Zum Inhalt springen

Restitutio in integrum

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 8. Dezember 2025 um 14:47 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Restitutio in integrum bzw. in integrum restitutio (lateinisch für „Wiedereinsetzung in das Unversehrte“)<ref>Duden: Restitutio in Integrum</ref> bezeichnete im gemeinen Recht die gerichtliche Wiederherstellung eines früheren rechtlichen Zustands aus Gründen der Billigkeit.<ref>vgl. Friedrich Carl von Savigny: System des heutigen römischen Rechts, Band 7 (1848), S. 96 ff.; Johann Nepomuk von Wening-Ingenheim: Lehrbuch des gemeinen Civilrechtes, Band 3 (4. Aufl. 1832), S. 420 ff.</ref>

Zum heutigen staatlichen (Zivil-)Prozessrecht siehe

Zum heutigen kanonischen Prozessrecht siehe

  • Wiedereinsetzung in das Verfahren bei rechtskräftigen Urteilen (restitutio in integrum, can. 1645 CIC, can. 1326 CCEO)<ref>Klaus Lüdicke in Münsterischer Kommentar zum Codex iuris canonici, Can. 1645 (April 1991)</ref>
  • Wiedervorlage/Wiederaufnahme nach zwei gleichlautenden Urteilen in Personenstandsverfahren, die nur der eingeschränkten Rechtskraft fähig sind (nova causae propositio, can. 1644 CIC, can. 1325 CCEO).<ref>Klaus Lüdicke in Münsterischer Kommentar zum Codex iuris canonici, Can. 1644 (November 2017)</ref>

Im Rahmen der völkerrechtlichen Verantwortlichkeit gibt es eine materiellrechtliche restitutio in integrum (Wiederherstellung des status quo ante, Naturalrestitution).<ref>Dahm/Delbrück/Wolfrum: Völkerrecht, Band I/3 (2. Aufl. 2002), S. 956; siehe auch PCIJ, The Factory at Chorzów (Merits), Series A – No. 17 (1928), p. 47; ILC Draft Articles, Art. 34, 35; EMRK, Art. 41</ref>

Siehe auch

Einzelnachweise

<references />