Nil Sorski
Nil Sorski (auch Nilus von Sora, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value); * 1433 in Moskau als Nikolai Maikow, russisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); † 7. Mai 1508) war ein russischer Starez, Theologe und Mystiker.
Nil wurde als Sohn einer Moskauer Adelsfamilie geboren. Er trat in das Kirillo-Beloserski-Kloster ein. Um die Lebensweise der dortigen Mönche zu studieren, pilgerte er zum Berg Athos, wo er zum Anhänger des Hesychasmus wurde.<ref name="lichatschew">D. S. Lichatschew, G. K. Wagner, G. Wsdornow und R. G. Skrynnikow (Übertragung in das Deutsche: Marcus Würmli): Russland / Seele - Kultur - Geschichte, Bechtermünz Verlag im Weltbild Verlag GmbH, Augsburg, 1997, Seite 323</ref> Wieder zum Kirillo-Beloserski-Kloster zurückgekehrt gründete er in der Nähe des Klosters eine Eremitensiedlung (in Russland unter der Bezeichnung Skit bekannt), und widmete sich in der Einsamkeit dem Jesusgebet. Er sammelte Schüler um sich, aus denen die Bewegung der sogenannten „Uneigennützigen“ (russisch „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“/„{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“) entstand, eine Bewegung, die zu den monastisch-asketischen Idealen der Wüstenväter zurückkehren wollte und gegen die Lebensweise der Mönche in reichen Großklöstern auftrat, wie sie von Joseph von Wolokolamsk (Iossif Wolozki) und dessen Anhängern, den Iossifljanern, vertreten wurde. Nil organisierte das Leben seiner Schüler in Skiten. Er selbst wirkte als Starez und lebte wie seine Schüler in Einfachheit und Armut vom Verkauf ihrer Handarbeitsprodukte.
Anfang des 16. Jahrhunderts kam es zwischen den Uneigennützigen und den Iossifljanern zu Streitigkeiten. Ein Sobor im Jahr 1503 entschied in dieser Frage zugunsten der Iossifljaner. Die Uneigennützigen wurden dadurch zurückgedrängt. Trotz des anfänglichen Scheiterns seiner Bewegung legte Nil den Grundstein zur Blütezeit des Jesusgebets und des Starzentums in Russland Ende des 18. und im gesamten 19. Jahrhundert.<ref name="lichatschew" />
Literatur
- Wolfgang Heller: Nil Sorskij, (bürgerlicher Name: Nikolaj Majkov). In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 6, Bautz, Herzberg 1993, ISBN 3-88309-044-1, Sp. 940–943.
- Fairy von Lilienfeld: Nil Sorskij und seine Schriften. Die Krise der Tradition im Russland Ivans III., Berlin 1963
Weblinks
- Literatur von und über Nil Sorski im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
<references/>
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nil Sorski |
| ALTERNATIVNAMEN | Нил Сорский (russisch); Maikow, Nikolai (wirklicher Name); Майков, Николай (wirklicher Name, russisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | russisch-orthodoxer Mönch, Starez |
| GEBURTSDATUM | 1433 |
| GEBURTSORT | Moskau |
| STERBEDATUM | 7. Mai 1508 |