Zum Inhalt springen

Landgericht Landshut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 27. April 2026 um 20:25 Uhr durch imported>Superanton (Landgerichtsbezirk).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Das Landgericht Landshut ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit. Es ist eines von 22 Landgerichten im Freistaat Bayern.

Geschichte

Vorläufer des heutigen Landgerichtes ist das 1857 gegründete bayerische Bezirksgericht, das mit dem Gerichtsverfassungsgesetz von 1879 in ein Landgericht umgewandelt wurde. Im Jahre 1879 waren dem Landgericht Landshut acht Amtsgerichte nachgeordnet: Dingolfing, Eggenfelden, Landshut, Mainburg, Moosburg, Neumarkt an der Rott, Rottenburg an der Laaber und Vilsbiburg.<ref>Königlich Allerhöchste Verordnung, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend. Vom 2. April 1879 (GVBl. Nr. 19/1879, S. 356)</ref> Nach der Auflösung des Landgerichtes Straubing kamen zum 1. Oktober 1932 noch die Amtsgerichte Landau an der Isar und Mallersdorf hinzu.<ref>Eckhart G. Franz, Hanns Hubert Hofmann, Meinhard Schaab: Gerichtsorganisation in Baden-Württemberg, Bayern und Hessen im 19. und 20. Jahrhundert = Akademie für Raumforschung und Landesplanung: Beiträge, Band 100 = Behördliche Raumorganisation seit 1800, Grundstudie 14. VSB Braunschweig, 1989, ISBN 3-88838-224-6, S. 83–85.</ref>

Landesarbeitsgericht Landshut

Gemäß Arbeitsgerichtsgesetz vom 23. Dezember 1926 wurden in Deutschland Arbeitsgerichte gebildet.<ref>RGBl. I S. 507</ref> Diese waren nur in der ersten Instanz organisatorisch selbstständige Gerichte, die Landesarbeitsgerichte waren den Landgerichten zugeordnet. Am Landgericht Landshut entstand so 1927 das Landesarbeitsgericht Landshut als eines von 23 Landesarbeitsgerichten in Bayern. Sein Sprengel umfasste die Arbeitsgerichte Dingolfing, Landshut, Neumarkt an der Rott und Vilsbiburg.<ref>Verordnung über die Einrichtung der Arbeitsgerichtsbehörden vom 28. April 1927, GVBl S. 117.</ref> Das Landesarbeitsgericht Landshut wurde bereits zum 1. Januar 1930 aufgehoben, da die Zahl der Landesarbeitsgerichte auf sieben reduziert wurde. Die Aufgaben übernahm das Landesarbeitsgericht München.<ref name="gvbl_1929_139_fehlend">In der Verordnung über die Einrichtung der Arbeitsgerichtsbehörden vom 29. November 1929, GVBl S. 139, nicht mehr aufgeführt.</ref>

Landgerichtsbezirk

Der Bezirk des Landgerichtes Landshut erstreckt sich neben der kreisfreien Stadt Landshut auf folgende Landkreise:

Der Landgerichtsbezirk Landshut wurde zum 1. Mai 1992 durch die Zuteilung der Amtsgerichte Erding und Freising (bisher Landgericht München II) vergrößert.<ref>Gesetz zur Änderung des Gesetzes über die Organisation der ordentlichen Gerichte im Freistaat Bayern - vom 26. März 1992 (GVBl. Nr. 5/1992, S. 43)</ref>

Im Landgerichtsbezirk Landshut sind 768 Rechtsanwälte (Stand: 27. April 2026<ref>Rechtsanwaltskammer München, www.rak-muenchen.de: Anwalts-/Mitgliederverzeichnis. Abgerufen am 27. April 2026.</ref>) zugelassen.

Gerichtsgebäude

Das ehemalige Gebäude des Landgerichtes entstand 1879 auf dem Dreifaltigkeitsplatz. Im November 1969 zog das Gericht in das neu gebaute Zentraljustizgebäude in der Maximilianstraße 22.

Am 7. April 2009 kam es in dem Gerichtsgebäude zu einer Schießerei (der Täter schmuggelte eine Pistole in das Gebäude), bei der ein Beteiligter eines Erbschaftsprozesses auf drei andere, mit ihm verwandte Beteiligte des gleichen Prozesses schoss. Bei dem Vorfall kamen zwei Personen, darunter der Täter, der sich selbst in den Kopf schoss, ums Leben und zwei Personen erlitten schwere Verletzungen, vor allem durch Querschläger. Seit dem Vorfall sind die Sicherheitskontrollen bei Zivilprozessen deutlich verschärft worden.<ref>Landshut: Zwei Tote nach Schießerei in bayerischem Gericht, Spiegel Online, abgerufen am 7. April 2009.</ref>

Über- und nachgeordnete Gerichte

Das Landgericht Landshut ist eines von zehn Landgerichten, denen das Oberlandesgericht München übergeordnet ist; nachgeordnet sind die Amtsgerichte in Eggenfelden, Erding, Freising, Landau an der Isar und Landshut.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Augsburg | Deggendorf | Ingolstadt | Kempten | Landshut | Memmingen | München I | München II | Passau | Traunstein

Ehemalige Landgerichte: Eichstätt | Straubing Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein Koordinaten: 48° 32′ 17,9″ N, 12° 9′ 26″ O

 {{#coordinates:48,538304|12,157216|primary
   |dim=
   |globe=
   |name=
   |region=DE-BY
   |type=landmark
  }}