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Opuntia cochenillifera

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Opuntia cochenillifera
Datei:Starr 031108-0183 Opuntia cochenillifera.jpg

Opuntia cochenillifera

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Opuntioideae
Tribus: Opuntieae
Gattung: Opuntien (Opuntia)
Art: Opuntia cochenillifera
Wissenschaftlicher Name
Opuntia cochenillifera
(L.) Mill.
Datei:Cochenillenschildlaeuse.jpg
Cochenillenschildläuse

Opuntia cochenillifera ist eine Pflanzenart in der Gattung der Opuntien (Opuntia) aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton cochenillifera leitet sich vom französischen Wort cochenille für ‚Cochenillelaus‘ sowie dem lateinischen Wort -fer für ‚-tragend‘ ab.<ref>Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 50.</ref>

Beschreibung

Opuntia cochenillifera wächst baumförmig mit mehreren aufsteigenden Ästen und Stämmen von bis zu 20 Zentimetern. Sie kann Wuchshöhen zwischen 3 und 4 Metern erreichen. Die umgekehrt-eiförmigen, grünen Triebabschnitte sind bis zu 25 Zentimeter lang. Die kleinen, pfriemlichen Laubblätter fallen zeitig ab. Die wolligen Areolen sind weit voneinander entfernt. Sie tragen kleine, gelbe Glochiden und keine Dornen.

Die engen Blüten sind rosenfarben und erreichen eine Länge von bis zu 5,5 Zentimetern. Ihr Perikarpell ist mit zahlreichen Glochiden besetzt. Die bis zu 5 Zentimeter langen Früchte sind rot.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung

Opuntia cochenillifera stammt ursprünglich wahrscheinlich aus Mexiko, ist aber heute in den wärmeren Gebieten der ganzen Welt verbreitet.

Die Erstbeschreibung als Cactus cochenillifer erfolgte 1753 in Species Plantarum durch Carl von Linné.<ref>Carl von Linné: Species Plantarum. 1. Auflage, Band 1, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 468 (online).</ref> Philip Miller stellte die Art 1768 in die von ihm aufgestellten Gattung Opuntia.<ref>Philip Miller: The Gardeners Dictionary. 8. Auflage, 1768, Band 2, Nr. 6 (online).</ref> Ein weiteres nomenklatorisches Synonym ist Nopalea cochenillifera <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Salm-Dyck.<ref>Jos. de Salm-Dyck: Cacteae in Horto Dyckensi Cultae anno 1849. 1850, S. 64 (online).</ref>

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“, d. h. mit keinen ausreichenden Daten geführt. Die zukünftige Entwicklung der Populationen ist unbekannt.<ref>[[[:Vorlage:IUCN/Weblink]] Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:IUCN“ ist nicht vorhanden.] in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2014.3. Eingestellt von: Arreola, H., Ishiki, M. & Terrazas, T., 2013. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref>

Verwendung

Opuntia cochenillifera ist eine der wichtigsten Wirtspflanzen für die weiblichen Cochenilleschildläuse (insbesondere Dactylopius coccus), aus denen der Farbstoff Karmin hergestellt wird. Um 1 Kilogramm Karminpulver zu erzeugen sind 140.000 Insekten notwendig.<ref>Edward F. Anderson: The Cactus Family. Timber Press, Portland (Oregon) 2001, S. 65.</ref>

In Mexiko und Mittelamerika wird Opuntia cochenillifera als Antipilzmittel angewendet. Aus ihrem Holz wurden Möbel hergestellt.

Nachweise

Literatur

  • Opuntia cochenillifera. In: Edward F. Anderson: The Cactus Family. Timber Press, Portland (Oregon) 2001, ISBN 0-88192-498-9, S. 492.
  • Nopalea cochenillifera Engelmann and Bigelow. In: N. L. Britton, J. N. Rose: The Cactaceae. Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family. Washington 1919, Band I, S. 34–35 (online).
  • Nopalea cochenillifera <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) SD. In: Curt Backeberg: Die Cactaceae: Handbuch der Kakteenkunde. 2. Auflage, Band I, 1982, ISBN 3-437-30380-5, S. 629–631.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks