Max Merkel
| Max Merkel | ||
| Datei:Max Merkel, de trainer van Neurenberg, Bestanddeelnr 921-6907.jpg Max Merkel, 1968
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| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 7. Dezember 1918 | |
| Geburtsort | Wien, Österreich | |
| Sterbedatum | 28. November 2006 | |
| Sterbeort | Putzbrunn, Deutschland | |
| Position | Abwehr | |
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1937 | SK Rapid Wien | 1 (0) |
| 1937–1942 | Wiener Sport-Club | |
| 1942–1945 | LSV Markersdorf | |
| 1945–1946 | Wiener Sport-Club | |
| 1946–1954 | SK Rapid Wien | 145 (7) |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1939 | Deutschland | 1 (0) |
| 1952 | Österreich | 1 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| 1954–1955 | HBS Craeyenhout | |
| 1955–1956 | Niederlande | |
| 1956–1958 | SK Rapid Wien | |
| 1958–1961 | Borussia Dortmund | |
| 1961–1966 | TSV 1860 München | |
| 1967–1969 | 1. FC Nürnberg | |
| 1969–1971 | FC Sevilla | |
| 1971–1973 | Atlético Madrid | |
| 1974–1975 | TSV 1860 München | |
| 1975–1976 | FC Schalke 04 | |
| 1976–1977 | FC Augsburg | |
| 1981–1982 | Karlsruher SC | |
| 1983 | FC Zürich | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Max Merkel (* 7. Dezember 1918 in Wien; † 28. November 2006 in Putzbrunn, Deutschland) war ein österreichischer Fußballspieler und -trainer. Als Aktiver feierte er seine größten Erfolge bei Rapid Wien, als Trainer konnte er neben Rapid auch den TSV 1860 München, den 1. FC Nürnberg und Atlético Madrid zum Meister machen. Nach seiner Trainerlaufbahn schrieb er zahlreiche Bücher über Fußball und war als Zeitungskolumnist aktiv.
Leben
Spielerkarriere
Max Merkel, Sohn eines „Preußen“ und einer Wienerin, kam durch ein Zeitungsinserat zum Nachwuchs von SK Rapid Wien. Obwohl er eigentlich Stürmer werden wollte, wurde er gleich als Verteidiger eingesetzt, was er während seiner ganzen Karriere auch blieb. Weil er nach seinem Debüt 1937 in der Kampfmannschaft der Hütteldorfer nicht mehr zum Einsatz kam, wechselte er nach Dornbach zum Wiener Sport-Club. Unterbrochen wurde seine Fußballkarriere durch den Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit kam er auch am 27. August 1939 als einer von acht Österreichern unter Reichstrainer Sepp Herberger im Spiel der „großdeutschen“ Fußballnationalmannschaft gegen die Slowakei zum Einsatz. Der Krieg brachte es mit sich, dass Max Merkel zeitweise nur beim LSV Markersdorf an der Pielach spielen konnte – einem Luftwaffenstützpunkt, der als eine Art „Auffanglager“ für eingerückte Fußballspieler diente. Nach Kriegsende kehrte er 1946 nach Hütteldorf zurück, wurde in der Folgezeit mit Rapid Wien viermal Meister und gewann 1951 auch den Zentropapokal. Am 22. Juni 1952 bestritt er sein einziges Länderspiel für Österreich gegen die Schweiz.
Trainerkarriere
Seine Trainerkarriere begann Max Merkel 1954 in den Niederlanden, trainierte dort zunächst sechs Monate lang den HBS Craeyenhout; seine Monatsgage soll 700 Mark betragen haben.<ref>FUSSBALL / MERKEL: Tresor gefüllt. In: Der Spiegel 42/1967, 8. Oktober 1967.</ref> Anschließend übernahm er von 1955 bis 1956 das Traineramt bei der niederländischen Nationalmannschaft, mit der er in zehn Spielen zwischen April 1955 und Juni 1956 sieben Siege und ein Unentschieden erreichte. Seine einzige Station in Österreich war – neben SC Landhaus – der SK Rapid Wien von 1956 bis 1958, wo er 1957 auch als Trainer Meister wurde.
Seine größten Erfolge als Trainer feierte er in Deutschland und Spanien: Sein erster Klub in Deutschland war Borussia Dortmund. Merkel verjüngte die Mannschaft und erreichte 1961 das Endspiel um die deutsche Meisterschaft, das allerdings gegen den 1. FC Nürnberg 0:3 verloren ging. Den TSV 1860 München, bei dem er mit 3000 Mark monatlich entlohnt worden sein soll, führte er 1963 in die neu gegründete Fußball-Bundesliga und wurde 1964 DFB-Pokal-Sieger und 1966 auch Meister. Mit den „Löwen“ erreichte er das Europapokalfinale der Pokalsieger 1965: Vor 100.000 Zuschauern im Wembley-Stadion hatte man mit 0:2 gegen West Ham United das Nachsehen. In die Saison nach der Meisterschaft starteten die Löwen schlecht und standen bis zum 11. Spieltag auf dem vorletzten Tabellenplatz. Merkel führte die Mannschaft dann noch auf Platz 8 – und am 17. November 1966 gewann sie im Achtelfinale des Europapokals der Landesmeister mit 1:0 gegen Real Madrid, verlor aber das Rückspiel 14 Tage später mit 1:3. Danach überwarf er sich mit der Mannschaft und wurde nach dem 16. Spieltag entlassen. Vorerst hatte es noch geheißen, dass der Verein Merkels Kündigung zum Saisonende angenommen habe – vier Vorstandsmitglieder seien wegen Differenzen mit ihm zurückgetreten<ref>Merkels Abschied ist endgültig. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 16. Dezember 1966, S. 12.</ref> –, danach wurde gemeldet, dass die Kontroverse mit den Spielern weiterging.<ref>Spieler: Merkel beschimpfte uns. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 20. Dezember 1966, S. 12.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />TSV 1860 München in der Saison 1966/67. ( vom 9. Juni 2013 im Internet Archive). In: fussballdaten.de.</ref> Mit Torwart Petar Radenković, der gegen den harten Trainer aufbegehrt habe, soll er sich ein Handgemenge geliefert haben.<ref>TSV 1860 München – Gefangen zwischen Tradition und Chaos</ref>
Am 27. Dezember 1966 bestätigte Walter Luther, der Erste Vorsitzende des auf dem 14. Platz stehenden 1. FC Nürnberg, wo es ebenfalls eine Trainerkrise gab, dass bereits vor den Weihnachtsfeiertagen mit Merkel verhandelt worden war. Merkel sagte, er habe sich mit dem unrühmlichen Ende bei 1860 abgefunden.<ref>Nürnberg: „Verhandeln mit Merkel“. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 28. Dezember 1966, S. 12.</ref> Nach einem Vertragsabs für zunächst bis Saisonende<ref>Max Merkel beim 1. FC Nürnberg. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 31. Dezember 1966, S. 12.</ref> übernahm Merkel am 1. Januar 1967 die Nürnberger, mit denen er die Saison 1966/67 als Zehnter beendete, während die „Löwen“ es noch zum Vizemeister brachten. In der Folgesaison feierte Merkel überraschend mit den Nürnbergern ihre bis dato letzte Meisterschaft. Danach startete er mit dem Meister in der Bundesliga wieder schlecht in die Folgesaison und schied bereits in der ersten Runde des Landesmeisterpokals gegen Ajax Amsterdam – damals noch keine Größe des europäischen Vereinsfußballs – aus. Er konnte die Franken zwar noch bis auf Platz 7 am fünften Spieltag führen, danach folgte aber der langsame Abstieg bis auf Platz 16 am Ende der Hinserie. Mit Beginn der Rückrunde rangierten „die Clubberer“ auf dem letzten Tabellenplatz. Wieder zerbrach die Spieler-Trainer-Beziehung, wobei allerdings auch Faktoren wie Spielerabgänge und Unform (Undiszipliniertheit von Stürmer Zvezdan Čebinac; diese war bereits vor dem Match gegen Ajax erstmals aufgetreten)<ref>Zweimal Schock für Merkel-Elf. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 19. September 1968, S. 12. Spalten 4 und 5, Mitte.