Franz Joseph Koch
Franz Joseph Koch (* 22. März 1875 in Schmallenberg-Bracht; † 23. Oktober 1947 in Meschede-Berge<ref>De Suerlänner – Heimatkalender für das Kurkölnische Sauerland: Franz Josef Koch, S. 66 (PDF; 8,8 MB) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, 1952</ref><ref name=FJKS>Franz-Joseph-Koch-Schule: Biografie, abgerufen am 18. August 2013.</ref>) war ein deutscher Lehrer und Autor.
Leben
Koch wurde am 22. März 1875 in Bracht geboren. Nach dem Besuch der Volksschule besucht er ein Lehrerseminar in Büren. Ab 1895 unterrichtet er an mehreren Schulen, bevor er 1910 Rektor an einer Schule in Essen wurde. In seiner aktiven Zeit war er auch Mitbegründer der Essener Volkshochschule. Ferner studierte und arbeitete er an den Universitäten in Köln und Bonn sowie an der medizinischen Akademie in Düsseldorf.<ref name=FJKS>Franz-Joseph-Koch-Schule: Biografie, abgerufen am 18. August 2013.</ref> 1918 ehelichte er Maria Doll. Die Schriftstellerin Maria Koch-Doll verstarb im Jahr 1929. Vier Jahre später heiratete er die Kunstpädagogin Emilie Klingenburg.<ref>Franz Joseph Koch im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren, abgerufen am 18. August 2013</ref> Koch veröffentlichte zahlreiche Bücher, auch Kinderbücher zusammen mit seiner Frau Emilie Koch-Klingenburg. Seine Lieder und Gedichte wurden von Johannes Hatzfeld und Heinz Schüngeler vertont. Im Jahr 1913 veröffentlichte er einen Aufruf an die Sauerländer zur systematischen Sammlung von volkskundlichen Informationen.<ref>Central-Volksblatt 141/1913 21.6.</ref>
Nach einem Schlaganfall beschäftigte sich Koch mit Gedächtnisübungen. Er entwickelte daraus die Koch’sche Fingerlesemethode<ref>Lesen-lernen.de: Fingerlesen (PDF), abgerufen am 18. August 2013.</ref>, die er aus seinem Unterricht bei taubstummen Kindern entwickelte und in seine rhythmisch-musikalische Lesemethode einband. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1943 wirkte Koch in Essen. Danach kehrte er ins Sauerland zurück. Franz Joseph Koch war ein Schwager der Lyrikerin Christine Koch. Er starb am 23. Oktober 1947 im sauerländischen Berge, wo er auch beigesetzt wurde.
Auszeichnungen
- 1914: Preis im Lyrikwettbewerb „Kölner Blumenspiele“
- Eine Förderschule in Arnsberg wurde nach ihm benannt
Schriften (Auswahl)
Kochs Lesefibeln wurden über eine Million Mal gedruckt.
- Der Pilzjäger. Fredebeul & Koenen, 1924
- Vogelsprache und Vogelleben. Fredebeul & Koenen, 1926
- Heilpflanzen. Fredebeul & Koenen, 1926
- Die beiden Radschläger. Fredebeul & Koenen, 1928
- Fredeburger Kinderlieder. Schwann, 1928
- Zwölf Glocken klingen. Verlag der kath. Schulorganisation, Deutschlands 1928
- Eia. Crüwell, 1931
- Fingerlesen – Lesen als Gebärdenspiel. 10. Auflage, Schwann, 1939
Literatur
- Alfred Bruns: Schmallenberger Köpfe. Herausgegeben vom Schieferbergbaumuseum Schmallenberg-Holthausen. Schieferbergbaumuseum Schmallenberg-Holthausen 1985, S. 58 (ZDB-ID 2293376-1).
- Christoph Seeboth: Fingerlesen nach Franz-Joseph Koch. Einsatz einer alternativen Leselernmethode im Rahmen der individuellen Förderung lese- und rechtschreibschwacher SchülerInnen. Tectum Verlag, 1998, ISBN 3-8288-0370-9.
Weblinks
- Literatur von und über Franz Joseph Koch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Literaturliste im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin
- Franz Joseph Koch im Lexikon Westfälischer Autorinnen und Autoren
- Die Koch’sche Fingerlesemethode von Hasenschule.de vom 3. August 2008
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Koch, Franz Joseph |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lehrer und Autor |
| GEBURTSDATUM | 22. März 1875 |
| GEBURTSORT | Schmallenberg-Bracht |
| STERBEDATUM | 23. Oktober 1947 |
| STERBEORT | Meschede-Berge |