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Benjamin Peter Gloxin

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Benjamin Peter Gloxin (* 1765 in Colmar; † 1794<ref>Das bei Zander, 13. Auflage angegebene Sterbejahr 1784 dürfte ein Irrtum sein.</ref><ref name="Zander2008" />) war ein elsässischer, preußisch-deutscher Botaniker und Arzt. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „<templatestyles src="Person/styles.css" />Gloxin“.

Leben

Benjamin Peter Gloxin war der Sohn Colmarer Stadtphysikus Benjamin Gloxin († 1784). Die ursprünglich aus Preußen stammende,<ref>Nachweise bei David Gloxin (Politiker, 1568)</ref> protestantische Familie Gloxin war in Colmar ratsfähig.<ref>Peter George Wallace: Communities and Conflict in Early Modern Colmar: 1575-1730, BRILL, 1995, S. 213 ff., 225</ref> Er lebte als Arzt in Colmar und beschäftigte sich als Botaniker hauptsächlich mit Pflanzen der Gattung Martynia und verwandten Gattungen der Gemsenhorngewächse (Martyniaceae). Er beschrieb die Art Martynia proboscidea, die sich später als ein Synonym für Martynia louisianica herausstellte. Durch Albert Thellung ist Gloxins Artname 1912 zum neuen Gattungsnamen geworden und die Pflanze heißt nun Proboscidea louisianica.

Datei:Sinningia speciosa - Hartinger.gif
Die als „Gloxinie“ gehandelte Zimmerpflanze Sinningia speciosa

Der französische Botaniker Charles Louis L’Héritier de Brutelle benannte 1785 Gloxin zu Ehren eine Gattung der Gesneriengewächse Gloxinia.<ref name="Burkhardt2018" /> Als „Gloxinie“ wird im Blumenhandel meist die ursprünglich aus Brasilien stammende Sinningia speciosa angeboten, die früher der Gattung Gloxinia zugeordnet wurde. Auch die Gattung Gloxinella <templatestyles src="Person/styles.css" />(H.E.Moore) Roalson & Boggan aus der Familie der Gesneriengewächse ist nach Gloxin benannt.<ref name="Burkhardt2018" />

Werke

  • Observationes Botanicae. Dannbach, Argentorati (=Straßburg) 1785.

Quellen

Weblinks

Belege

<references> <ref name="Burkhardt2018"> Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen. Erweiterte Edition. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018. [1] </ref> <ref name="Zander2008">Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2, Seite 1938. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7</ref> </references>

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