Zum Inhalt springen

Verdrängungsdicke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. Juli 2018 um 18:50 Uhr durch imported>LoRo.
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Die Verdrängungsdicke <math>\delta^*</math>, ein Begriff der Strömungsmechanik (Grenzschichttheorie), ist ein Maß für die Verschiebung der Stromlinien nach außen aufgrund der Entstehung einer Grenzschicht. Die Verdrängungsdicke entspricht derjenigen Strecke, um die man die Platte, an der sich die Grenzschicht ausbildet, verschieben müsste, um den gleichen Massenfluss zu erhalten wie im Fall einer Platte ohne Grenzschicht.

Die Verdrängungsdicke ist definiert als:

<math>\delta^* = (\delta_1) = \int_0^{\delta(\infty)} \left(1 - \frac{\overline{u}}{u_0} \right) \cdot dy</math>

mit

  • <math>\delta</math>: Dicke der Grenzschicht
  • <math>\overline{u}</math>: gemittelter Geschwindigkeitsverlauf
  • <math>u_0</math>: Anströmgeschwindigkeit der unendlichen Außenströmung.

Der Formparameter <math>H</math> einer Grenzschicht lässt sich bestimmen als Verhältnis der Verdrängungsdicke und der Impulsverlustdicke <math>\theta</math>:

<math>H = \frac {\delta^*} \theta</math>

Literatur

  • Dominik Surek, Silke Stempin, Angewandte Strömungsmechanik, Vieweg+Teubner Verlag 2007, ISBN 3-8351-0118-8, S. 245

Siehe auch