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Sparriger Steinbrech

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Sparriger Steinbrech
Datei:Saxifraga squarrosa r1.JPG

Sparriger Steinbrech (Saxifraga squarrosa)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Gattung: Steinbrech (Saxifraga)
Art: Sparriger Steinbrech
Wissenschaftlicher Name
Saxifraga squarrosa
Sieber

Der Sparrige Steinbrech (Saxifraga squarrosa) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Steinbrech (Saxifraga) in der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae).

Beschreibung

Datei:Saxifraga squarrosa Atlas Alpenflora.jpg
Sparriger Steinbrech (Saxifraga squarrosa), Illustration
Datei:Saxifraga squarrosa PID857-1.jpg
Blüte

Vegetative Merkmale

Der Sparrige Steinbrech ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 4 bis 10 Zentimeter erreicht. Sie wächst in festen Polstern und bildet dicht dachziegelig beblätterte, säulenförmige Triebe aus. Die Rosettenblätter sind länglich-linealisch, steif, aufwärtsgerichtet, nie spatelförmig und sind nur an der Spitze leicht nach außen gebogen. Sie sind am Grund bewimpert, vorn kurz zugespitzt und haben 3 bis 5 Kalk ausscheidende Grübchen.

Generative Merkmale

Der Blütenstängel ist meist hauptsächlich im unteren Teil reichlich drüsig.<ref name="HegiHuber1961" /> Er ist beblättert und trägt den doldenartigen Blütenstand mit 2 bis 7 Blüten. Die 5 Kelchblätter sind eiförmig, stumpf, 1,5 bis 2 Millimeter lang.<ref name="HegiHuber1961" /> Die 5 Kronblätter haben eine Länge von 4 bis 6 Millimeter und besitzen 3 bis 5 Nerven. Sie sind rundlich verkehrt eiförmig und weiß.<ref name="HegiHuber1961" /> Die 10 Staubblätter sind länger als die Kelchzipfel.<ref name="HegiHuber1961" /> Der Fruchtknoten ist fast unterständig.<ref name="HegiHuber1961" /> Die Fruchtkapsel ist kugelig mit kurzen spreizenden Stylodien. Die Samen sind eiförmig, 0,6 Millimeter lang und zerstreut spitzwarzig.<ref name="HegiHuber1961" /> Blütezeit ist von Juli bis August.<ref name="HegiHuber1961" />

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 26.<ref>Jaakko Jalas, Juha Suominen, Raino Lampinen, Arto Kurtto: Atlas florae europaeae. Band 12 (Resedaceae to Platanaceae). Seite 147, Helsinki 1999. ISBN 951-9108-12-2.</ref>

Vorkommen

Der Sparrige Steinbrech ist im Gebiet von den Judikarischen Alpen bis zu den Karawanken endemisch.<ref name="HegiHuber1961" /> Er kommt meist an feuchten schattigen Kalkfelsen in Höhenlagen von 1200 bis 2500 Meter vor und ist teilweise häufig. Er wächst oft in Gesellschaften des Caricetum firmae, des Seslerio-Semperviretum oder im Androsacetum helveticae.<ref name="HegiHuber1961" /> In den Karawanken gedeiht er in der Potentilla clusiana-Campanula zoysii-Assoziation aus dem Verband Potentillion caulescentis.<ref name="HegiHuber1961" /> In Deutschland und in der Schweiz fehlt die Art.<ref name="HegiHuber1961" />

Ökologie

Die Blüten sind proterandrisch und werden meist von Dipteren bestäubt.<ref name="HegiHuber1961" />

Literatur

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.

Einzelnachweise

<references> <ref name="HegiHuber1961">Gustav Hegi, Herbert Huber: Familie Saxifragaceae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage, Band IV, Teil 2, Seite 172–173. Verlag Carl Hanser, München 1961.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Sparriger Steinbrech (Saxifraga squarrosa) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien