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Zeche Borbachtal

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Zeche Borbachtal
Allgemeine Informationen zum Bergwerk
Förderung/Jahr bis zu 38.676 t
Informationen zum Bergwerksunternehmen
Beschäftigte ca. 40 bis 135
Betriebsbeginn 1945
Betriebsende 1972
Geförderte Rohstoffe
Abbau von Steinkohle
Geographische Lage
Koordinaten 51° 25′ 42″ N, 7° 22′ 26,6″ OKoordinaten: 51° 25′ 42″ N, 7° 22′ 26,6″ O
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Zeche Borbachtal (Regionalverband Ruhr)
Zeche Borbachtal (Regionalverband Ruhr)
Lage Zeche Borbachtal
Standort Annen
Gemeinde Witten
Kreis (NUTS3) Ennepe-Ruhr-Kreis
Land Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Revier Ruhrrevier

Die Zeche Borbachtal war ein Steinkohlenbergwerk im Tal des Borbachs südlich von Annen.<ref name="Quelle 1" /> Das Bergwerk war eine Kleinzeche, Besitzer dieser Kleinzeche war die Firma Heinrich Buddenhorn-Sohn.<ref name="Quelle 2" /> Die Zeche Borbachtal war das Nachfolgebergwerk der in den Jahren 1913 bis 1930 im Borbachtal betriebenen Zeche mit gleichem Namen, welche ab 1931 mit dem Namen Zeche Bergmann weiter betrieben wurde.<ref name="Quelle 1" />

Geschichte

Zusammensetzung des Bergwerks

Angelegt wurde die Zeche Borbachtal als firmeneigenes Bergwerk der Firma Heinrich Buddenhorn-Sohn im Jahre 1945.<ref name="Quelle 3" /> Eigentlich handelte es sich um mehrere mehr oder weniger separate Bergwerke, die keine Verbindung untereinander hatten, da sie zum Teil weiter auseinander lagen.<ref name="Quelle 2" /> Zunächst einmal gab es die eigentliche Grube „Borbachtal“ an der Straße „Große Borbach“.<ref name="Quelle 1" /> Hinzu kamen eine Stollenanlage im Siepen in Stockum,<ref name="Quelle 2" /> ein Stollen am Wartenberg unweit des sogenannten „Kohlesiepen“ gelegen und ein Stollen an der Langestraße.<ref name="Quelle 1" /> Dazu kam später noch eine Kleinzeche im Grubenfeld der ehemaligen Zeche Ringeltaube in Düren, die später als „Ringeltaube II“ firmierte. Die einzelnen Betriebsteile befanden sich in unterschiedlichen Grubenfeldern. Die eigentliche Zeche Borbachtal baute im Feld der stillgelegten Zeche Bergmann ab. Die anderen Betriebsteile befanden sich in angepachteten Feldesteilen der Bochumer Bergbau AG und der Harpener Bergbau-AG und bauten dort ab.<ref name="Quelle 3" />

Der Betrieb

Der Bergwerksbetrieb begann im Oktober des Jahres 1945 mit der Aufnahme des Stollenbaus in Witten. Zunächst wurden alle Grubenbaue aufgewältigt. Von dieser Maßnahme ausgeschlossen waren die Grubenbaue der Tiefbauanlage. Am 1. März des Jahres 1946 begann die knappschaftliche Versicherung des Bergwerks.<ref name="Quelle 1" /> Zunächst waren die Stollenanlagen Zeche Borbachtal und der Stollen in Witten in Betrieb.<ref name="Quelle 3" /> Im Jahr 1952 wurden der Stollen in Stockum und die eigentliche Anlage Borbachtal stillgelegt. Im selben Jahr gingen die Stollen am Wartenberg und an der Langestraße in Betrieb.<ref name="Quelle 1" /> Gegen Ende des Jahres 1954 nahm die Firma Heinrich Buddenhorn-Sohn die Kleinzeche Ringeltaube 2 in Witten-Düren in Betrieb.<ref name="Quelle 3" /> Das Bergwerk war trotz der Angliederung weiterhin eigenständig in Betrieb.<ref name="Quelle 1" /> Im Jahr 1956 wurde der Stollen in Stockum stillgelegt. Am 14. Mai des Jahres 1962 wurde die Zeche Borbachtal stillgelegt, die Berechtsame wurde der Zeche Gute Hoffnung V zugeschlagen.<ref name="Quelle 1" /> Der Betriebsteil Ringeltaube II blieb noch bis Anfang der 1970er Jahre eigenständig in Betrieb.<ref name="Quelle 2" />

Förderung und Belegschaft

Die ersten Förder- und Belegschaftszahlen des Bergwerks stammen aus dem Jahr 1948, in diesem Jahr waren 24 Bergleute auf der Zeche Borbachtal beschäftigt, die eine Förderung von 1524 Tonnen Steinkohle erbrachten.<ref name="Quelle 1" /> Im Jahr 1950 wurden rund 6000 Tonnen Kohle der Sorten Esskohle und Magerkohle gefördert.<ref name="Quelle 2" /> Die Belegschaftsstärke lag in diesem Jahr bei 35 Beschäftigten. Im Jahre 1955 waren auf diesen drei Anlagen insgesamt 126 Leute beschäftigt, die zusammen 35.636 Tonnen Steinkohle förderten. Im Jahr 1956 wurde die maximale Förderung des Bergwerks erbracht.<ref name="Quelle 1" /> Es wurden mit 134 Beschäftigten 38.676 Tonnen Magerkohle gefördert.<ref name="Quelle 3" /> Die letzten Förder- und Belegschaftszahlen des Bergwerks stammen aus dem Jahr 1960, in diesem Jahr wurden mit 134 Beschäftigten 11.178 Tonnen Steinkohle gefördert.<ref name="Quelle 1" />

Heutiger Zustand

Die Gebäude der eigentlichen „Kleinzeche Borbachtal“ an der Straße „Große Borbach“ sind teilweise noch erhalten. Auch im Falk-Stadtatlas Großraum Rhein-Ruhr sind sie als „ehemalige Zeche Borbachtal“ eingetragen.<ref name="Quelle 4" />

Einzelnachweise

<references> <ref name="Quelle 1"> Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 2005. (= Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, 144). 3. überarbeitete und erweiterte Auflage. Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums, Bochum 2006, ISBN 3-937203-24-9.</ref> <ref name="Quelle 2"> Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann: Die alten Zechen an der Ruhr. 4. Auflage. Verlag Karl Robert Langewiesche, Nachfolger Hans Köster, Königstein i. Taunus 1994, ISBN 3-7845-6992-7.</ref> <ref name="Quelle 3"> Gerhard Gebhardt: Ruhrbergbau. Geschichte, Aufbau und Verflechtung seiner Gesellschaften und Organisationen. Verlag Glückauf, Essen 1957.</ref> <ref name="Quelle 4"> Falk Großraumatlas Rhein-Ruhr. 16. Auflage. Falk Verlag, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-8279-0513-0.</ref> </references>