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Ust-Luga

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Siedlung
Ust-Luga
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Flagge Wappen
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Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Leningrad
Rajon Kingissepp
Erste Erwähnung 1676
Frühere Namen Ostrow
Bevölkerung 2179 Einwohner
(Stand: 2021)
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 81375
Postleitzahl 188471, 188472
Kfz-Kennzeichen 47
OKATO 41 221 828 001
Geographische Lage
Koordinaten 59° 40′ N, 28° 17′ OKoordinaten: 59° 39′ 55″ N, 28° 16′ 50″ O
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Ust-Luga (Europäisches Russland)
Ust-Luga (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Lage in der Oblast Leningrad

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Ust-Luga ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine ländliche Siedlung (possjolok) mit 2173 Einwohnern (Berechnung 2007) in Russland. Sie liegt bei der Mündung des Flusses Luga in die Lugabucht der Ostsee, unweit der Grenze zu Estland. Der Name leitet sich vom russischen Wort ustje für Mündung ab.

Geographie

Ust-Luga zählt zur Rajon Kingissepp der Oblast Leningrad und befindet sich etwa 100 km westlich von Sankt Petersburg. Die Siedlung ist Sitz der Landgemeinde Ust-Luschskoje selskoje posselenije, zu der neben Ust-Luga noch die zehn Dörfer Gakkowo, Kaibolowo, Kirjamo, Konnowo, Krakolje, Lipowo, Luschizy, Meschniki, Tiskolowo und Wybje sowie die drei Siedlungen Kurgolowo, Preobraschenka sowie bei der Bahnstation Ust-Luga gehören. Die Gesamteinwohnerzahl der Gemeinde beträgt 2835 (1. Januar 2024).<ref>(Численность населения Ленинградской области в разрезе муниципальных образований по состоянию на 1 января 2024 года (Bevölkerungsanzahl des Leningrader Gebiets, aufgeschlüsselt nach Gemeinden, Stand 1. Januar 2024) [1], (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation) mit Zuständigkeit für St. Petersburg und das Gebiet Leningrad))</ref>

Geschichte

Der Ort wurde erstmals 1676 auf einer schwedischen Karte von 1676 als Ostroff Hoff, von russisch Ostrow („Insel“) erwähnt. Dieser Name war bis in das 20. Jahrhundert in Gebrauch. Im 19. Jahrhundert wurde das Dorf als ischorische Siedlung mit dem ischorischen/finnischen Namen Laukaansuu erwähnt.

Wirtschaft

Bei Ust-Luga liegt der gleichnamige wichtige und meist eisfreie Seehafen, unter anderem mit einer Fährverbindung für Eisenbahn-, Auto- und Personenverkehr zwischen dem russischen Kernland und der Oblast Kaliningrad (Fährterminal Baltijsk); als deutsche Häfen werden regelmäßig Kiel und der Fährhafen Sassnitz auf Rügen angelaufen.

Seit 2011 ist ein von NCC und Eurogate errichtetes Containerterminal in Betrieb.<ref>Ust-Luga Container Terminal: UST-LUGA CONTAINER TERMINAL. ulct.ru, abgerufen am 5. Dezember 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Seit 2012 ist ein Exportterminal für bis zu 28 Millionen Barrel Rohöl in Betrieb.<ref>FAZ vom 30. August 2010, Seite 15: Großbaustelle an der Ostsee</ref>

Mit Stand 2020 sollen bis 2024 werden neue Seeterminals für den Umschlag von Mineraldüngern, Kohle, Getreide und Stückgut mit einem Gesamtgewicht von fast 42 Millionen Tonnen errichtet werden.<ref>Capacity of Russia's seaports to grow by over 300 mln tonnes by 2024. In: Interfax. 6. August 2020, abgerufen am 7. August 2020 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In Ust-Luga endet die Erdölpipeline BTS-2, die von Unetscha kommt.<ref>Mathias Brüggmann: Ukraine greift Druschba-Pipeline an: Russisches Öl fließt wieder nach Europa. In: Die Tageszeitung: taz. 20. August 2025, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 22. August 2025]).</ref>

Rosterminalugol

Der russische Hafenbetreiber Rosterminalugol OAO hat seinen Sitz in Ust-Luga und betreibt hier eines der größten Kohleterminals Russlands. Laut Eigenangaben wurden im Jahr 2016 18,1 Millionen Tonnen Kohle umgeschlagen.<ref>Nikolai Loginow: Der Hafenumschlag von Rosterminalugol OAO stieg um 3,4 % auf 18 Mio. Tonnen, Gudok, 13. Januar 2017 (russisch).</ref>

Drohnenangriffe im Russisch-Ukrainischen Krieg

Im Rahmen des Russisch-Ukrainischen Krieges ereigneten sich am 21. Januar 2024<ref>Vladimir Soldatkin: What is Novatek’s Ust-Luga fuel terminal and why was it attacked? In: reuters.com. Reuters, 22. Januar 2024, abgerufen am 7. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> sowie am 24. August 2025 ukrainische Drohnenangriffe auf die Ölraffinerie in Ust-Luga.<ref>Ukrainischer Angriff setzt Raffinerie in Brand. In: tagesschau.de. 24. August 2025, abgerufen am 30. August 2025.</ref> Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wurde durch den Angriff in 2025 die Exportkapazität von Ust-Luga voraussichtlich für 3 Wochen auf 350.000 Barrels pro Tag etwa halbiert.<ref>Exclusive: Russia's Ust-Luga port to operate at half capacity in September after pipeline damage, sources say. In: Reuters. 8. August 2025, abgerufen am 30. August 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Weitere Angriffe, diesmal auf die Export-Terminals am Hafen, fanden am 22., 25., 27., 29. und 31. März 2026 statt und lösten umfangreiche Brände aus.<ref>Al Jazeera Staff: Drones strike Russia’s Ust-Luga port again as EU officials visit Ukraine. Abgerufen am 6. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Bildergalerie

Weblinks

Commons: Ust-Luga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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