Siderose
Erscheinungsbild
| Klassifikation nach ICD-10 | |
|---|---|
| J63.4 | Siderose |
| ICD-10 online (WHO-Version 2019) | |
Vorlage:Infobox International Classification of Diseases 11 Als Siderosen (von altgriechisch σίδηρος (sidēros) = Eisen<ref>σίδηρος. In: Wiktionary. 18. Januar 2023 (wiktionary.org [abgerufen am 28. Mai 2024]).</ref>) bezeichnet man Erkrankungen, bei denen Salze des Eisens im Organismus abgelagert werden (Eisenspeicherkrankheiten). Man unterteilt primäre (angeborene) und sekundäre (erworbene) Siderosen. Der Eisengehalt des Körpers kann bei Siderosen bis zum Zehnfachen des Normwertes ansteigen.
Die wichtigste primäre Siderose ist die klassische (adulte) autosomal rezessiv vererbte Hämochromatose.
Sekundäre Siderosen kommen nach chronischer Zufuhr überhöhter Eisenmengen vor, beispielsweise
- bei chronischer Überdosierung oraler Eisenpräparate<ref>Fachinformation von Kendural, ein Medikament zur Behandlung von Eisenmangelzuständen bei oddb.org</ref>
- nach jahrelanger Transfusionsbehandlung von hämolytischen Anämien
- bei Patienten mit alkoholtoxischen Leberschäden.
- als Pneumokoniose<ref>H. Symanski: Pneumokoniose im Eisenerzbergbau: Siderose oder Silikose? Unter Verwendung von 3 Autopsiebefunden. In: Archiv für Gewerbepathologie und Gewerbehygiene. Band 13, Nr. 7, 1955, S. 702–720, doi:10.1007/BF00312846.</ref> durch langjähriges Inhalieren von Eisenpartikeln (zum Beispiel bei Schweißarbeitern und Arbeitern der Stahlindustrie)
- nach Eindringen und längerem Verbleib eines eisenhaltigen Fremdkörpers, insbesondere im Auge
Einzelnachweise
<references />
| Dieser Text basiert ganz oder teilweise auf dem Eintrag Siderose im Flexikon, einem Wiki der Firma DocCheck. Die Übernahme erfolgte am 8. Juli 2004 unter der damals gültigen GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |