Zum Inhalt springen

Alberto Juantorena

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. November 2024 um 01:08 Uhr durch imported>Loper12321 (Einzelnachweise).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Alberto Juantorena Vorlage:SportPicto

Alberto Juantorena 1976 Olympics.jpg
Alberto Juantorena bei den Olympischen Spielen 1976

Voller Name Alberto Juantorena Danger
Nation KubaDatei:Flag of Cuba.svg Kuba
Geburtstag 21. November 1950 (75 Jahre)
Geburtsort Santiago de CubaKuba
Größe 190 cm
Gewicht 84 kg
Karriere
Disziplin 400 m, 800 m
Bestleistung 44,26 s (400 m)
1:43,44 min (800 m)
Status zurückgetreten
Karriereende 1984
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Panamerik. Spiele 0 × Goldmedaille 4 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Universiade 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Olympische Spiele
Gold Montreal 1976 400 m
Gold Montreal 1976 800 m
 Panamerikanische Spiele
Silber Mexiko-Stadt 1975 400 m
Silber Mexiko-Stadt 1975 4 × 400 m
Silber San Juan 1979 400 m
Silber San Juan 1979 800 m
Bronze San Juan 1979 4 × 400 m
 Universiade
Gold Moskau 1973 400 m
Gold Sofia 1977 800 m

Alberto Juantorena Danger (* 21. November 1950 in Santiago de Cuba) ist ein ehemaliger kubanischer Leichtathlet. Er gewann 1976 olympisches Gold über 400 und 800 Meter.

Leben

Juantorena begann seine Sportlerlaufbahn als Basketballspieler und wurde vom polnischen Leichtathletiktrainer Zygmunt Zabierzowski von seinem Talent als Läufer überzeugt. Nach einem Jahr Lauftraining nahm er an den Olympischen Spielen 1972 in München teil, schied allerdings im Halbfinale aus. Seine ersten internationalen Erfolge waren die Goldmedaille bei der Universiade 1973 und den Panamerikanischen Spielen 1975 jeweils über 400 Meter. Bei den Olympischen Spielen 1976 in Montreal startete er über die 800 Meter und gewann in Weltrekordzeit, drei Tage bevor er auch Sieger über seine Spezialdisziplin von 400 Meter wurde. 1977 wiederholte er beim Leichtathletik-Weltcup in Düsseldorf diesen historischen Doppelsieg. Mit einer Größe von 1,90 m und einem Gewicht von 84 kg war Juantorena der größte und schwerste 800-Meter-Olympiasieger des 20. Jahrhunderts. Wegen seiner massigen Gestalt und seines gleichmäßigen Laufstils erhielt er den Spitznamen El Caballo (das Pferd).

Juantorena setzte seine Karriere bis 1984 fort, konnte aber verletzungsbedingt nie mehr das Leistungsniveau von 1976/77 erreichen. Er erzielte bei den Olympischen Spielen in Moskau über die 400 Meter noch einmal einen 4. Platz und verabschiedete sich bei den Wettkämpfen der Freundschaft, die in Konkurrenz zu den vom Ostblock boykottierten Olympischen Spielen in Los Angeles ausgetragen wurden, mit einem Sieg über 800 Meter von der Wettkampfbühne.

Alberto Juantorena war dann 1984 Vizeminister für Sport in Kuba. 1986 wurde er Vizepräsident des Kubanischen Olympischen Komitees und Vizepräsident der Lateinamerikanischen UNESCO. Er ist seit 1995 Mitglied des Regierungskomitees für Körpererziehung und Sport und war 1995 Technischer Delegierter bei den 5. IAAF World Championships in Göteborg. Seit 1997 arbeitet Juantorena als Senior Vizepräsident des Olympischen Komitee von Kuba.<ref>Council of the IAAF</ref>

2012 wurde Juantorena in die IAAF Hall of Fame aufgenommen.<ref>Alberto Juantorena to be inducted into the IAAF Hall of Fame. In: iaaf.org. Abgerufen am 28. November 2016 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Besonderheit