</ref> zu nennen waren. Im März verließ Merkel den Tabellenletzten „in beiderseitigem Einvernehmen aus gesundheitlichen Gründen“. Robert Körner, weiland Mitspieler Merkels bei Rapid, übernahm vorläufig die Betreuung der Lizenzspieler. Nur zwei Tage später wurde Max Morlock, ein „Trainerneuling“, als Nachfolger genannt. Obwohl er eine deutsche Trainerlizenz besaß, blieb es bei Körner als Trainingsleiter. Der in Aussicht genommene Gunther Baumann hatte das Angebot abgelehnt, weil er noch an den VfB Stuttgart gebunden war.<ref>Merkels letzte Hoffnung: Dauertrainingslager. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 12. März 1969, S. 12. Spalte 5, Mitte.</ref><ref>Entscheidung gegen Merkel. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 22. März 1969, S. 12. Spalten 3 und 4, Mitte.</ref><ref>Merkel trat zurück. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 25. März 1969, S. 12. Spalte 5, oben.</ref><ref>Überspannt Merkel den Bogen? In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 26. März 1969, S. 10. Spalten 3 und 4.</ref><ref>Baumann lehnte Angebot ab. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 27. März 1969, S. 10. Spalten 4 und 5, Mitte.</ref><ref>Das Ende einer Legende. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 30. März 1969, S. 12. Glosse rechts unten.</ref> Unter Nachfolger Kuno Klötzer konnten sich die Franken zwar noch um einen Platz verbessern, am Ende stieg der 1. FC Nürnberg aber als bis dato einziger Meister ab.<ref>Nürnberg und der Magier Merkel. In: kicker.de. 8. Juli 2012, abgerufen am 25. Februar 2019.</ref>
Von 1971 bis 1973 war Max Merkel Trainer von Atlético Madrid. In Spanien gewann er 1971/72 den Pokal und 1972/73 die nationale Meisterschaft. Er wurde entlassen, nachdem der Vorstand erfahren hatte, dass er über die Bild-Zeitung hatte verlautbaren lassen, Spanien wäre eigentlich ganz schön wäre, wenn es bloß keine Spanier gäbe. Sein Nachfolger wurde Luis Aragonés.
Von Juli 1975 bis zu seiner Entlassung am 9. März 1976 trainierte Merkel den FC Schalke 04, wo jedoch die erwarteten Erfolge ausblieben.<ref>Merkel muss gehen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 10. März 1976, S. 8.</ref> Er hatte sich mit dem Verein kaum identifiziert, was durch Sprüche deutlich wurde wie:
„Das Schönste an Gelsenkirchen war schon immer die Autobahn nach München“
„Er wird nie Kopfweh bekommen, weil er seinen Kopf nie zum Denken benutzen wird. Ehe er Nationalspieler wird, werde ich Sänger an der Metropolitan Opera“
1979 wurde Merkel vom Präsidenten des FC Bayern München Wilhelm Neudecker im Alleingang als Trainer unter Vertrag genommen. Die Spieler weigerten sich jedoch, ihn zu akzeptieren, was zum Rücktritt Neudeckers führte. Obwohl Merkel nicht ein einziges Mal auf dem Trainingsplatz stand, erfüllte der FC Bayern die Verpflichtungen des Zweijahresvertrags.<ref>Jörg Schallenberg: Bayern-Aufstand. Putsch mit Paul. In: einestages.spiegel.de. 17. März 2009, abgerufen am 25. Februar 2019.</ref>
Überraschend kam sein Comeback als Trainer, als er am 27. November nach dem 14. Spieltag 1981 beim Bundesligisten Karlsruher SC anheuerte, nachdem Manfred Krafft als 111. Trainer in der Geschichte der Deutschen Bundesliga vorzeitig entlassen wurde. Allerdings war die Begrüßung durch die Fans bei seinem ersten Spiel (1:4-Heimniederlage gegen den 1. FC Köln) ernüchternd, denn da hieß es auf Spruchbändern: „Merkel, go home“. Andererseits hatte sein Einstand einen Zuschauerboom (verbunden mit Mehreinnahmen) ausgelöst, denn mit 30.000 Besuchern kamen um zehntausend mehr als sonst.<ref>Sensationelles Comeback: Max Merkel bei Karlsruhe. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 28. November 1981, S. 14.</ref><ref>„Merkel, go home“ und 1:4. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 30. November 1981, S. 9. Unten.</ref> Merkel übernahm die Mannschaft auf dem zwölften Platz und beendete die Saison als Vierzehnter.
