8. Oktober 2022 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Ukraine berichtete am 27. Februar, Russland habe Teile der Stadt eingenommen. Am Morgen des 2. März meldete das russische Militär, die Stadt Cherson vollständig unter Kontrolle gebracht zu haben.<ref name=":9">News zum Ukrainekrieg: Belarus schickt weitere Truppen an die Grenze zur Ukraine. In: Der Spiegel. 2. März 2022, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 2. März 2022]).</ref> Wenig später wurde dies von den örtlichen Behörden bestätigt.<ref>Behörden bestätigen Einnahme von Cherson durch russische Truppen. 3. März 2022, abgerufen am 3. März 2022.</ref> Offensichtlich war die Stadt selber außer von wenigen Freiwilligen überhaupt nicht verteidigt worden.<ref name="NGCherson"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Cherson ( vom 28. März 2022 im Internet Archive), Nowaja Gaseta, 26. März 2022</ref>
Anfang September 2022 startete die ukrainische Gegenoffensive in der Region Cherson, mit dem Ziel, die russischen Truppen bis an die natürliche Wasserbarriere, den Dnepr, zurückzudrängen und Cherson zu befreien.<ref>Ukrainischen Truppen gelingt neuer Durchbruch bei Cherson. In: Kurier. 4. Oktober 2022, abgerufen am 8. Oktober 2022.</ref>
Am 11. November 2022 wurde die Stadt nach dem Abzug der russischen Besatzer von ukrainischen Truppen erreicht.<ref>Russia-Ukraine War As Russia Says Retreat From Kherson Is Complete, Residents Raise Ukraine’s Flag, The New York Times, 11. November 2022</ref> Eine Unterstützung für die Annexion durch Russland war in der Stadt nicht zu spüren, es herrschte vielmehr Erleichterung nach Monaten des Terrors.<ref>Kherson: Inside the city liberated from the Russians, BBC, 12. November 2022</ref> Die russische Armee begann kurz darauf mit dem Beschuss, zunächst noch nur in Stadtnähe. Für die Bewohner beginne jetzt die Unsicherheit, zitierte die exilrussische Internetzeitung Meduza Stimmen aus der Stadt: Bis dahin hätten sie gewusst, wohin ukrainische Raketen flogen, in die von der russischen Armee genutzten Stellungen. Doch nun befürchteten sie einen wahllosen russischen Beschuss „wie in Mariupol“.<ref>«ВСУ в городе! Мы празднуем!» Как российская армия отступала из Херсона — и что происходит в городе сейчас. Рассказывает местный житель, Meduza, 11. November 2022</ref>
Am 19. November 2022 fuhr erstmals wieder ein Zug des öffentlichen Verkehrs der Ukrainischen Eisenbahn nach Cherson.<ref>jh/bac: Wieder Züge nach Cherson. In: Eisenbahn-Revue International 1/2023, S. 30.</ref> Ende Januar 2023 lebten noch rund 40.000 Bewohner in der Stadt.<ref>Thore Schröder: (S+) Ukraine - Cherson nach der Befreiung: Wie geht es den Bewohnern? In: Der Spiegel. 4. Februar 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Februar 2023]).</ref> Durch die Zerstörung des Zerstörung des Kachowka-Staudamms kam es zu einer Überflutung, die im Viertel Korabel eine Höhe von 3,5 m erreichte.<ref>Nach Dammbruch: Verheerende Folgen für Menschen und Natur. Abgerufen am 22. Mai 2025.</ref>
Da sich die russischen Streitkräfte auf der anderen Seite des Flusses Dnipro verschanzt haben, ist die Stadt weiterhin häufigem Beschuss ausgesetzt.<ref>Kherson — a city under siege on Ukraine's 1,000km frontline. 1. Februar 2024, abgerufen am 17. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Im Mai 2024 startete die russische Armee eine bis heute andauernde Terrorkampagne mit Drohnenangriffen auf Zivilisten, die als „menschliche Safari“ bekannt geworden ist. Die Drohnen treffen Zivilisten wie Menschen an Bushaltestellen, Velofahrer, Pendler oder in Parks spielende Kinder.<ref>David Hambling: Terrifying ‘Human Safari’ In Kherson As Russian Drones Hunt Civilians. Forbes, abgerufen am 17. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Yogita Limaye: Drone strikes on civilians suggest new Russian terror tactic in Ukraine. BBC, 31. Oktober 2024, abgerufen am 17. Juli 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Caolan Robertson: I ran from Killer Russian Drones in Kherson. 8. Oktober 2024, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref> Nach Angaben des Exekutivkomitees des Stadtrats von Cherson wurden zwischen dem 1. Mai und dem 16. Dezember 2024 bei Drohnenangriffen in Cherson mindestens 30 Zivilisten getötet und 483 weitere verletzt.<ref>Robin Taylor: Hunted From Above. In: Human Rights Watch. 3. Juni 2025 (hrw.org [abgerufen am 17. Juli 2025]).</ref> Im März 2025 meldete der Gouverneur der Region, Oleksandr Prokudin, zwischen 600 und 700 Drohnenangriffe pro Woche in der Stadt.<ref>Max Hunder: Ukraine's most dangerous city craves respite from killer drones as peace talks run on. In: Reuters. 24. März 2025 (reuters.com [abgerufen am 17. Juli 2025]).</ref>
Verwaltungsgliederung
Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Cherson ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)/Chersonska miska hromada), zu dieser zählen auch noch die 3 Stadtrajone Dnipro, Korabel und Suworow, die Siedlungen städtischen Typs Antoniwka, Komyschany, Naddniprjanske und Seleniwka, 4 in der untenstehenden Tabelle angeführten Dörfer sowie die Ansiedlungen Blahowischtschenske, Inschenerne, Molodischne, Prydniprowske, Pryoserne, Sonjatschne und Symiwnyk,<ref>Кабінет Міністрів України Розпорядження від 12 червня 2020 р. № 726-р "Про визначення адміністративних центрів та затвердження територій територіальних громад Херсонської області"</ref> bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Cherson (Херсонська міська рада/Chersonska miska rada) im Süden des Rajons Biloserka (aber kein Teil desselben) mit folgender Unterteilung:
- drei Stadtrajone: Rajon Dnipro, Rajon Korabel, Rajon Suworow
- vier Siedlungen städtischen Typs: Antoniwka, Komyschany, Naddniprjanske, Seleniwka
- drei Dörfer: Bohdaniwka, Petriwka, Stepaniwka
- sechs Siedlungen: Blahowischtschenske, Inschenerne, Molodischne, Pryoserne , Sonjatschne, Symiwnyk
In weiterer Unterteilung waren die Siedlung städtischen Typs Antoniwka, Seleniwka und Naddniprjanske, die Dörfer Bohdaniwka und Petriwka sowie die Siedlungen Inschenerne, Molodischne und Sonjatschne dem Rajon Dnipro unterstellt, die SsT Komyschany sowie die Siedlungen Symiwnyk, Blahowischtschenske und Pryoserne dem Rajon Korabel und das Dorf Stepaniwka dem Rajon Suworow.
