Zum Inhalt springen

Anne Vallayer-Coster

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 29. Dezember 2023 um 07:21 Uhr durch imported>Ourgmich (Vorlage).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:The artist Anne Vallayer-Coster.jpg
Alexander Roslin: Porträt von Anne Vallayer-Coster, 1783, Öl auf Leinwand.

Anne Vallayer-Coster (* 21. Dezember 1744 in Paris als Anne Vallayer; † 27.<ref name=":0"> Hélène Cavalié: Vallayer-Coster, Anne. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 111, De Gruyter, Berlin 2021, ISBN 978-3-11-055059-7.</ref> oder 28. Februar 1818 ebenda) war eine französische Malerin und Zeichnerin.

Sie war sowohl vor als auch nach der Französischen Revolution als professionelle Malerin erfolgreich und wurde von Marie-Antoinette protegiert, deren Familienmitglieder Vallayer-Coster unter anderem porträtierte.

Leben und Wirken

Datei:Anne Vallayer-Coster - Still-Life with Tuft of Marine Plants, Shells and Corals - WGA24264.jpg
Stillleben mit Muscheln und Koralle, 1769, Paris, Musée du Louvre

Anne Vallayer wurde als zweite von vier Töchtern des Pariser Goldschmieds Joseph Vallayer (1704–1770) und der Miniaturmalerin Anne Cornut de la Fontaine geboren.<ref name=":1">Eik Kahng, Marianne Roland Michel: Anne Vallayer-Coster, painter to the court of Marie-Antoinette. Dallas Museum of Art, [Dallas, TX] 2002, ISBN 0-300-09329-2.</ref> Durch die Anstellung ihres Vaters wuchs sie bis 1754 in der Manufacture royale des Gobelins auf, im Umfeld von Françoise Basseporte, Claude Joseph Vernet und Gabriel de Saint-Aubin. Von den beiden ersteren erhielt sie Unterricht, ihr künstlerisches Arbeiten ist seit 1762 dokumentiert.<ref name=":0" /><ref name=":1" />

Am 28. Juli 1770 wurde Vallayer als Stillleben-, Blumen- und Früchtemalerin in die Académie royale de peinture et de sculpture aufgenommen. Bis 1789 stellte sie von nun an regelmäßig im Salon aus, Denis Diderot lobte 1771 ihr Werk und dessen Illusionismus.<ref name=":1" /> Seit 1772 wurde sie von der Dauphine und späteren Königin Marie-Antoinette protegiert, auf deren Empfehlung hin Vallayer ab ca. 1780/81 in der Galerie du Louvre wohnte. Neben ihren Blumen-, Früchte- und Tierstillleben porträtierte Vallayer auch einige Mitglieder des Königshauses. Am 25. April 1781 heiratete Vallayer den Pariser Anwalt Jean-Pierre-Silvestre Coster (1745–1824). Während der Französischen Revolution lebte die Künstlerin zeitweilig in Villemomble, ab 1795 stellte sie bis 1817 wieder gelegentlich im Salon aus.<ref name=":0" />

Neben Ölgemälden schuf sie Aquarelle, Pastelle, Gouachen, Zeichnungen und Miniaturen. Nach der Revolution wurden einige Gobelins nach ihren Entwürfen geschaffen. Ihre Werke wurden von den Zeitgenossen geschätzt, unter anderem besaßen der Marquis de Marigny, Kaiserin Josephine, Ludwig XVIII. und die Duchesse d’Angoulême Werke von ihr.<ref name=":0" /><ref name=":1" /> Sie gehörte zu den erfolgreichen Frauen in der Kunst ihrer Zeit, nach zeitgenössischen Berichten konkurrierte sie mit Cornelis van Spaendonck und Jean Siméon Chardin. Anfang des 20. Jahrhunderts kam der Verdacht auf, dass letzterem mehrere ihrer Gemälde fälschlicherweise zugeschrieben wurden.<ref name=":0" /> Sicher ist, dass Werke Vallayer-Costers in Auktionen hin und wieder als Chardins Werke verkauft wurden.<ref name=":1" />

Werke (Auswahl)

Literatur

  • Marianne Roland Michel: Anne Vallayer-Coster. Alençon 1970.
  • Eik Kahng, Marianne Roland Michel: Anne Vallayer-Coster. Painter to the Court of Marie-Antoinette. 2002, ISBN 0-300-09329-2.
  • Hélène Cavalié: Vallayer-Coster, Anne. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 111, De Gruyter, Berlin 2021, ISBN 978-3-11-055059-7.

Weblinks

Commons: Anne Vallayer-Coster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Hinweisbaustein