Zum Inhalt springen

Pyrroline

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. August 2023 um 18:55 Uhr durch imported>Leyo (Revert: structures had a consistent layout and size before).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Pyrroline oder Dihydropyrrole sind eine Stoffgruppe in der organischen Chemie. Zu ihnen zählen drei heterocyclische Verbindungen sowie ihre Derivate. Die drei Grundstrukturen dieser Gruppe, die sich in der Lage ihrer Doppelbindung unterscheiden, sind das cyclische Imin 1-Pyrrolin, das cyclische Enamin 2-Pyrrolin sowie das cyclische Amin 3-Pyrrolin. Ihre Grundstruktur leitet sich von Pyrrol ab, aus welchem sie formal durch die Hydrierung einer Doppelbindung hervorgehen.

Datei:1-pyrroline chemical structure.png Datei:2-pyrroline chemical structure.png Datei:3-pyrroline chemical structure.png
1-Pyrrolin 2-Pyrrolin 3-Pyrrolin

Pyrroline stellen ein Strukturelement der komplexer aufgebauten Porphyrine dar. Diese bestehen aus zwei abwechselnd angeordneten Paaren von Pyrrol und Pyrrolin, die mittels Methingruppen verbrückt sind.

Vorkommen

Datei:Solenopsis punctaticeps, werksters en papies, Skeerpoort.jpg
Feuerameise (Solenopsis punctaticeps)

1-Pyrrolin wurde als Oxidationsprodukt von Putrescin in vielen Pflanzen wie Pfirsichfrüchten, Weizen, Mais und Spinatblättern<ref>A. W. Galston, T. A. Smith: Polyamines in Plants. Springer, 1985, ISBN 978-90-247-3245-6.</ref> sowie als Bestandteil des Giftsekretes der Feuerameisenart Solenopsis punctaticeps gefunden.<ref>G. G. Habermehl: Gift-Tiere und ihre Waffen. Springer, 1987, ISBN 978-3-540-56897-1.</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Vorlage:Hinweisbaustein