Seit dem 17. Juli 2020 ist sie ein Teil des Rajons Cherson.<ref>Верховна Рада України; Постанова від 17.07.2020 № 807-IX "Про утворення та ліквідацію районів"</ref>
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Cherson Teil der Gemeinde:
| Name | ||
|---|---|---|
| ukrainisch transkribiert | ukrainisch | russisch |
| Antoniwka | Антонівка | Антоновка (Antonowka) |
| Blahowischtschenske (bis 2016 Petrowskoho<ref>Верховна Рада України; Постанова від 19.05.2016 № 1377-VIII Про перейменування окремих населених пунктів та районів</ref>) | Благовіщенське (Петровського) | Благовещенское (Blagoweschtschenskoje)/Петровского (Petrowskogo) |
| Bohdaniwka | Богданівка | Богдановка (Bohdanowka) |
| Inschenerne (bis 2016 Schowtnewe<ref>Верховна Рада України; Постанова від 19.05.2016 № 1377-VIII Про перейменування окремих населених пунктів та районів</ref>) | Інженерне (Жовтневе) | Инженерное (Inschenernoje)/Жовтневое (Schowtnewoje) |
| Komyschany | Комишани | Камышаны (Kamyschany) |
| Molodischne | Молодіжне | Молодёжное (Molodjoschnoje) |
| Naddniprjanske | Наддніпрянське | Надднепрянское (Naddneprjanskoje) |
| Petriwka | Петрівка | Петровка (Petrowka) |
| Prydniprowske | Придніпровське | Приднепровское (Pridneprowskoje) |
| Pryoserne | Приозерне | Приозёрное (Priosjornoje) |
| Sadowe | Садове | Садовое (Sadowoje) |
| Seleniwka | Зеленівка | Зеленовка (Selenowka) |
| Sonjatschne | Сонячне | Солнечное (Solnetschnoje) |
| Stepaniwka | Степанівка | Степановка (Stepanowka) |
| Symiwnyk (bis 2016 Kujbyschewe<ref>Верховна Рада України; Постанова від 19.05.2016 № 1377-VIII Про перейменування окремих населених пунктів та районів</ref>) | Зимівник (Куйбишеве) | Зимовник (Simownik)/Куйбышево (Kuibyschewo) |
Bevölkerung
Hinsichtlich ihrer Nationalität (im Sinne der Volksgruppe, nicht Staatsangehörigkeit) identifizierten sich 76,5 Prozent der Einwohner beim Zensus 2001 als Ukrainer, 19,9 Prozent als Russen, 0,8 Prozent als Belarussen, 0,41 Prozent als Juden und 0,34 Prozent als Armenier.<ref name="ukrcensus"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Distribution of the population by nationality and native language, Khersonska oblast (persons) by Region, Nationality, Year and Indicated as a native language: KHERSON (miskrada). ( des Vorlage:IconExternal vom 9. Februar 2024 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Staatlicher Statistikdienst der Ukraine.</ref>
56,2 Prozent gaben in der Volkszählung 2001 als Muttersprache Ukrainisch an, 42,5 Prozent Russisch, 0,17 Prozent Armenisch und 0,14 Belarussisch.<ref name="ukrcensus" />
Entwicklung der Bevölkerungsanzahl von 1897 bis 2023:
| Jahr | 1897 | 1923 | 1926 | 1939 | 1959 | 1970 | 1979 | 1989 | 2001 | 2010 | 2019 | 2021 | 2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 59.076 | 41.086 | 57.376 | 96.987 | 157.995 | 260.687 | 318.908 | 355.379 | 328.360 | 304.613 | 289.096 | 283.649 | 40.000<ref>Thore Schröder: (S+) Ukraine - Cherson nach der Befreiung: Wie geht es den Bewohnern? In: Der Spiegel. 4. Februar 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 5. Februar 2023]).</ref> |
Wirtschaft und Verkehr
Cherson besitzt durch seinen Flusshafen und Seehafen eine bedeutende Werftindustrie.
Leuchtfeuer
Die Zufahrt aus dem Schwarzen Meer zu den Häfen von Mykolajiw und Cherson wird an den Landengen des Dnepr-Bug-Liman von mehreren Leuchttürmen gesichert:
- Leuchttürme Adschihol
- Leuchttürme Otschakiw
- Leuchtturm Luparewe
- Leuchtturm Kysljakow
- Stanislaw-Leuchttürme
Vom Bahnhof Cherson verkehren Züge nach Mykolajiw, Odessa, Kiew und dem Westen der Ukraine. Die Bahnverbindungen nach Dnipro, Charkiw und anderen Städten östlich des Flusses Dnipro sind derzeit wegen der von Russland zerstörten Eisenbahnbrücke nördlich von Antoniwka unterbrochen. Außerdem besitzt die Stadt einen gleichnamigen Verkehrsflughafen und ist über die Fernstraße M 14 an das ukrainische Fernstraßennetz angebunden.
