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Amtsgericht Kerpen

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Datei:Kerpen amtsgericht.jpg
Das Gebäude des Amtsgerichtes von Südosten (2009)
Datei:Kerpen Amtsgericht 03.jpg
Stiftsstr. 8, Sitz der Gerichtes bis 1991, Foto von 2011

Kerpen ist Sitz des Amtsgerichtes Kerpen (AG Kerpen), das für die Städte Frechen und Kerpen im Rhein-Erft-Kreis zuständig ist. In dem 159 km² großen Gerichtsbezirk leben rund 114.000 Menschen.

Übergeordnete Gerichte

Das dem Amtsgericht Kerpen übergeordnete Landgericht ist das Landgericht Köln, das wiederum dem Oberlandesgericht Köln untersteht.

Geschichte

In Kerpen bestand von 1798 bis 1879 das Friedensgericht Kerpen. Das königlich preußische Amtsgericht Kerpen wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 1879 als eines von neun Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Köln im Bezirk des Oberlandesgerichtes Köln gebildet. Der Sitz des Gerichtes war Kerpen. Sein Gerichtsbezirk umfasste aus dem Kreis Bergheim die Bürgermeistereien Blatzheim, Buir, Heppendorf, Kerpen, Sindorf und Türnich.<ref>Verordnung, betreffend die Bildung der Amtsgerichtsbezirke vom 5. Juli 1879, GS Nr. 30, S. 559, Digitalisat</ref> Am Gericht bestand 1880 eine Richterstelle. Das Amtsgericht war damit ein kleines Amtsgericht im Landgerichtsbezirk.<ref>Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1888, S. 413 online</ref>

Gerichtsgebäude

Altes Amtsgericht

Von 1842 bis 1844 wurde das Gebäude Stiftsstraße 8 als Rathaus der Gemeinde Kerpen erbaut. Hier fand auch das Friedensgericht seinen Sitz. Seit 1879 nutzte das Amtsgericht Räume im Gebäude, seit 1906 war das Amtsgericht der alleinige Nutzer. Heute wird das Haus vom Stadtarchiv genutzt.<ref>Stadtarchiv Kerpen</ref> Das Gebäude steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.

Heutiges Gebäude

Das Gebäude ist ein fünfgeschossiger Ziegelbau, der 1992 nach Entwürfen des Architekten Gottfried Böhm erbaut wurde. Das Gebäude wird der Länge nach von einer über alle Stockwerke gehendes Glasatrium unterteilt; der dadurch entstehende Raum enthält durch abgeschrägte Dachflächen aus Glas von oben Tageslicht. An den Schmalseiten sind Teile der Ziegelwände leicht zurückgesetzt und ornamental vermauert, so dass in den zurückgesetzten Wandteilen ein verschachteltes Bogenmuster entsteht. An die südliche Schmalwand schließt sich ein runder, geziegelter Turm an, dessen kegelförmige Spitze auf die Höhe des zweiten Stockwerkes reicht.

Das Gebäude zählt zu einer Reihe eher „konventioneller und geschlossen wirkender“<ref>Frank Dengler: Bauen in historischer Umgebung: Die Architekten Dieter Oesterlen, Gottfried Böhm und Karljosef Schattner. Georg Olms Verlag, 2003, ISBN 978-3-487-11882-6</ref> Backsteinbauten, die Gottfried Böhm seit den 1980er Jahren entwarf.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Amtsgericht Kerpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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Koordinaten: 50° 52′ 32,6″ N, 6° 41′ 29,2″ O

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