Sportdirektor beim Österreichischen Fußballbund
Der ÖFB bzw. dessen Präsident Karl Sekanina sprachen sich für die Installierung eines Sportdirektors aus. Intention war das Erreichen der Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft in Argentinien. Merkel war einer der „heißen Favoriten“; der Ligachef Hans Reitinger hatte bereits abgelehnt. Mit dem international tätigen Manager Emil Östreicher, dessen Engagement als Klubmanager beim FC Schalke 04 durch ein Veto des dortigen Vizepräsidenten Ernst Kuzorra nicht zustande gekommen war, war ein neuer Kandidatenname in dieser Funktion aufgetaucht.<ref>Max Merkel wartet auf Anruf. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 29. Juni 1977, S. 13.</ref>
Nach einem am 3. August 1977 mit dem ÖFB-Präsidenten Sekanina per Handschlag fixierten Vertrag hätte Merkel schon einen Tag später nach Wien kommen sollen, doch mangels eines entsprechenden Rahmens kam es – gut sichtbar für das TV-Publikum – erst am 8. August im Verlauf der traditionellen Montag-Abend-Sendung „Sport am Montag“ zur (offiziellen) Unterzeichnung eines bis 30. August 1978 laufenden Vertrages als Sportdirektor. Darin war festgehalten, dass sein Arbeitsstart am 15. August sein werde. Merkel polarisierte enorm, es gab viele Gegenstimmen, und während seiner Tätigkeit, die dann etwas früher endete, wurden von seiner Seite (vielleicht als „Imagepflege“) mehrere seiner bekannten abfälligen Sprüche hinausposaunt, jedenfalls war sein Verhältnis zum Teamchef Helmut Senekowitsch spannungsgeladen.<ref>Großes Merkel-Tamtam. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 4. August 1977, S. 11. Die letzten beiden Absätze.</ref><ref>„Merkel nimmt am Montag Arbeit auf“ in «Volkszeitung Kärnten» Nr. 176 vom 4. August 1977, S. 28.</ref><ref>„Max Merkel hat unterschrieben“ in «Volkszeitung Kärnten» Nr. 180 vom 9. August 1977, S. 27.</ref>
Es gab auch Gerüchte, dass er neuer Teamchef werden sollte, andererseits schien „MM“ vorzeitig „genug vom ÖFB“ zu haben. Er sagte dazu, dass er täglich viel Geld verliere, denn dies könnte er als Trainer im Ausland verdienen. Nach einer Aussprache am 26. April mit dem Präsidenten Sekanina erklärte Merkel, dass er seinen bis 30. August laufenden Vertrag einhalten werde.<ref>12 Klubs mit Play-Off? In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 19. April 1978, S. 13.</ref><ref>Stichtag für MM. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 20. April 1978, S. 28.</ref><ref>Max Merkels „Testament“. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 25. April 1978, S. 13.</ref><ref>Merkel: Mach’ weiter! In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 27. April 1978, S. 19. Kasten links unten.</ref> Mit der Verpflichtung von Karl Stotz, der offiziell ab 1. August 1978 mit der „Doppelfunktion“ Teamchef und Sportdirektor ausgestattet wurde, war die Ära Max Merkel auf jeden Fall beendet.<ref>„Seki“-Max vereint. Stotz ist Favorit. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 4. Juli 1978, S. 11.</ref><ref>Suche nach Teamchef: Der ÖFB zaudert noch. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 5. Juli 1978, S. 1. Rechts oben.</ref><ref>Entscheidung vertagt. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 5. Juli 1978, S. 11.</ref><ref>‚Sponsor‘ für Stotz, schon heute neuer Teamchef. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 10. Juli 1978, S. 1. Links oben.</ref>
Attentatsdrohung
Am Vormittag des 18. November 1967 drohte ein Unbekannter in einem Anruf an eine Nürnberger Zeitung an, das Stadion mit einer Bombe in die Luft zu sprengen und einen Anschlag auf Max Merkel zu verüben. 60 Polizisten durchsuchten das Stadion und fanden keine Bombe, sodass das Bundesligaspiel gegen Aachen (4:1-Sieg des „Clubs“) stattfinden konnte.<ref>Merkel muss ums Leben bangen. In: Arbeiter-Zeitung. Wien, 19. November 1967, S. 16. Spalten 4 und 5, Mitte.</ref>
