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Wendessen

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Wendessen
Kreisstadt Wolfenbüttel
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1103)&title=Wendessen 52° 9′ N, 10° 35′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1103) 52° 9′ 18″ N, 10° 35′ 24″ O
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Höhe: 90 m
Fläche: 4,07 km²
Einwohner: 1103 (31. Dez. 2024)<ref>Bevölkerungsstatistik – Bevölkerungsfortschreibung Wolfenbüttel und Ortsteile. (PDF; 89 KB) Stadt Wolfenbüttel, S. 12, abgerufen am 17. März 2025.</ref>
Bevölkerungsdichte: 271 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 38300
Vorwahl: 05331
Datei:Wolfenbüttel Wendessen.svg
Karte
Lage von Wendessen in Wolfenbüttel

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Ortsratswahl 2021<ref>[1], abgerufen am 15. November 2021</ref>
Wahlbeteiligung: 74,42 % (+9,92 %p)
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Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2016
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Datei:Rittergut in Wendessen (Wolfenbüttel) IMG 0648.jpg
Rittergut

Wendessen ist ein Dorf im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen und heute ein Ortsteil der Kreisstadt Wolfenbüttel. Es liegt an der historischen Fernstraße Wolfenbüttel–Halberstadt, der heutigen Bundesstraße 79, die hier den Fluss Altenau überquert.

Geschichte

Im Jahre 1170 wurde der Ort erstmals unter dem Namen Winethissem erwähnt. In der Zeit um 1200 bekam die Ortschaft den Namen Wenethesheim. Zudem gingen die Patronatsrechte an das Stift St. Blasii zu Braunschweig über, die sie als Geschenk vom Kaiser Otto IV. erhielten. 1358 wurde der Ort dann schließlich in Wendessen umbenannt.

In der folgenden Zeit wurde Wendessen mehrfach überfallen. So fielen die Braunschweiger 1493 und 1550 in Wendessen ein, während Truppen des Schmalkaldischen Bundes 1542 das Wendesser Pfarrhaus zerstörten. 1627 wurden Wendessen dann im Dreißigjährigen Krieg von dänischen Soldaten zerstört. Das Wendesser Gut, das heute der Stadt Wolfenbüttel gehört, wurde bereits 1660 erbaut und 1736 zum fürstlichen Kammergut ernannt. Bis 2001 gehörte es einem Zweig der Familie Seeliger, die es 1864 vom Amtsrat Müller gekauft hatte.

Seit 1843 führt die Bahnstrecke Wolfenbüttel–Oschersleben – seit 2007 nur noch bis Schöppenstedt – durch den Ort. Der Bahnhof Wendessen wurde 1982 im Passagierverkehr stillgelegt. Die Reaktivierung der Betriebsstation Wendessen wurde allerdings im März 2019 vertraglich festgelegt.<ref>Bahnhof Wendessen wird reaktiviert. 26. März 2019, abgerufen am 20. April 2019.</ref>

Im Jahre 1857 wurde eine Zuckerfabrik errichtet, die 100 Jahre später wieder geschlossen wurde.<ref>Ortsgeschichte wendessen.de, abgerufen am 20. April 2019</ref>

Im Zuge des Zweiten Weltkrieges erlitt auch Wendessen einige Schäden. Der Luftangriff am 14. Januar 1944 zerstörte neben dem Rittergut und der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Kirche auch zahlreiche Ställe und Wohnhäuser. Durch den Abwurf einer Bombe auf einen haltenden Zug wurden 36 Menschen getötet.

Am 1. März 1974 wurde Wendessen in die Kreisstadt Wolfenbüttel eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 273.</ref>

Politik

Ortsrat

Seit 2021 besteht der Ortsrat von Wendessen aus sieben statt bisher fünf Mitgliedern, da die Einwohnerzahl des Ortsteils zwischenzeitlich die Marke von 1000 überstiegen hat.

Der Ortsrat setzt sich seit der Kommunalwahl am 12. September 2021 wie folgt zusammen (Veränderungen zu 2016)<ref>Ergebnis. Abgerufen am 15. November 2021.</ref>:

  • CDU: 2 Sitze (±0)
  • SPD: 2 Sitze (±0)
  • FDP: 1 Sitz (±0)
  • Grüne: 1 Sitz (+1)
  • Einzelbewerber Klaus-Martin Jungkurth: 1 Sitz

Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister ist Andreas Rink (SPD).

Wappen

Auf dem Wendesser Wappen ist im unteren Teil ein grüner Weidenzaun zu sehen. Hinter diesem befindet sich ein rotes Kreuz. Der Zaun soll dabei auf die Landwirtschaft anspielen, die einst einen wichtigen Platz in der Gemeinde einnahm. Das rote Kreuz steht dabei als heraldisches Attribut des Schutzpatrons St. Georg. Auch der Name Wendessen spielt auf das Wappen an, er bedeutet Heim im Weidenzaun.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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  • Die Wehrkirche St. Georg aus dem 12. Jahrhundert wurde 1944 fast vollständig zerstört, konnte jedoch durch großes privates Engagement wieder errichtet werden.<ref>Kirchengemeinde Wendessen</ref>
  • Das im Jahr 1660 gebaute Rittergut wurde 1736 fürstliches Kammergut. Nach wechselndem Besitz gehört das Gut heute der Stadt Wolfenbüttel.

Persönlichkeiten

  • Georg Pfeiffer (1890–1944), deutscher Offizier, geboren in Wendessen

Weblinks

Commons: Wendessen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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