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Kalabrischer Ahorn

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Kalabrischer Ahorn
Datei:Acer lobelii, Mercogliano, Avellino, Campania, Italy 1.jpg

Kalabrischer Ahorn (Acer cappadocicum subsp. lobelii)

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Gattung: Ahorne (Acer)
Art: Kolchischer Ahorn (Acer cappadocicum)
Unterart: Kalabrischer Ahorn
Wissenschaftlicher Name
Acer cappadocicum subsp. lobelii
(Ten.) A.E.Murray

Der Kalabrische Ahorn (Acer cappadocicum subspecies lobelii), auch Lobels Ahorn oder Kalabrischer Spitzahorn genannt, ist eine Unterart des Kolchischen Ahorns (Acer cappadocicum) aus der Gattung der Ahorne (Acer) innerhalb der Familie der Seifenbaumgewächse (Sapindaceae). Er ist nahe mit dem Spitz-Ahorn (Acer platanoides) verwandt, gelegentlich wird er auch als eigenständige Art (Acer lobelii) geführt.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Der Kalabrische Ahorn wächst als Baum und erreicht meist Wuchshöhen von 12 bis 15 Meter, in Ausnahmefällen auch bis zu 20 Meter. Die Baumkrone ist straff aufrecht geformt, säulen- oder pyramidenförmig (Unterartmerkmal). Die Rinde der Zweige ist blaugrün bereift (Unterartmerkmal), selten auch purpurbraun. An älteren Zweigen weist die Rinde weißliche Streifen auf.

Die gegenständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Der 6 bis 10 Zentimeter lange Blattstiel führt klaren Milchsaft. Die einfache Blattspreite ist 12 bis 15 Zentimeter breit und ebenso lang, an der Basis herzförmig, fünflappig mit dreieckigen, lang zugespitzten, ganzrandigen Lappen. Der Blattrand ist ganzrandig bis gewellt (Unterartmerkmal). Die Blattlappen weisen – charakteristisch für diese Unterart – nach vorne. Die Spreitenoberseite ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite mehr blaugrün. Die Blattoberseite ist kahl, die Nervenachseln der Blattunterseite weisen meist Haare auf. Die Herbstfärbung ist goldgelb. Vorlage:Hinweisbaustein

Generative Merkmale

Die Blütezeit liegt im Mai und die Blüten erscheinen gleichzeitig mit den Laubblättern. Die Blüten befinden sich in einem kurzen, trugdoldigen Blütenstand. Die Blütenstiele und der Kelch sind weich behaart. Die gelb-grüne Blüte ist fünfzähligen und bei einem Durchmesser von etwa 5 Millimetern radiärsymmetrisch mit doppelter Blütenhülle.

Die Spaltfrüchte besitzen fast waagerecht gespreizte, 2 bis 3 Zentimeter lange Flügel und flache Samen.

Ökologie

Auch am Heimatstandort ist der Kalabrische Ahorn oft unvollständig bestäubt.<ref>D. M. van Gelderen, Piet C. Jong, Herman John Oterdoom: Maples of the world, 1994.</ref>

Verbreitung

Der Kalabrische Ahorn hat seine natürlichen Vorkommen im Süden Italiens. Vorwiegend wächst er in Bergwäldern Kalabriens in den Gebirgen Sila und Pollino, er kommt aber auch noch in benachbarten Gebieten in den Regionen Basilicata und Kampanien vor.

Systematik

Die Erstbeschreibung erfolgte 1819 unter dem Namen Acer lobelii durch Michele Tenore in Cat. Hort. Neapol. App., 2. Auflage, S. 69. Der Typusfundort liegt in den Bergen des Golfes von Neapel. Das Artepitheton oder Unterartname ehrt den französischen Botaniker Matthias de L’Obel. Synonyme sind Acer platanoides var. integrilobum <templatestyles src="Person/styles.css" />Tausch, Acer planatnoides var. lobelii <templatestyles src="Person/styles.css" />(Tenore) <templatestyles src="Person/styles.css" />Loudon, Acer lobelii subsp. tenorei <templatestyles src="Person/styles.css" />Pax und Acer lobelii forma normale <templatestyles src="Person/styles.css" />Schwerin.

Nutzung

Als Ziergehölz wurde der Kalabrische Ahorn um 1865 eingeführt.<ref>D. M. van Gelderen, Piet C. Jong, Herman John Oterdoom: Maples of the world, 1994, S. 217</ref>

Quellen

Einzelnachweise

<references />

Literatur