Strafen
Anfang Februar 1968 wurde Merkel vom DFB-Sportgericht nach sechsstündiger Verhandlung wegen „beleidigender Äußerungen und Beschimpfungen“ zu 12.000 DM Strafe verurteilt. Am schwerwiegendsten war ein Delikt vom 4. November 1967 in Köln gewesen, als er dem Publikum „den schwäbischen Gruß in Übereinstimmung mit einer Aufforderung des Götz von Berlichingen entboten habe“, indem er mit der Hand gegen das Gesäß schlug. In Köln hatte er auch Trainer Willi Multhaup und Assistent Hans Schäfer bedroht. Merkel wurde in acht von neun Anklagepunkten schuldig gesprochen.<ref>Ben Redelings: Redelings über DFB-Bestrafungen. „Provozierend sein Hinterteil präsentiert“. In: n-tv.de. 23. Februar 2016, abgerufen am 25. Februar 2019.</ref>
Nach dem Fußball
In den 1980er Jahren machte Max Merkel vor allem als Kolumnist bei Bild von sich reden. Er war einer der schärfsten Kritiker von Bundestrainer Jupp Derwall, bevor dieser 1984 von seinem Amt zurücktrat. Merkels Sprüche, die die Fußballwelt seit den 1960er Jahren begleiteten, sind legendär. So waren auch seine in der Bild veröffentlichten Leistungsprognosen zu den Bundesligisten zu Saisonbeginn („Max merkelt wieder“) weniger fachliche Analysen als der Unterhaltung dienende, auf Pointen abzielende Lästereien.<ref>Philipp Köster: Prokura zum Weiterfeiern. In: spiegel.de. 8. September 2012, abgerufen am 25. Februar 2019.</ref> Ghostwriter von Merkels Kolumne war ab 1985 Bild-Redakteur Bernd Stubmann.<ref>Satz nach Bernd Stubmann: Max Copperfield in 11 Freunde Spezial – Das waren die Sechziger. 2011, S. 35.</ref><ref>Ex-Bild-Kolumnist Merkel: Prokura zum Weiterfeiern, spiegel.de, 9. August 2012.</ref>
Merkel war verheiratet und hatte eine Tochter.<ref name="n-tv.de">Gefürchteter Kritiker: Max Merkel wird 85, n-tv.de, 5. Dezember 2003.</ref> Privat lebte er in den letzten Jahren zurückgezogen in Putzbrunn bei München.<ref name="n-tv.de" /> Am 28. November 2006 verstarb Max Merkel im Alter von 87 Jahren ebenda.<ref>Max Merkel ist tot, spiegel.de, 29. November 2006.</ref> Seine letzte Ruhe fand er auf dem neuen Friedhof von Hohenbrunn, einer Nachbargemeinde (Grablage L-7-2).<ref>Pilgermarsch zum Grab von Max Merkel, merkur.de, 10. Juli 2016.</ref>
Werke
- Trainer mit Zuckerbrot und Peitsche. München 1968.
- Geheuert, gefeiert, gefeuert. Die bemerke(l)nswerten Erlebnisse eines Fussballtrainers. München 1980, ISBN 3-442-03948-7.
- Das Runde ist der Ball. 3. Aufl. München 1989, ISBN 3-7766-1566-4.
- Man muss auch verlieren können. Vom Tennis und anderen Ärgernissen. München/Berlin 1990, ISBN 3-7766-1648-2.
- Max Merkels Läster-Lexikon des Fussballs. Berlin 1991, ISBN 3-328-00486-6.
- Einwürfe. Fussballsprüche vom Spielfeldrand. Berlin 1993, ISBN 3-328-00584-6.
Weblinks
- Vorlage:Metavorlage Fußballdatenbank
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- Literatur von und über Max Merkel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Max Merkel im Rapidarchiv
Einzelnachweise
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Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Cheftrainer des TSV 1860 München
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Merkel, Max |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Fußballspieler und -trainer |
| GEBURTSDATUM | 7. Dezember 1918 |
| GEBURTSORT | Wien, Österreich |
| STERBEDATUM | 28. November 2006 |
| STERBEORT | Putzbrunn, Deutschland |
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- Fußballnationalspieler (Österreich)
- Fußballnationalspieler (Deutschland)
- Fußballnationaltrainer (Niederlande)
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- Fußballtrainer (SK Rapid Wien)
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- Deutscher
- Geboren 1918
- Gestorben 2006
- Mann