In der Nähe der Stadt bauten deutsche Eisenbahnpioniere 1943 die „größte Eisenbahnkriegsbrücke des Zweiten Weltkrieges“. Sie war zwei Kilometer lang, im Wasser 14 Meter tief und über dem Wasser 10 Meter hoch. Für die Standfestigkeit wurden 400 Stahlrohre bis zu 17 Meter in den schlammigen Grund gerammt. Der Bau dauerte sieben Monate und wurde von dem verstärkten I. Bataillon des Eisenbahnpionier-Regiments 2 (I./Eisb.Pi.Rgt.2) ausgeführt.<ref>Otto Krahmer: Die 7.Eisb.Pi.Kp.Rgt.3mot. 1938–1945, ohne Ort und Jahr (Selbstverlag des Verfassers, Wittdün/Amrum, 1985), unpaginiert (ca. S. 2, 135, 137, Foto S. 139); sowie Fotomaterial aus Nachlass des Vermessungsoffiziers Erich Fresdorf, das vom Alleinerben bis Ende 2013 bereits größtenteils an das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden abgegeben und der Bundesrepublik Deutschland – vertreten durch das Bundesministerium der Verteidigung – dauerhaft übereignet wurde.</ref>
Bildungswesen
Cherson weist alle in der Ukraine gängigen Schultypen auf. Es gibt drei Universitäten: die Universität Cherson, die Technische Universität sowie eine Marineakademie.
Sehenswürdigkeiten
Hier sind Reste der ersten Festungsbauten zu nennen, darüber hinaus Museen und drei bedeutende Kirchenbauwerke: die Katharinenkathedrale (1774) mit dem Grab des Fürsten Potjomkin, die Sophienkirche (1780) und die Heiliggeistkathedrale mit einer großen Kuppel (1836).<ref name="Guide09" />
In der Nähe der Stadt steht im Mündungsdelta des Dnepr der 64 Meter hohe Adschihol-Leuchtturm in Form eines Rotationshyperboloids, der 1911 durch den russischen Ingenieur Wladimir Grigorjewitsch Schuchow errichtet wurde.
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Otschakiwtor der alten Festungsanlage (1783)
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Katharinenkathedrale
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Kunstmuseum
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Orthodoxe Kirche im Stadtteil Schumenski
Weitere Bauwerke
Städtepartnerschaften
- Deutschland Bonn, Deutschland
- Deutschland Kiel, Deutschland
- Vereinigte Staaten Kent, Vereinigte Staaten
- Datei:Flag of Norway.svg Oslo, Norwegen
- Datei:Flag of Poland.svg Rzeszów, Polen
- Datei:Flag of Bulgaria.svg Schumen, Bulgarien
- Vereinigte Staaten Tucson, Vereinigte Staaten
- Datei:Flag of Turkey.svg Zonguldak, Türkei
- Datei:Flag of Hungary.svg Zalaegerszeg, Ungarn<ref>Baráti és testvérvárosok (ungarisch), auf zalaegerszegturizmus.hu/, abgerufen am 24. August 2021.</ref>
Söhne und Töchter der Stadt
Eponyme
Der Asteroid des äußeren Hauptgürtels (2701) Cherson ist nach der Stadt benannt.<ref></ref>
Siehe auch
- Zerstörung des Kachowka-Staudamms
- Liste beschädigter und zerstörter Kulturstätten in der Ukraine infolge des russischen Angriffskrieges seit 2022
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Заглавная страница ( vom 16. Januar 2010 im Internet Archive) (Stadtwiki) (russisch)
Einzelnachweise
<references responsive />
- Seiten mit Skriptfehlern
- Seiten mit nicht-numerischen formatnum-Argumenten
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Koordinaten-Parameterfehler
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2024-11
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Ort in der Oblast Cherson
- Ort mit Seehafen
- Cherson
- Hochschul- oder Universitätsstadt in der Ukraine
- Ort am Dnepr
- Gemeindegründung 1778
- Hauptstadt einer Oblast in der Ukraine
- Stadt als Namensgeber für einen Asteroiden