Zu den schwierigsten Leistungen in der Leichtathletik zählt es, die 400 und die 800 Meter zu bestreiten. 400-Meter-Läufe werden als Sprints angesehen, während die 800 Meter schon zu den Mittelstrecken zu zählen sind. Juantorena gehörte zu den Ausnahmeläufern, die bei Olympischen Spielen beide Strecken bestritten. Er gewann bei den Spielen in Montreal 1976 als erster und bisher (2016) einziger Olympionike Gold sowohl über 400 als auch über 800 Meter. Bei den Olympischen Spielen lief er die 800-Meter-Strecke erst zum dritten Mal, da sein Trainer ihn mit einiger Mühe überreden musste. Durch gezielte Tempoläufe über 600 Meter wurde er jedoch darauf passend vorbereitet.<ref>Arnd Krüger: Viele Wege führen nach Olympia. Die Veränderungen in den Trainingssystemen für Mittel- und Langstreckenläufer (1850–1997). In: N. Gissel (Hrsg.): Sportliche Leistung im Wandel. Czwalina, Hamburg 1998, S. 41–56; https://www.letsrun.com/2010/juantorena-coe-kipketer-rudisha-1120.php</ref>

Weblinks

Commons: Alberto Juantorena – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

<templatestyles src="BoxenVerschmelzen/styles.css" />

Vorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Vereinigte Staaten 44Datei:Flag of the United States (1891-1896).svg Thomas Burke | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Maxie Long | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Harry Hillman | Zwischenspiele 1906: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Paul Pilgrim | 1908: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Wyndham Halswelle | 1912: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Charles Reidpath | 1920: Kanada 1868Datei:Canadian Red Ensign (1868-1921).svg Bevil Rudd | 1924: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Eric Liddell | 1928: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Ray Barbuti | 1932: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Bill Carr | 1936: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Archie Williams | 1948: Jamaika 1906Datei:Flag of Jamaica (1906–1957).svg Arthur Wint | 1952: Jamaika 1906Datei:Flag of Jamaica (1906–1957).svg George Rhoden | 1956: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Charles Jenkins | 1960: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Otis Davis | 1964: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Larrabee | 1968: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lee Evans | 1972: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vince Matthews | 1976: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Alberto Juantorena | 1980: Sowjetunion 1955Datei:Flag of the Soviet Union (1955-1980).svg Wiktor Markin | 1984: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Alonzo Babers | 1988: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Steve Lewis | 1992: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Quincy Watts | 1996: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Johnson | 2000: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Michael Johnson | 2004: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jeremy Wariner | 2008: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten LaShawn Merritt | 2012: GrenadaDatei:Flag of Grenada.svg Kirani James | 2016: SudafrikaDatei:Flag of South Africa.svg Wayde van Niekerk | 2020: BahamasDatei:Flag of the Bahamas.svg Steven Gardiner | 2024: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Quincy Hall

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang 1896: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Edwin Flack | 1900: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Alfred Tysoe | 1904: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg James Lightbody | Zwischenspiele 1906: Vereinigte Staaten 45Datei:Flag of the United States (1896-1908).svg Paul Pilgrim | 1908: Vereinigte Staaten 46Datei:Flag of the United States (1908-1912).svg Mel Sheppard | 1912: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Ted Meredith | 1920: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Albert Hill | 1924: Vereinigtes Konigreich 1801Datei:Flag of the United Kingdom.svg Douglas Lowe | 1928: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Douglas Lowe | 1932: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tommy Hampson | 1936: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg John Woodruff | 1948: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Mal Whitfield | 1952: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Mal Whitfield | 1956: Vereinigte Staaten 48Datei:Flag of the United States (1912-1959).svg Tom Courtney | 1960: NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Peter Snell | 1964: NeuseelandDatei:Flag of New Zealand.svg Peter Snell | 1968: AustralienAustralien Ralph Doubell | 1972: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dave Wottle | 1976: KubaDatei:Flag of Cuba.svg Alberto Juantorena | 1980: Vorlage:IOC/IOC Steve Ovett | 1984: Brasilien 1968Datei:Flag of Brazil (1968-1992).svg Joaquim Cruz | 1988: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Paul Ereng | 1992: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg William Tanui | 1996: NorwegenDatei:Flag of Norway.svg Vebjørn Rodal | 2000: DeutschlandDeutschland Nils Schumann | 2004: RusslandRussland Juri Borsakowski | 2008: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Wilfred Bungei | 2012: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg David Rudisha | 2016: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg David Rudisha | 2020: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Emmanuel Korir | 2024: KeniaDatei:Flag of Kenya.svg Emmanuel Wanyonyi

Liste der Olympiasieger in der Leichtathletik Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein